Alexander Michailowitsch Gerassimow
Alexander Michailowitsch Gerassimow (russ. ; * 12. August 1881 in Soslow, Oblast Tambow; ? 23. Juli 1963) war ein sowjetischer Künstler. Er galt als führender Künstler des sozialistischen_Realismus und malte Stalin sowie andere sozialistische Führer.
Leben
Gerassimow studierte an der Moskauer Akademie der Kunst, Skulptur und Architektur von 1903 bis 1915. Dort verfocht er traditionelle realistisch representionale Kunst gegen die Avantgarde. Während des Ersten_Weltkriegs und des russischen_Bürgerkriegs diente er in der Armee. Nach dem Bürgerkrieg kam er in seine Heimat zurück um Bühnenbildner zu werden, als solcher half er bei Bühnenspielen, die die Revolution und die sowjetische Regierung anpriesen. 1925 kehrte Gerassimow nach Moskau zurück, wo er ein Studio eröffnete. Er praktizierte eine akademisch realistische Technik, mit einem impressionistisch hellen Stich. Er bevorzugte eine Art, die als heroischer Realismus bekannt ist, welcher revolutionäre Führer, wie Lenin, als größer-als-lebendig Helden kennzeichnete. Jedoch stieg Gerassimows Arbeit, als Stalin seinen Griff um das Land fester zog, schnell zu ?großartigen? amtlichen Porträts auf, so z.B. ?Stalin und Woroschilow an der Kremlmauer?, für welches er einen Stalin-Preis im Jahre 1934 gewann. Er produzierte eine Vielzahl von heroischen Porträts Kliment Woroschilows, weshalb Nikita Chruschtschow später Woroschilow beschuldigte, einen Großteil seiner Zeit in dem Studio Gerassimows verbracht zu haben, zum Schaden seiner Verantwortlichkeit als Volkskomissar der Verteidigung. Seine Führung des Ausschusses der Künstler der UDSSR und der sowjetischen Akademie der Kunst war notorisch und wurde als Führung mit einer starken Hand beschrieben, dazu war er an vorderster Reihe der Angriffe gegen Kosmopolitismus und Förmlichkeit während der sogenannten Schdanowschtschina. Obgleich seine übermäßig einschmeichelnden Portraits der sowjetischen Führer und seine politischen Tätigkeiten gegen Künstler, die nicht seine Linie unterstützen würden, ihm ein Renommee als politische Persönlichkeit, mit der zu rechnen war, gewonnen hatte, verlor er nicht völlig die Note seiner echten künstlerischen Fähigkeiten. Sogar am Ende seiner Karriere, fuhr er fort, einer schwermütigen, fast impressionistischen Behandlung von Landschaften zu folgen.

