Alejandro Ramírez
Alejandro Ramírez Álvarez (21. Juni 1988 in San José (Costa Rica)) ist ein costa-ricanischer Schachmeister.
Ramírez lernte Schach bereits als Vierjähriger. Ungewöhnlich schnell stellten sich die ersten Erfolge ein: 1998 gewann er die pan-amerikanische Meisterschaft U10, mit 9 Jahren wurde er FIDE-Meister, als 13-jähriger verlieh ihm die FIDE den Titel Internationaler Meister. Das Wunderkind wurde bald darauf von costa-rikanischen Firmen finanziell unterstützt und erhielt von der Universität San José eine private Schulausbildung, um sich gänzlich dem Schach widmen zu können.
2002 spielte er erstmals für Costa Rica bei der Schacholympiade in Bled und sorgte durch ein Remis gegen den russischen Weltelitespieler Alexander Morosewitsch für Aufsehen. 2003, als 15-jähriger, wurde er Großmeister, nachdem ihm Großmeisternormen in Santo Domingo, Havanna und beim Zonenturnier in Guayaquil, das er gemeinsam mit dem Kubaner Leinier Domínguez gewann, gelungen waren. Ramírez war damals nach Sergej Karjakin der zweitjüngste Großmeister der Welt. Er gewann 2004 das Zonenturnier in San José (Costa Rica) und qualifizierte sich zur FIDE-Weltmeisterschaft im K.-o.-System in Tripolis im gleichen Jahr. Dort schied Ramírez in der ersten Runde gegen den späteren Turniersieger Rustam Kasimjanov erst nach Schnellschachstechen aus, das Match endete regulär 1-1.
Ramírez, der einzige Großmeister Costa Ricas, gilt neben den Kubanern Lenier Dominguez und Lázaro Bruzón als die größte Nachwuchshoffnung im Schach Mittelamerikas. Aktuelle Elo-Zahl: 2481 (Stand Januar 2006).

