Albert Schönberger
Albert Schönberger (1949 in Augsburg) ist ein deutscher Organist und Kirchenmusiker.Albert Schönberger studierte an der Kirchmusikschule in Regensburg, wo er das B-Examen und Baccelaurat für Orgel erreichte, und an der Staatlichen Hochschule für Musik und München, an der er sein Diplom als Kirchenmusiker machte. 1981 wurde er Dompfarrorganist in Mainz und Dozent am Bischöflichen Institut für Kirchenmusik; 1983 auch Dozent für künstlerisches Orgelspiel und Orgelimprovisation an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Nachdem sein Vorgänger Monsignore Heino Schneider 1985 in den Ruhestand gegangen war, ernannte ihn Bischof Karl Lehmann am 1. März zum neuen Domorganisten am Mainzer Dom. 1994 gab er seine Lehrtätigkeit an der Universität auf.
Neben seinem Schwerpunkt "Improvisation" betätigt sich Schönberger in jüngerer Zeit mit Komponieren. Seine Werke für Orgel, Orgel, Sopran & Orgel sowie gemischten Chor finden guten Anklang. Insbesondere ragen aus seinen Kompositionen Oratorien für Solisten, Streicher, Bläser, Orgel und Sprecher heraus. Er versteht seine Musik als "Einblendung", mit welcher textliche Aussagen, die den Hintergrund für seine Musik bilden, eine besondere Unterstreichung bzw. Betonung und Hervorhebung erfahren.
Ebenso wecken sein "Tauflied Segne dieses Kind" sowie die von ihm erdachten "Mainzer Bibelgesänge" große Aufmerksamkeit. Seine erste Kantate über das Adventlied "O komm, o komm Emanuel", für Sprecher/Bariton, Sopran, Bläserquintett, 2 Trompeten-Soli und Orgel erfuhr am 29. November 2005 im Mainzer Dom die Uraufführung.
Schönberger versteht seine Musik als Klang-Bild, das den Hörer mit-hereinnehmen soll in die Ausarbeitung eines Gedankens oder Themas. Sein Konzept, Musik als "Verlängerung des musikalisch-liturgisch-theologischen Gedankens", den er in Konzerten, Orgelmatineen und Orgelabenden darbietet, ist weit über das Mainzer Bistum hinaus bekannt geworden. Darüber hinaus konnte er sich auf internationaler Ebene auch durch Konzerte und Meisterkurse in Fachkreisen einen Namen machen.
Da die Konzeption der Mainzer Domorgel und die schwierige Akustik des Domes barocke Orgelliteratur etwa von Johann Sebastian Bach nicht bevorzugt, liegt der Schwerpunkt seiner musikalischen Darbietung und Interpretation dort auf den Werken der Romantik, der Moderne und der Freien Improvisation.
Insgesamt hat Schönberger bislang eine Reihe von CDs eingespielt, unter denen sich auch Aufnahmen von anderen Orgeln befinden. Das Oratorium "Auf Wiedersehen im Himmel" ist, als Live-Mitschnitt der Uraufführung im Mainzer Dom 2004, beim Bischöflichen Ordinariat,Büro Domorganist, erhältlich. Im Innsbrucker Dom erfährt dieses Werk nach der dortigen Wiedergabe im Juni 2005 nun am 1. Adventsonntag 2005 seine zweite Aufführung dort.
Weblinks
• Homepage von Albert Schönberger (dort auch Klangbeispiele)
• Zusammenfassung eines Interviews mit Albert Schönberger

