Alcalá de Henares
Alcalá de Henares ist eine Stadt in der Comunidad_de_Madrid, Spanien. Sie hieß in der Römerzeit Complutum. Eine der ältesten Universität Europas die - vor einigen Jahrzehnten nach Madrid verlegte Universität Alcalá (seit 1975 verfügt Alcalá allerdings über die neu gegründete Universidad de Alcalá de Henares, UAH) und ein historischer Stadtkern zeichnen Alcala aus. Dies wurde durch die Aufnahme von Altstadt und alter Universität in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO bestätigt. Der Name der Stadt leitete sich aus dem Arabischen ab (Al-Kala = die Festung, Burg), sowie vom Henares, dem durch die Stadt fließenden Fluss. Die Stadt zählt 191.545 Einwohner (2004) und liegt am östlichen Rand der Agglomeration Madrid (Área Metropolitana de Madrid mit 5,4 Mio. Einwohnern). Sie ist Sitz eines römisch-katholischen Bischofs.
Die Einwohner Alcalás nennen sich Complutenses oder Alcalaínos.
Alcalá ist vermutlich die Geburtsstadt des spanischen Nationaldichters Miguel de Cervantes, des Autors des Don Quijote. Seine Taufe ist hier dokumentiert. 2005 feierte die Stadt mit vielen Veranstaltungen das 400-jährige Jubiläum der Erstausgabe dieses Klassikers. Das "Geburtshaus" des Dichters gehört zu den großen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die vielen religiösen Gebäude - Kirchen, allen voran die Kathedrale an der Plaza de los Santos Niños, Kapellen, Klöster etc. Lange Zeit waren in vielen historischen Gebäuden die Kasernen der Fallschirmspringer-Brigade untergebracht. Heute sind bzw. werden diese Gebäude für die Fakultäten der Universität renoviert. Alle interessanten Gebäude aufzuzählen würde Seiten in Anspruch nehmen.
Hotelmäßig ist Alcalá seit einigen Jahren mehr als gut ausgestattet, man muß schon sagen, es wimmelt nur so von Hotels. Eingeteilt werden können die Hotels in drei bis vier Arten: die sog. Express-Hotels (AC, ibis, Kris, NH ...), die alteingesessenen (El Bedel, jetzt HUSA-Kette) und Pensionen, von denen es einfache (Hostal Complutense, Jacinto, Cuatro Caños) und luxuriösere (La Tercia) gibt. Eine Besonderheit ist das Hotel Zouk, das an der Autobahn liegt und so spezielle Dinge bietet wie Garage unterhalb des Zimmers, Spiegeldecken, Whirlpool und andere Annehmlichkeitne. Ebenfalls empfehlenswert ist das kleine Hotel Miguel de Cervantes mit gleichnamigem (nicht gerade billigen) Restaurant.
Auch im Restaurant-Sektor hat Alcalá in den letzten Jahren hinzugewonnen. Alteingesessene Restaurants sind z.B. San Diego, Hosteria del Estudiante. Neueren Datums sind La Cupula, Buttarelli, Miguel de Cervantes und viele andere. Auch Pizzerien gibt es einige (Pasta Gansa, La Pizzeria, im einfachen Stil, La Bambola etc. sowie die Schnellrestaurantkette Telepizza). Weiters gibt es meist im Zentrum mittlerweile auch mehrere Döner, einen Burger King und einen McDonalds.
Einen Besuch wert sind natürlich auch die übrigen, einfacheren Gastronomiebetriebe Alcalás, von denen im Frühling, Sommer und Herbst die Straßen- und Gartencafés zu empfehlen sind. Richtige Cafés (fast) im deutschen Stil gibt es seit einigen Jahren auch in Alcalá (z.B. Hemisferio, Tertulia, Continental etc.). Kneipenmäßig ist das Zentrum auch gut ausgestattet, alle Bars aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Vertreten sind natürlich auch Franchising-Bars.
Mit dem 28 km entfernten Madrid ist Alcalá durch eine S-Bahn-Strecke (Cercanías C-1, C-2, C-7) verbunden, die am 11. März 2004 Schauplatz der verheerenden Madrider Zuganschläge wurde. Die 13 Bomben wurden vermutlich am Bahnhof von Alcalá in den Zügen platziert. Alternativ gibt es aber auch drei Buslinien, die Alcalá mit Madrid verbinden. Die sehr komfortablen Überlandbusse fahren in Madrid alle vom unterirdischen U-Bahn- und Busbahnhof an der Avenida de América ab (und haben entlang der Autobahn A-2 diverse Haltestellen, u.a. in Canillejas, wo die U-Bahnlinie 5 hält). Sie haben die Nummern 223 (Alcalá), 227 (Universidad) und 229 (V.(irgen) del Val). Die interessanteste ist natürlich die Linie 223, da diese direkt ins Stadtzentrum von Alcalá fährt. Der Preis für eine einzelne Fahrt liegt derzeit (Mai 2007) bei 2,08 Euro (aber bitte maximal mit einem 5-Euro-Schein bezahlen!). Auch nachts ist es möglich, von Madrid nach Alcalá und zurück zu kommen. Es gibt eine spezielle Nachtlinie mit denselben Haltestellen wie die Linie 223.
Auf den Türmen der Stadt wohnen erstaunlich viele Störche, die seit einigen Jahren ganzjährig in Alcalá bleiben.thumb|250px|right|Plaza_de_Cervantes,_Alcalá_de_Henares
Auch seinen Großeinkauf kann man in Alcalá erledigen: an Hypermärkten gibt es genügend Auswahl (z.B. Alcampo und Carrefour, sowie die Kaufhauskette Hipercor bzw. El Corte Inglés). Diese liegen an den Autobahnen, teils außerhalb, teils in Neubaugebieten.
Alcalá hat sechs Partnerstädte:
Alba Iulia, Rumänien
Guanajuauto, Mexiko
Lublin, Polen
Peterborough, Großbritannien
San Diego, USA
Talence, Frankreich
Söhne und Töchter der Stadt
• von Aragón], erste Frau Heinrichs VIII., Königin von England
• de Cervantes] (nicht gesichert), spanischer Schriftsteller
• I. (HRR)|Ferdinand I.], Kaiser des Heiligen Römischen Reichs und König von Böhmen und Ungarn
• Ruiz], spanischer Dichter
• Azaña] Díaz, spanischer Politiker und Schriftsteller, Kriegsminister, Präsident der Regierung und Staatspräsident in der 2. Spanischen Republik.
• Lozano] (*1975), spanischer Handballspiler
Sehenswürdigkeiten
Hauptgebäude der Universität (Plateresker Stil)
Geburtshaus von Miguel de Cervantes
Quellen
Complutum - La Ciudad de las Ninfas -, Madrid 2006
Weblinks
*
• Städtische Website (englisch)
*http://www.portaldealcaladehenares.com
*http://uah.es Homepage der Universität von Alcalá

