Alceste (Oper)
{{Infobox Oper|T = Alceste
|OS = Deutsch
/'>Mus = 28. Mai 1773
/'>UAort = Hoftheater Weimar
|Dauer = ca. 2 1/4 Stunden
|Pers = • ( voraus. Schon während der Arbeit an der Aurora wird Wieland oft mit dem grossen italienischen Dichter Metastasio verglichen.
Seine Alceste begleitet der Dichter mit vielen Kommentaren die er dazu niederschrieb. Gleich zu Beginn seiner Schrift, Versuch über das Deutsche Singspiel, erklärt Wieland seine Absicht:
Charles Bruney, dessen musikalische Reisen durch Frankreich, Italien und Deutschland einige Zeit so viel Aufsehens gemacht, wundert sich mit Recht, dass er in allen Deutschen Landen, die er durchwandert, nirgends ein Deutsches lyrisches Theater angetroffen.
Wieland vertrat die These, dass der italienischen und der französischen Oper gleichwertiges entgegenzusetzen sei. Laut seinen eigenen Aussagen sei das Ziel eine "interessante Art von Schauspielen" mit dem Hauptakzent auf der Rührung. Genau dieses Ziel verfolgte Wieland gemeinsam mit Anton Schweitzer auch in ihrer Oper Alceste.
Zur Zeit Schweitzer's gab es die Gattung "Deutsches Singspiel" noch nicht. Der Fürstin Anna_Amalie von Weimar wollte aber genau das etablieren: eine Nationalbühne (Sprechtheater und Oper), die Vorbildcharakter besaß. Es gab natürlich viele Vorläufer, doch hatten sie bislang keinen Erfolg gehabt. Nicht so bei den erfolgreichen Singspielen des Typs wie Hillers "Die Jagd" oder "die Dorfgala" von Schweitzer, die allerdings einen volkstümlichen, keinen beispielgebenden Charakter aufwiesen.
Wieland und Schweitzer machten sich gemeinsam an die Aufgabe ein echtes deutsches Singspiel zu schreiben, dass sich auch im internationalen Vergleich behaupten konnte - was ihnen durchaus gelang. Die Alceste gilt als Meilenstein auf dem Weg zu einer deutschen Oper.
Diese auf deutschsprachigen Bühnen einstmals meistgespielteste Oper ist in der heutigen Zeit gänzlich von den Spielplänen der Opernhäuser verschwunden. Im Jahre 1999, anläßlich der Europäischen Kulturhaupstadt Weimar, brachten Stephan E. Wehr, die ACC Galerie Weimar e.V. und der bildende Künstler Cornel Wachter das Stück 226 Jahre nach seiner Uraufführung am Ort seiner Entstehung, in Weimar im Richard-Wagner-Saal des Hotel Elephant Weimar wieder auf die Bühne. Der Deutschlandfunk übertrug diesen einzigartigen Moment der Wiederauferstehung dieses deutschen Kulturgutes ersten Ranges über seine Radiowellen. 2001 wurde zudem die Welt-Erst-Einspielung durch Stephan E. Wehr, die ACC Galerie Weimar e.V., Cornel Wachter und das Plattenlabel NAXOS veranlasst. Weltweit wurde die Oper dann auf dem Naxos-Label MARCO POLO angeboten und der interessierten Öffentlichkeit und Wissenschaft zugänglich gemacht. Es spielt das Philharmonische Orchester Erfurt unter der Leitung von Stephan E. Wehr sowie der Opernchor des Theaters Erfurt. Es singen:
*Alceste: Ursula Targler
*Parthenia: Sylvia Koke
*Admet: Christian Voigt
*Herkules: Christoph Johannes Wendel
Inhalt
Personen
• (Sopran])
*Parthenia ([[Sopran)
• (Tenor])
• (Bass])
Handlung
Die musikalische [[Tragödie Alceste von Anton Schweitzer und Christoph Martin Wieland in 5 Akten liegt sehr nahe bei der griechischen Mythologie.
= Erster Akt
=Die Oper beginnt damit, dass König Admet von Pherae in Thessalien im Sterben liegt. Alceste macht sich gewaltige Sorgen um ihren geliebten Ehemann und sendet einen Boten zum Orakel von Delphi um zu erfragen, ob es noch Rettung für ihren Mann gäbe. Der Bote kehrt zurück. Alceste jedoch will ihn nicht anhören und lässt sich dann von ihrer Schwester Parthenia erzählen, dass Admet sterben müsse, es sei denn man fände einen Ersatz. Da Admet ein sehr guter Freund des Gottes Apoll ist, hatte dieser bei den Parzen erreicht, dass diese Admet's Lebensfaden nicht durchschneiden würden, wenn in seiner Todesstunde ein anderer in seiner Nähe weilte.
Parthenia hat verzweifelt gesucht, doch nicht einmal Admet's Vater, der ein Greis und bekanntlich schon mehr tot als lebendig ist, konnte sich dazu durchringen, an seines Sohnes statt zu sterben. So entschließt sich Alceste selbst für Admet zu sterben.
= Zweiter Akt
=Admet erwacht und freut sich an seinem neu gewonnenen Lebensgeist. Er eilt zu Parthenia um nach Alceste zu fragen. Diese führt ihn zur sterbenden Königin. Trotz des Flehens von Parthenia und Admet es nicht zu tun, stirbt Alceste für ihren geliebten Ehemann.
= Dritter Akt
=Herkules kommt an den Hof des Admet um seinen alten Freund zu besuchen. Als er ankommt, liegt der gesamte Hof in Trauer und Herkules hat Angst, dass Admet gestorben sein könnte. Als er aber Parthenia antrifft erklärt diese ihm die gesamte Situation. Für ihn ist klar, dass die Aufopferung Alceste's eine heroische Tat ist und nicht unbelohnt bleiben darf. Er entschließt sich, Alceste aus dem Hades zurückzuholen.
= Vierter Akt
=Nach Herkules' Abreise versucht Parthenia alles um Admet wieder ins Leben zurückzuführen. Sie sagt ihm immer wieder, dass Alceste nicht umsonst gestorben sein darf und erinnert ihn auch an das Versprechen das der Halbgott ihnen gab. Admet solle also nicht die Hoffnung aufgeben.
= Fünfter Akt
=Der letzte Akt beginnt mit einem Totenopfer für Alceste, das jedoch vom zurückkehrenden Herkules unterbrochen wird, der behauptet, er habe sein Versprechen eingehalten. Parthenia weiss sofort, dass er die Wahrheit spricht, doch Admet fühlt sich in seinem Schmerz verspottet und zweifelt an der Treue seines Freundes. Er kündigt ihm die Freundschaft ob dieses sehr rauen Scherzes, da er der Überzeugung ist, Herkules habe ihm einen einfachen Ersatz für Alceste mitgebracht.
Parthenia macht dem Halbgott große Vorwürfe, erkennt dann aber, dass der Freund tatsächlich sein Wort gehalten hat und holt den trauernden Admet zurück. Er entschuldigt sich bei seinem Freund und erblickt dann seine Frau. Doch auch diese muss ihm noch die letzten Zweifel austreiben, bis sie sich dann glücklich in die Arme schließen.
Die Musik
Die Musik von Albert Schweitzer mutet sehr stark noch dem barocken Stil an. Das Orchester besteht aus Streichern (Violinen, Violas, Celli, Kontrabass), 2 Oboen, 2 Fagotte und einem Harpsichord.
Nebst den vier Hauptakteuren verlangt diese Oper auch einen gemischten Chor.
Der Aufbau ist sehr stark den italienischen und französischen Opern nachempfunden:
• Sinfonia
*Arie
*Rezitativ
Wobei' target='blank'>die Rezitative eher einem Accompagnato-Rezitativ] gleichen.
In der Ouvertüre, die gänzlich in [[Moll gehalten ist, schwingt schon der Unheilverkündende Unterton mit, der dem gesamten Stück zu Grunde liegt und nie gänzlich verschwindet.
Links
• CD-Kritik Kritik zur Weltersteinspielung
• Der KomponistInfos zum Komponisten Anton Schweitzer und seiner Alceste
• vollständiges Libretto
• Die Wiederbelebung ACC Galerie zu Wiederaufführung

