Alexander Pagenstecher
Friedrich Alexander Hermann Pagenstecher (21. April 1828 in Wallau bei Hochheim am Main, ? 31. Dezember 1879 in Wiesbaden) war bedeutender Augenarzt und Gründer der Augenheilanstalt in Wiesbaden.Geboren als Sohn eines Oberförsters in Wallau studierte Pagenstecher ab 1846 Medizin in Gießen, Heidelberg, Würzburg (hier u. a. bei Rudolf Virchow), Paris, Zürich, London und Berlin. Er war Mitglied des Corps Teutonia Gießen und des Corps Nassovia Heidelberg. Nach der Promotion eröffnete er 1853 eine Privatpraxis für Augenheilkunde.
1856 gründete er die Augenheilanstalt Wiesbaden, der er bis zu seinem Lebensende als Direktor vorstand. Als Hospital, das insbesondere auch minderbemittelte Patienten unentgeltlich behandelte, war die Einrichtung bahnbrechend. Die Finanzierung erfolgte überwiegend durch Spenden.
Pagenstecher war Operateur von Weltruf, vor allem auf dem Gebiet des Grauen_Stars, und gilt als Erfinder der Operation in geschlossener Kapsel. Die von ihm entwickelte Gelbe Präcipitatsalbe fand weltweit Verwendung. Von 1861 bis 1866 war er Herausgeber der ?Klinischen Beobachtungen aus der Augenheilanstalt zu Wiesbaden?.
Pagenstecher starb infolge der Verletzungen, die er sich bei einem Jagdunfall mit dem eigenen Gewehr nahe des Jagdschlosses in Wiesbaden zugezogen hatte. Er wurde auf dem Alten Friedhof in Wiesbaden beigesetzt.
Literatur
* Deutsche Biographische Enzyklopädie. Bd. 7, S. 548f.
* Nassauische Lebensbilder. Bd. 2 (1943), S. 237-243
* Albert Herrmann: Gräber berühmter und im öffentlichen Leben bekanntgewordener Personen auf den Wiesbadener Friedhöfen. Wiesbaden 1928, S. 56
* Alexander Hildebrand: Das Porträt: Alexander Pagenstecher. In: Wiesbaden International. 2/1978
* Das Erbe der Mattiaca. Persönlichkeiten der Stadtgeschichte Wiesbadens. (1992), S. 173?175
Weblinks
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