Albert Sigismund Jaspis
Albert Sigismund Jaspis (15. Februar 1809 in Nossen (Sachsen); ? 20. Dezember 1885 in Stettin) war ein lutherischer Theologe und Generalsuperintendent von Pommern.Albert Sigismund Jaspis wurde als Sohn des Gerichtsdirektors und Jurispracticus Gotthelf Sigismund Jaspis und seiner Ehefrau Johanna Auguste Günther geboren. Er besuchte das Gymnasium Freiberg (Sachsen) und studierte ab 1827 Theologie an der Universität Leipzig. In den Jahren 1831 und 1832 absolvierte er die theologischen Examina vor dem Sächsisch Königlichen Ober-Konsistorium und erwarb auch den philosophischen Magistergrad.
Von 1832 bis 1835 war er als Katechet und Nachmittagsprediger an der Peterskirche in Leipzig tätig, bevor er 1835 durch den Patron Fürst Otto Viktor von Schönburg-Waldenburg zum Pfarrer in Lugau berufen wurde. Hier heiratete er am 3. August 1835 Amalie Jaspis, die Tochter des verstorbenen Püchauer Pfarrers.
1838 berief ihn wiederum das Fürstlich Schönburgsche Patronat in eine Diakonusstelle in Lichtenstein_(Sachsen) und gleichzeitig zum Pfarrer von Rödlitz.
Im Jahre 1845 übernahm Jaspis die dritte Pfarrstelle der lutherischen Gemeinde in Elberfeld, die er zehn Jahre inne hatte. Dann folgte der Ruf zum Generalsuperintendenten von Pommern in Stettin in der Nachfolge von Carl Ritschl. Dreißig Jahre versah er dieses Amt bis zu seinem Tode im 77. Lebensjahr. Sein Nachfolger wurde Heinrich Poetter.
Werke
* Erinnerungen an eine Zeit, wo es trübe und finster war, dargeboten in 14 Predigten aus den Leidensjahren 1846 und 1847, 1847
* Natur und Gnade in unserem Geistesleben. 2 Predigten, 1852
* Predigt, gehalten am 15. Oktober 1803, als am Geburtstage Sr. Majestät Friedrich Wilhelm IV., 1853
* Der Kleine Katechismus Luthers, aus sich selbst erklärt wie aus der Heiligen Schrift, 1854
Siehe auch
Pommersche Evangelische Kirche
Literatur
* Bloth, Hugo Gotthard, Die Kirche in Pommern. Auftrag und Dienst der evangelischen Bischöfe und Generalsuperintendenten der pommerschen Kirche von 1792 bis 1919, (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern, hg. v. Rodericht Schmidt, Reihe V: Forschungen zur pommerschen Geschichte, Heft 20), Köln/Wien, 1979 - ISBN 3-412-03478-9

