Albert Ziegler
Die Albert Ziegler GmbH & Co. KG gehört zu den größten Herstellern und Vertreibern von Feuerwehr-Fahrzeugen und feuerwehrtechnischem Zubehör in Europa. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Giengen an der Brenz in Baden-Württemberg und beschäftigt rund 600 Mitarbeiter. Der Umsatz lag 2005 bei über 110 Millionen Euro.
Unternehmensgeschichte
Albert Ziegler (1862?1910) gründete die Firma im Jahre 1890 zur Produktion von Schläuchen und Schlauchpflegegeräten mit fünf Flachwebstühlen und zehn Mitarbeitern in der ehemaligen Klingenmühle in Giengen an der Brenz. Auf der Weltausstellung 1894 in Antwerpen wurden die Feuerwehrschläuche der Firma ausgezeichnet.
Im Jahre 1918 übernahm Kurt Ziegler die Geschäftsführung, der das Unternehmen deutlich vergrößerte, in dem er 1922 das heutige Firmengelände am Ostrand der Stadt erwarb. Neuentwicklungen wie z. B. die Tragkraftspritze (1925), die erste elektrische Schlauchwaschmaschine (1930) und eine vollautomatische Schlauch-Aufhängevorrichtung (1958) ermöglichten es, die Marktstellung auszubauen. Unter dem neuen Geschäftsführer Günther Ziegler begann das Unternehmen 1953 mit dem Bau von Feuerwehrfahrzeugen. 1975 wurden die Wechselaufbauten eingeführt; die Fahrgestelle bezieht das Unternehmen überwiegend von Mercedes-Benz und MAN.
Heute ist Ziegler ein international aufgestelltes Unternehmen mit Standorten bzw. Beteiligungen in Spanien, Italien, Kroatien, den Niederlanden und Indonesien. Es wird ein komplettes Sortiment an Feuerwehrausrüstung angeboten, von der Uniform über den Hydrantenschlüssel bis zum Tanklöschfahrzeug.
Produkte
TLK 23/12
TLK ist die die herstellerbezogene Bezeichnung für eine Teleskopmastbühne (TMB) bzw. ein Teleskopmastfahrzeug (TMF) und steht für Teleskopmast mit Leiter und Korb. ?23/12? steht dabei für die Maximalrettungshöhe von 23 m bei einer Ausladung von 12 m.
Die angebaute Leiter findet man normalerweise nicht auf zivilen Hubarbeitsbühnen, da sie hauptsächlich im Bereich der Feuerwehr Anwendung findet. Für Feuerwehren in Deutschland ist sie bis zu einer gewissen Höhe Pflicht, für Feuerwehren in Österreich ist sie optional. Die Bezeichnung wird auch von Feuerwehren übernommen; Feuerwehren in Tirol benennen ihre Hubarbeitsbühnen beispielsweise ebenfalls mit TLK.
Literatur
* Axel Johanßen: Ziegler ? 50 Jahre Fahrzeugbau für die Feuerwehr. Galunder, Nümbrecht 2003, ISBN 3-89909-025-X.
Weblinks
• Homepage der Albert Ziegler GmbH & Co. KG

