Alexander Grundner-Culemann
Alexander Grundner-Culemann (auch Alexander Culemann; 28. September 1885 in Braunschweig; ? 16. Juli 1981) war ein deutscher Forstmann und Politiker. Er wirkte vor allem in Goslar, zunächst als Stadtforstmeister und von 1952 bis 1958 als Oberbürgermeister der Stadt.Leben und Wirken
Alexander Culemann entstammte einer alten braunschweigischen Forstfamilie. Nach dem frühen Tod seines Vaters adoptierte ihn sein Onkel Dr. August Friedrich Julius Grundner, seinerzeit Landforstmeister und Kammerrat in Braunschweig. Seither nannte er sich Alexander Grundner-Culemann. Nach dem Abitur, das er im Jahr 1906 ablegte, folgte von 1906 bis 1909 die Lehrzeit und das Studium der Forstwissenschaften in München, Gießen und Hann._Münden. Anschließend kehrte er für sein Referendariat in sein Heimatland zurück und schloss dieses 1913 mit dem Assessorexamen ab.
Der Erste_Weltkrieg unterbrach dann seinen weiteren beruflichen Werdegang, den er erst nach der Ableistung des Kriegsdienstes weiter verfolgen konnte. Ab 1918 begann er seine Assessorenzeit im braunschweigischen Staatsdienst als Mitarbeiter der Forsteinrichtungsanstalt. Doch bereits 1921 übertrug ihm die Stadt Goslar die Leitung ihres Stadtforstamtes. Wie schon sein Amtsvorgänger Carl Reuß war sich auch Grundner-Culemann der außerwirtschaftlichen Bedeutung des Kommunalwaldes bewusst und förderte die Nutzung von dessen Erholungs- und Erlebniswert für den Tourismus. Er entwickelte den Stadtforst zum bevorzugten Fremdenverkehrszentrum, indem er das Waldwegenetz vorbildlich ausbauen, Ruhebänke aufstellen sowie Schutzhütten und andere Erholungseinrichtungen errichten ließ.
Daneben betätigte sich Grundner-Culemann als Geschäftsführer des Gemeindewaldbesitzerverbandes der Provinz Hannover und war von 1931 bis 1939 Vorsitzender des Harzklubs. Grundner-Culemann baute den Verein weiter aus, sodass dieser vor Ausbruch des Zweiten_Weltkriegs fast 20.000 Mitglieder in 120 Zweigvereinen hatte. Während des Zweiten Weltkriegs war er Leiter der Heeresfachschule Goslar.
Nach seiner Pensionierung betätigte er sich auch intensiver politisch und wurde als Ratsherr in die Stadtvertretung der Stadt Goslar gewählt. Von 1952 bis 1958 hatte Alexander Grundner-Culemann das Amt des Oberbürgermeisters von Goslar inne. Im Jahr 1964 zog er sich aus der Kommunalpolitik zurück.
Im Jahr 1959 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für seine Verdienste um die Stadt Goslar verliehen. Die Stadt Goslar ehrte ihn, indem sie die Grundner-Culemann-Straße nach ihm benannte.
Daneben betätigte er sich als Heimatforscher, war Mitglied des Geschichts- und Heimatschutzvereins und des Museumsvereins Goslar und veröffentlichte unter anderem Untersuchungen zu Flurnamen aus dem Raum Goslar.
Stadtforstmeister a. D. Alexander Grundner-Culemann starb am 28. September 1981.
Schriften
* Die Flurnamen des Stadtkreises Goslar, Beiträge zur Geschichte der Stadt Goslar
** Teil 2: Namen aus dem Bereiche der Stadtforst, Beiträge zur Geschichte der Stadt Goslar (Band 19), Goslar 1960
** Teil 3: Namen aus dem Bereich der Feldmark und der Klosterforst, Beiträge zur Geschichte der Stadt Goslar (Band 22), Goslar 1966
* Die Goslarer Hut und Weide von ihren Anfängen bis zu den Gemeinheitsteilungen im 19. Jahrhundert. Beiträge und Quellen, Beiträge zur Geschichte der Stadt Goslar (Band 31), Goslar 1977
Literatur
* Zoltán Rozsnyay, Frank Kropp: Alexander Grundner-Culemann, in dies.: Niedersächsische Forstliche Biographie. Ein Quellenband. Aus dem Walde (1998): Mitteilungen aus der Niedersächsischen Landesforstverwaltung (Heft 51). Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (MELF), Wolfenbüttel 1998. S. 198-199
Weblinks
* (eingeschränkt verwendbar)
• Beitrag von Alexander Grundner-Culemann auf den Webseiten des Museumsvereins Goslar

