Alexander von Bach
Alexander Freiherr von Bach (4. Januar 1813 in Loosdorf; ? 12. November 1893 in Unterwaltersdorf) war ein österreichischer Politiker und Bruder von Otto Bach und Eduard Bach.Bach war Rechtsanwalt und Justizminister im liberalen Kabinett von Wessenberg-Doblhoff. Die Auswirkungen der Revolution_von_1848 bewirkte ein Umdenken des an sich den Reformliberalismus vertretenden zu einem Einsetzen für eine konservative zentralistische Machtpolitik auch auf die Gebiete Ungarns hinaus. 1849 wurde er zum Innenminister ernannt. Neben Schwarzenberg und Kübeck war Bach der einflussreichste Vertreter einer neoabsoluten Politik, die den österreichischen Zentralstaat forderte, ohne Rücksicht auf nichtdeutsche Volksgruppen. Dennoch sah er die Notwendigkeit von Reformen und er befreite beispielsweise gegen den Widerstand der Aristokraten die Bauern aus der Abhängigkeit von Gutsherren. Des Weiteren reformierte er die Finanzverwaltung, das Bildungswesen und letztendlich die österreichische Staatsgliederung selbst, ebenso gab er Impulse zur Stadterweiterung Wiens. Vor allem seine Zerschlagung der kommunalen Selbstverwaltung, die ab der Eroberung Ungarns 1849 auch diesen Landesteil betraf, hatte bis zum Ende der Donaumonarchie 1918 Bestand. Der Hass der Ungarn gegen den Zentralismus wuchs. 1855 war von Bach wichtigster Verhandlungspartner des Heiligen_Stuhls beim Aushandeln des Konkordats.
1859 kam es zum Krieg zwischen Österreich und Italien, der in der Schlacht von Solferino verloren ging und in dessen Folge Bach zurücktreten musste. Bis zum Jahr 1867 war er Gesandter im Vatikan.
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