Alexa Internet
Alexa Internet ist ein Serverdienst, der sich als Suchmaschine tarnt. Tatsächlich werden Daten über Webseitenzugriffe durch Web-Benutzer gesammelt. Das betreibende Unternehmen ist ein Tochterunternehmen von Amazon.com.Alexa wurde von Brewster Kahle gegründet und 1999 von Amazon für 250 Millionen Dollar aufgekauft.http://www.newstatesman.com/200510170018
Anfänglich war Alexa Internet lediglich eine Toolbar für den Microsoft Internet Explorer. Später wurden die Funktionalitäten der Toolbar mit der einer Suchmaschine zusammengefasst. Der Fokus liegt darauf, die Qualität, den Traffic und die Links einer bestimmten Website auszuwerten. Heute ist diese Toolbar hauptsächlich im englischsprachigen Kulturraum verbreitet.
Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Bremen listet die Toolbar als datenschutzverletzende Software (Spyware), die dem Serverdienst Informationen über die Internetnutzung von Web-Nutzern übermittelt, und publiziert eine Anleitung, wie man sich gegen diese Aktivität schützen kann.[http://www.datenschutz-bremen.de/sv_internet/spyware.php Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Bremen: Bürgerinformation zu Spyware, darunter Alexa] Die Toolbar wurde arglosen PC-Benutzern in großer Zahl als angeblich hilfreiche Software oder im Zuge der Installation anderer Programme angeboten.
Alexa Internet bewertet Websites nach der Art ihrer Anwahl in dem Sinne, ob diese direkt oder über ähnliche Seiten angewählt werden.
Hierbei fungiert Alexa Internet nicht als Suchmaschine im engeren Sinn, sondern vielmehr als Datenbank, die Seiten listet, die zu der aktuell besuchten Site eine Beziehung haben, also thematisch ähnlich sind. Dazu wertet Alexa Internet auch die Daten des Open Directory Projects aus.
Mit dem Alexa Rank werden die festgestellten Besucherzahlen ausgewertet und auf diese Weise die 100.000 meistbesuchten Domains ermittelt.
Ein Nachteil von Alexa ist allerdings, dass nur die Informationen in die Bewertung der Websites einfließen, die durch die automatisierte Beobachtung der Nutzer der Toolbar gesammelt werden. Die Aussagekraft dieser Auswertungen dürfte nur marginal sein, insbesondere da die Toolbar nicht in allen Sprachräumen gleichermaßen verbreitet ist. Es handelt sich also um eine nicht repräsentative Stichprobe. Aufgrund der mangelhaften Stichprobe überschätzt Alexa die reale Reichweite von bestimmten Webseiten um den Faktor 50; dies weist der Google Forscher Norvig mit einer detaillierten Analyse nach.
Quellen
Weblinks
• Webpräsenz von Alexa
• Nachweis der Fehlerhaftigkeit von Alexa
• Anleitung zum Entfernen der Alexa Spyware

