Alexander Hamilton Stephens
thumb|200px|Alexander_Hamilton_StephensAlexander Hamilton Stephens (11. Februar 1812 in oder in der Nähe von Crawfordsville, Taliafero County, Georgia, Vereinigte Staaten; ? 4. März 1883 in Atlanta, Georgia) war ein US-amerikanischer Politiker und von 1861 bis 1865 der Vizepräsident der Konföderierten_Staaten_von_Amerika.
Alexander H. Stephens studierte bis 1832 an der Universität_von_Georgia, die damals noch Franklin College hieß, und wurde Lehrer. Kurz darauf studierte er Rechtswissenschaft, die er als erster in seinem Abschlussjahrgang abschloss, bekam 1834 seine Zulassung als Anwalt und ließ sich 1834 in Crawfordsville als Anwalt nieder, wo er auch gleichzeitig politisch aktiv war. Schon 1836 wurde er in die Regierung von Georgia gewählt. Ab 1842 vertrat er Georgia im US-Senat. 1843 bekam er als Mitglied der Whig_Partei einen Sitz im Repräsentantenhaus, schloss sich aber später der Demokratischen_Partei an. Stephens stimmte 1854 für den Kansas-Nebraska Act und betrieb 1856 die Wahl James Buchanans zum US-Präsidenten. 1859 schied er aus dem Kongress, weil er die extremen Ansichten der Sklavenhalterpartei nicht billigte, wie er 1861 auch anfangs gegen die Sezession war. Dennoch ließ er sich zum Vizepräsidenten der Konföderierte Staaten von Amerika wählen und bekleidete diesen Posten bis zu deren Untergang 1865. Durch Maßnahmen der Regierung von Jefferson Davis kam es zum Bruch mit dem Präsidenten. Er ging zurück nach Georgia, wo er ein Verfechter von Joseph E. Brown, Gouverneur von Georgia, wurde. Dort sabotierte er viele der Beziehungen der CS-Regierung zu diesem Staat. 1862 wurde er zum Führer der Opposition im CS-Senat. Zusammen mit Robert Mercer Taliafero Hunter, CS-Senator, und John Archibald Campbell, stellvertretender CS-Kriegsminister, nahm er am 3. Februar 1865 als Delegierter an der erfolglosen Wade Hampton Konferenz mit Abgesandten der Union zur Beendigung des Bürgerkrieges teil.
Am 11. Mai 1865 wurde er auf seinem Besitz in Georgia auf Befehl der Nordstaaten verhaftet und nach Fort Warren bei Boston gebracht, nach sechs Monaten aber freigelassen. Daraufhin ließ er sich in Atlanta, Georgia nieder.
1872 bis 1877 war er wieder demokratisches Mitglied im Kongress und bemühte sich um die Versöhnung der Parteien. Im Gegensatz zu Jefferson Davis hat er seine Staatsbürgerschaft wohl nicht verloren.
1882 wurde er Gouverneur von Georgia.
Siehe auch Liste der Gouverneure von Georgia
Werke
*Constitutional View of the Late War Between States: Its Causes ISBN 0527863505
Literatur
* Myrta L. Avary: Recollections of Alexander H. Stephens ISBN 0807122688
* Jon L. Wakelyn: Biographical Dictionary of the Confederacy ISBN 0-8371-6124-X
* Rembert W. Patrick: Jefferson Davis and his cabinet (Louisiana State University Press, Baton Rouge, 1944)
*Correspondence of Robert Toombs, Alexander H. Stephens, and Howell Cobb ISBN 0306711915 (engl.) oder als PDF-Datei [http://lcweb2.loc.gov/service/mss/eadxmlmss/eadpdfmss/2003/ms003014.pdf]
Weblinks
• Biografie

