Albert Schreiner
Albert Schreiner (• August] 1892 in Aglasterhausen/Baden, ?4. August 1979 in Berlin) war ein kommunistischer Politiker und HistorikerLeben
Jugend und Novemberrevolution
Der Sohn eines SPD-Funktionärs, wurde 1910 SPD-Mitglied und gehörte dort zum linken Flügel. Im Ersten Weltkrieg war er beim Spartakusbund, dann Gründungsmitglied der KPD. In der Novemberrevolution 1918 spielte er in Stuttgart eine bedeutende Rolle. Am 8. November 1918 wurde er Kriegsminister der ersten Revolutionsregierung. (Weil der Spartakusbund Regierungsbeteiligung ablehnte, wurde er aus prinzipiellen Erwägungen wieder zurückgezogen.)
KPD-Funktionär
Bis 1922 war er angestellter Funktionär der KPD in Württemberg. Am 4. Weltkongress der Komintern nahm er als Delegierter teil. Im Jahr 1923 arbeitete er im Militärapparat der KPD, war dann als M-Leiter des Bezirks Wasserkante am Hamburger Aufstand beteiligt.
1924 besuchte er die Militärfachschule in Moskau und wurde im selben Jahr einer der Führer des neu gegründeten Rote_Frontkämpferbund (RFB) und Chefredakteur von dessen Organ Rote Front. 1927 wurde er zum 11. Parteitag der KPD in Essen delegiert.
KPO und Exil
In der Korruptionsaffäre um Willy Leow (zweiter Vorsitzender des RFB) nahm er kritisch Stellung. Schreiner, in dieser Zeit als sog. KPD-?Rechter? tituliert, verlor alle Funktionen im RFB und wurde 1929 aus der KPD ausgeschlossen.
Er trat der Kommunistischen_Partei-Opposition (KPO) um Heinrich Brandler und August Thalheimer bei, arbeitete an "Gegen den Strom", dem theoretischen Organ der KPO mit und war Mitglied sowohl in der Berliner- Bezirksleitung als auch in der Reichsleitung der Organisation. Im Oktober 1932 trat Schreiner überraschend aus der KPO aus und nach Kritik seiner Ortsgruppe wieder ein. Brandler widersetzte sich seiner Wiederaufnahme.
1933 emigriert Schreiner nach Frankreich und wurde erneut KPD-Mitglied, war dann Sekretär des Thälmann-Komitees und während des spanischen_Bürgerkriegs Stabschef der 13._Internationalen_Brigade. Nach der Niederlage 1939 floh er nach Marokko und wurde dort interniert.
Es folgte von 1941-1946 die Emigration in die USA. 1942 gehörte er zu den Mitbegründern der "German American Emergency Conference" und 1944 zu den Mitbegründern des "Council for a Democratic Germany (CDG)".
Rückkehr
Ende 1946 kehrt er nach Deutschland zurück, trat 1946 der SED bei und wurde 1947 Professor in Leipzig, später Dekan der Gesellschaftswissenschaftlichen_Fakultät. Schreiner publizierte verschiedene Bücher. 1950/52, in der Kampagne gegen ehemalige KPO-Mitglieder, wurde er wegen seiner ehemaligen KPO-Funktionärstätigkeit kurzzeitig diskriminiert. 1953 erhielt er eine Stelle beim Museum_für_Deutsche_Geschichte und wurde 1956 in die Akademie der Wissenschaften der DDR aufgenommen. Albert Schreiner starb am 4. August 1979 in Berlin.
Links
*
Werke
* Die deutsche Sozialdemokratie. Vierzehn Jahre im Bunde mit dem Kapital, Berlin, 1928 (gemeinsam mit 1892
/'>GEBURTSORT=1979
|STERBEORT=Berlin
}}

