Albrecht Fabri
Albrecht Fabri (Pseudonyme: Karl Albrecht, Albertin Charlus, Otto Rodenkirchen, 20. Februar 1911 in Köln, ? 11. Februar 1998 in Köln) war ein deutscher_Schriftsteller.Leben
Albrecht Fabri studierte Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft an den Universitäten in Köln und Bonn. Während dieser Zeit gehörte er (u.a. mit Max Bense und Stefan Andres) der
?Rheinischen_Gruppe_Progressiver_Künstler? um Goswin Peter Gath an. Nach dem Abbruch seines Studiums war Fabri freier Mitarbeiter der Zeitschrift ?Hochland? und des Rundfunks in München. Ab 1940 nahm er als Soldat der Wehrmacht am Zweiten_Weltkrieg teil, daran anschließend war er bis 1946 Kriegsgefangener. Von 1947 bis 1956 war er Lehrer an der Deutschen_Buchhändlerschule in Köln, danach für ein Jahr Leiter einer Schreibwerkstatt an der Hochschule_für_Gestaltung in Ulm. In den Fünfziger- und Sechzigerjahren war er freier Lektor des Rauch-Verlages in Düsseldorf und von 1968 bis 1970 des Limes-Verlages in Wiesbaden. Fabri, der mit einer Reihe bedeutender bildender_Künstler seiner Zeit (u.a. Max Ernst, HAP Grieshaber und Horst Antes) befreundet war, lieferte als freier_Schriftsteller Beiträge für Kulturzeitschriften wie ?Merkur? und ?Sprache im technischen Zeitalter? sowie für Rundfunk und Fernsehen, insbesondere für den Westdeutschen_Rundfunk.
Albrecht Fabris Werk umfasst Essays, Kurzprosa und Aphorismen; daneben war er Herausgeber der Zeitschrift ?Sisyphos? sowie Übersetzer aus dem Englischen, Französischen und
Niederländischen.
Albrecht Fabri war seit 1967 Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und seit 1996 Ehrenmitglied der Düsseldorfer_Kunstakademie. Er erhielt 1953 den Literaturpreis des
Kulturkreises_im_Bundesverband_der_Deutschen_Industrie sowie 1991 die Wilhelm-Heinse-Medaille der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur.
Werke
* Der schmutzige Daumen, München 1948
* Interview mit Sisyphos, Köln 1952
* Rede für Gottfried Benn, Wiesbaden 1956
* Der rote Faden, München 1959
* Variationen, Wiesbaden 1959
* Tangenten, Köln 1964
* Stücke, Köln 1971
* Reden zu Ausstellungen von Hann Trier, Aachen 1995
* Sprach- & Pinselspiele, Köln 1995 (zusammen mit Hann Trier)
* Divertimenti, Düsseldorf [u.a.] 1996
* Der schmutzige Daumen, Frankfurt am Main 2000
* Das Wort ist Schlüssel, Warmbronn 2004 (zusammen mit Erhart Kästner)
Übersetzungen
Alain: Die Pflicht, glücklich zu sein, Düsseldorf 1960
Alain: Spielregeln der Kunst, Düsseldorf 1961
Pieter J. Bouman: Verschwörung der Einsamen, München 1954 (übersetzt unter dem Namen Otto Rodenkirchen)
Jacques Cousseau: Der graue Hund, Düsseldorf 1960
René Daumal: Der Analog, Düsseldorf 1964
Georges Govy: Bei Anbruch des dritten Tages, Düsseldorf 1957
Casper Höweler: Der Musikführer, München 1952 (übersetzt unter dem Namen Otto Rodenkirchen)
* Das Karussell der Abenteuer, Köln 1947 (übersetzt zusammen mit Dorothea Behrend und Herbert Franke)
Chapman Mortimer: Madrigal, Düsseldorf 1961
Chapman Mortimer: Mediterraneo, Düsseldorf 1958
Ernst Pawel: Der dunkle Turm, Düsseldorf 1958 (übersetzt unter dem Namen Karl Albrecht)
Edgar Allan Poe: Vom Ursprung des Dichterischen und zwei andere Essays, Köln 1947
Literatur
* Wilfried Dörstel: Fabris kunstkritische Maximen, Köln 2000
Weblinks
* http://www.rheinische-literaturnachlaesse.de/index.php?id=00000019&article_id=24&letter=F&location=&estate_id=00000177&key=&tab=1&ref=00000017
* http://www.freitag.de/2000/39/00391601.htm

