Albrecht von Stosch
Albrecht von Stosch (20. April 1818 in Koblenz; ? 29. Februar 1896 in Mittelheim (heute Ortsteil von Oestrich-Winkel), Rheingau) war als General der Infanterie und Admiral von 1872 bis 1883 königlich_preußischer Staatsminister und erster Chef der neu gegründeten deutschen Admiralität.
Familie
Er entstammte einer schlesischen Familie aus Strehlen (1510) und war der Sohn des am 11. Januar 1815 in Wien in den preußischen Adelsstand erhobenen Ferdinand von Stosch (1784-1857) und Cousin des Zirkusgründers Hans Stosch-Sarrasani.
Stosch heiratete am 18. Oktober 1845 in Koblenz Rosalie Ulrich (* 13. Dezember 1822 in Koblenz; ? 26. Juli 1902 in Mittelheim), die Tochter des königlich preußischen Geheimen Medizinalrats Dr. med. August Leopold Ulrich und der Auguste Hoffmann.
Militärischer Werdegang
Stosch begann seine militärische Karriere im Jahr 1829 im Kadettenkorps, wurde 1835 zum Leutnant befördert und besuchte von 1839 bis 1842 die Kriegsschule. Von 1844 bis 1847 war er in der topografischen Abteilung des Generalstabs und hatte anschließend weitere Stabsposten inne. 1856 wurde er Major und 1861 Oberst sowie Stabschef des IV. Armeekorps.
1866 wurde Stosch zum Generalmajor befördert und Oberquartiermeister der 2. Armee (Kronprinz_Friedrich_Wilhelm). Bis 1870 war er Direktor des Militärökonomie-Departements im Kriegsministerium, 1870 zum Generalleutnant befördert und war Generalintendant der Armee. Nach Ende des Deutsch-Französischen_Kriegs war er 1871 Stabschef der Besatzungsarmee in Frankreich.
Von Januar 1872 bis März 1883 war Stosch Chef der Admiralität mit dem Charakter eines Staatsminister ohne Geschäftsbereich. 1875 wurde er General der Infanterie und Admiral. Er war ein Freund des 99-Tage-Kaisers Friedrichs_III. und als Altliberaler ein Gegner der Innenpolitik Bismarcks, weshalb er 1883 wegen Meinungsverschiedenheiten mit diesem in den Ruhestand ging.
Stosch war Besitzer eines Weinguts in Mittelheim (Rheingau) und von 1872 bis zu seinem Tod (1896) Mitglied des Preußischen_Herrenhauses.
Wirken in der Flotte
Stosch verwandte große Energie darauf, wissenschaftliche Institute (Seewarte, hydrographisches Büreau und Marineakademie) zu schaffen, die deutsche Kriegsflotte beträchtlich zu vergrößern, den Bau der Schiffe auf einheimischen Werften zu ermöglichen und die straffe Disziplin der preußischen Landarmee auf die Marine zu übertragen. Das letztere Bestreben stieß allerdings vielfach auf Widerstand seitens der ältern Seeoffiziere. Auch für das Unglück von
SMS_Großer_Kurfürst wurde Stosch verantwortlich gemacht, zumal er den Admiral_Batsch eifrig in Schutz nahm. Er erhielt am 20. März 1883 auf sein Gesuch den Abschied.
Orden und Ehrenzeichen
• Schwarzer' target='blank'>Adler-Orden]
• le Mérite]
Literatur
* Ernst Schröder: Albrecht von Stosch, der General-Admiral Kaiser Wilhelms I. Eine Biographie. Ebering, Berlin 1939
• Handbuch des Adels], Adelige Häuser B Band XVIII, Seite 462, Band 95 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1989,
• Acta Borussica Band 6/I (1867-1878)
• Acta Borussica Band 6/II (1867-1878)
• Acta Borussica Band 7 (1879-1890)
• Acta Borussica Band 8/I (1890-1900)
• Acta Borussica Band 8/II (1890-1900)
Weblinks
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* (Korrektur)
*[http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/15/seite/0353/meyers_b15_s0353.html#Stosch Albrecht von Stosch]. In: Meyers Konversationslexikon, Leipzig 1888
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• Literaturliste im Online-Katalog der 1818
/'>GEBURTSORT=1896
/'>STERBEORT= VIDEO-NEWS UND ANGEBOTE

