Albert Kiekebusch
Albert Kiekebusch (8. März 1870 in Waßmannsdorf; ? 27. Juni 1935 in Berlin) war ein deutscher Prähistoriker.Kiekebusch war zunächst Volksschullehrer, nach der Promotion 1908 bei Gustaf Kossinna dann Mitarbeiter des Märkischen_Museums in Berlin. Im Gegensatz zu seinem Lehrer Kossinna sah er als Aufgabe der Siedlungsarchäologie jedoch nicht nur die Rekonstruktion von Stammes- und Volksgebieten, sondern auch die Erforschung der Siedlungen selbst.
Kiekebusch trug viel zur Siedlungsgeschichte in Berlin und Brandenburg bei. Zu nennen sind seine Siedlungsgrabungen, die er 1913/14 in Lagardesmühlen, heute Kostrzyn-K?o?nica (röm. Kaiserzeit), 1910-1914 in Berlin-Buch (Bronzezeit) durchführte.
Publikationen (Auswahl)
*Das Aufsuchen und Feststellen vor- und frühgeschichtlicher Siedlungsspuren. Korrbl. Anthr. Ethn. Urgesch. 46, 1915, 37-56.
*Die Ausgrabungen des bronzezeitlichen Dorfes Buch bei Berlin. Deutsche Urzeit 1 (Berlin 1923)
*Bilder aus der märkischen Vorzeit. - Für Freunde der heimischen Altertumskunde insbesondere für die Jugend und ihre Lehrer (Berlin 1917)
Literatur
*H. Tron, Die kaiserzeitliche Siedlung von Kostrzyn-Klosnica (ehem. Lagardesmühlen). Die Grabungen Albert Kiekebuschs in den Jahren 1913-1914. EAZ 44, 2003,
*B. Wanzek, Die bronzezeitliche Siedlung in Berlin-Buch. Geschichte einer Ausgrabung und Ausstellung. Teil 1: Forschungsgeschichte. Berliner Beitr. zur Vor- und Frühgesch. N.F. 10 (2001)
*B. Wanzek, Die jungbronzezeitliche Großsiedlung von Berlin-Buch. Erste Vorlage ausgewählter Funde und Befunde. In: II. Deutsch-Polnisches Archäologen Treffen / Oder - Hindernis oder Brücke für die Kulturexpansion? (Zielona Góra 2004) 37-76.
Weblinks
*

