Aldringen
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Aldringen ist ein in der belgischen Eifel gelegenes Dorf mit rund 310 Einwohnern, das zur Gemeinde Burg-Reuland und zur Provinz_Lüttich gehört. Aldringen liegt im deutschsprachigen Teil des Königreichs Belgien und gehört zur Deutschsprachigen_Gemeinschaft.
Geschichte
thumb|Säulenstumpf_unter_dem_Taufbecken_in_der_Pfarrkirche_Aldringen
Ein römischer Säulenstumpf unter dem Taufbecken in der Pfarrkirche Aldringen aus dem 2. Jahrhundert nach Christus deutet auf Besiedlung seit langer Zeit. Aldringen wurde urkundlich als Pfarre erstmals 1131 unter dem Namen Aljer erwähnt.
Früher gab es in Aldringen eine Burg an der Stelle die heute Burgstadt heißt. Von dieser Burg ist heute nichts mehr zu sehen. Abkömmlinge der Familie Aldringen leben noch heute in Luxemburg und Wien als anerkannte Adelsgeschlechter. Auch Johann Graf von Aldringen stammt wohl aus dieser Familie.
Geographie
Aldringen grenzt an Beho, Deifelt, Espeler, Thommen und Maldingen. Aldringen besteht neben des bebauten Ortskerns größtenteils aus Weideland. Es gibt auch Ackerland und einige kleinere bewaldete Gebiete.
Offiziell gibt es in Aldringen keine Straßennamen. Straßen, Ortsteile, Wälder, etc. tragen jedoch Namen, wie "'d Jaass", "'d Stross" "op't Buresch", "on 't Steekoul", "de Moljerweich" ...
Bevölkerung
Die Bevölkerung Aldringens ist größtenteils stämmig aus der Eifel.
In Aldringen spricht man überwiegend "aljer Platt", ein Dialekt der Moselfränkische Dialektgruppe.
Folklore und Bräuche
Burgfeuer
thumb|Burgfeuer_Aldringen
Das Burgfeuer ist auf das uralte heidnisch-germanischen Fest der Frühjahrssonnenwende zurückzuführen. Dieses Fest soll die Hoffnung auf den baldigen Sieg des Lichtes und der Wärme über die winterliche Finsternis und Kälte ausdrücken. Zum Burgfeuer wird Reisig und Stroh gesammelt und um den Burgbaum, ein Baumstamm an dem eine Strohpuppe hängt, am Sonntag nach Karneval verbrannt. Der Burgbaum wird nachdem er umgefallen ist, versteigert.
Mutzen essen
Am Samstag vor Karneval feiern die Schulkinder "Fetten Donnerstag". Dann versammeln sie sich, um Hefepfannkuchen und Mutzen zu essen.
Den Krug schlagen
Zur Kirmes werden die Mädchen des Dorfes durch die Jungesellen "eingesammelt". Anschließend wird ein Tonkrug auf ein Fass gestellt und die bereitwilligen Junggesellen versuche, diesen Krug mit verbundenen Augen zu zerschlagen. Dem dass gelingt wird Krugkönig. Die Krugkönigin wird durch einen Sprungwettbewerb über das Fass ermittelt.
Das Klappern zur Osterzeit
thumb|Raspel_aus_der_belgischen_Eifel_(Aldringen)
In der Karwoche, in der die Glocken verstummen, müssen die Dorfskinder durch Klappern mit ihren Klappern und Raspeln aushelfen.
Die Maiennacht
In der Nacht zum 1. Mai ziehen die Junggesellen des Dorfes aus den Mädchen die Maiennacht, ein Lied,zu singen.
Läuse verbrennen
In den frühen Morgenstunden, nach der Hochzeitsnacht, ziehen das Brautpaar samt hartgesottenem Freundeskreis vor deren Wohnung um dort um einen brennenden Strohhaufen das Fest abzuschließen.
Kirmesbaum aufrichten
Zur Kirmes wird der Kirmesbaum, ein mit einem Kranz geschmückter Baumstamm, aufgerichtet. Der Kirmesbaumbrauch ähnelt dem des Maibaumbrauches.
Wirtschaft
Die Wirtschaft des Ortes wird bestimmt durch Land- und Holzwirtschaft sowie einige wenige mittelständische Betriebe.
Persönlichkeiten Aldringens
"Den Aljer Hähr" Adam Thomas (*15. August 1799, ?10. Januar 1877 ) Pastor in Aldringen.
Hinterlassenschaft des Pfarrers Thomas ist ein Kräuterschnaps, "Thommes" oder "Aljer Hähr" genannt. Das Originalrezept befindet sich heute im Besitz des Apothekers Lorent in Sankt Vith.
Weblinks
• Königlicher Junggesellenverein Sankt Martinus Aldringen
• Aldringen

