Alexander Friedrich Karl von Württemberg
Alexander Friedrich Karl von Württemberg (24. April 1771 in Mömpelgard, ? 4. Juli 1833 in Gotha) war Bruder von König Friedrich_I._von_Württemberg und Zarin Maria Fjodorowna (Sophia Dorothea Augusta Luisa von Württemberg), sowie russischer Politiker und General.thumb|200px|Alexander_Friedrich_Karl_von_Württemberg_(Gemälde_von_Oberst in österreichischen Diensten und wurde 1799 auf Empfehlung von Alexander Wassiljewitsch Suworow in die russische_Armee aufgenommen. 1811 wurde er Gouverneur von Weißrussland. 1812 kämpfte als General der russischen Armee gegen Napoléon bei Smolensk und Borodino. 1813 führte er die russische Belagerungsarmee bei Danzig an und zwang die Franzosen zur Kapitulation. Dafür wurde ihm das Georgskreuz 2. Klasse verliehen. Nach dem Krieg war er wieder Gouverneur von Weißrussland. Seit 1822 leitete er das russische Verkehrsministerium. Unter seiner Leitung wurde die Straße zwischen Petersburg und Moskau ausgebaut und Wasserstraßen und -brücken gebaut. Bekannt ist etwa das früher ?Herzog-Alexander-von-Württemberg-Kanalsystem? genannte Wasserstraßensystem, welches die Wolga mit der Nördlichen_Dwina verbindet. Auch zwei seiner Söhne (Alexander Friedrich Wilhelm, 1804-1881 und Ernst Konstantin, 1807-1868) waren Generäle in der russischen Armee.
Familie
Alexander Friedrich Karl von Württemberg war ein Sohn des späteren Herzogs Friedrich_Eugen_von_Württemberg und dessen erster Ehefrau Friederike Dorothea von Brandenburg-Schwedt. 1798 heiratete er Antoinette von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1779-1824), die zweite Tochter von Herzog Franz_von_Sachsen-Coburg-Saalfeld. Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor:
* Antoinette Friederike Auguste Marie Anna (1799-1860) - verheiratet mit Ernst_I._von_Sachsen-Coburg_und_Gotha
* Paul (1800-1802)
* Alexander Friedrich Wilhelm (1802-1881), russischer General
* Ernst Konstantin (1807-1868), russischer General
* Friedrich (1810-1815)
Herzog Alexander starb am 4. Juli 1833 in der Gothaer Residenz seines Schwiegersohnes Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha. Er wurde dort in der Familiengruft beigesetzt. Da der Sohn Wilhelms_II., des letzten Königs von Württemberg 1880 im Alter von fünf Monaten starb und weitere männliche Erben des Hauses_Württemberg nicht vorhanden waren, war der Urenkel Alexanders Albrecht von Württemberg als Thronfolger Wilhelms vorgesehen. Die Chefs des Hauses Württemberg stammen seither aus der katholischen so genannten ?herzoglichen Linie?, die von Herzog Alexander begründet wurde.
Literatur
* Carl Friedrich von Wiebeking: Biographie des Herzogs Alexander zu Württemberg. München 1835.
* Paul Sauer: Alexander (I.); in: Sönke Lorenz, Dieter Mertens, Volker Press (Hrsg.): Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Kohlhammer, Stuttgart 1997, ISBN 3-17-013605-4, S. 402

