Albert-Kanal
thumb|Albert-Kanal_bei_Kanne,_Belgisch-LimburgDer Albert-Kanal verbindet als künstliche Wasserstraße die beiden belgischen Städte Lüttich und Antwerpen. Der Bau dieses Kanales sollte den Anliegern an der Maas einen Zugang zur Nordsee ermöglichen, ohne dabei durch die Niederlande fahren zu müssen.
Die Länge des Kanals beträgt 129,5 km. Er wurde in den Jahren von 1930 - 1939 angelegt. Die offizielle Eröffnung erfolgte am 30. Juli 1939. Aufgrund des 2. Weltkriegs wurde der Kanal jedoch erst ab 1946 intensiv genutzt. Vor der Eröffnung dauerte eine Schiffsfahrt von Antwerpen nach Lüttich sieben Tage. Heute liegt die mittlere Dauer bei 18 Stunden.
Auf seinem Weg wird eine Höhendifferenz von ca. 56 m überwunden. Fünf Schleusen von ca. 10 m Höhe befinden sich in der Nähe der Städte Genk, Diepenbeek, Hasselt, Kwaadmechelen und Olen. Eine Schleuse mit einer Höhe von 5,45 m Höhe liegt bei Wijnegem.
Der Kanal wurde ursprünglich für Schiffe mit einer Last von 2.000 Tonnen konzipiert. Seit seiner Erweiterung im Jahr 1997 sind Schiffe der Schiffsklasse VI zugelassen (9.000 Tonnen).
Durch die Eröffnung des Main-Donau-Kanals am 25. September 1992 ist der Hafen von Antwerpen direkt mit dem Schwarzen_Meer verbunden.
Beim belgischen Grenzort Kanne, südlich der niederländischen Stadt Maastricht, durchbricht der Albert-Kanal ein Bergmassiv aus Kalkstein, den man dort Mergel nennt. Dieser bis zu 65 m tiefe Graben gab den Anlass zum Bau den Forts Eben-Emael.

