Albert Kasimir von Sachsen-Teschen
Albert Kasimir August Ignaz Pius Franz Xaver zu Sachsen, Herzog von Teschen (11. Juli 1738 in Moritzburg bei Dresden; ? 10. Februar 1822 in Wien) war ein bedeutender Kunstmäzen. Er ist der Begründer der Albertina, der größten Graphiksammlung der Welt.Leben
Er war ein nachgeborener Sohn des Kurfürsten Friedrich_August_II. von Sachsen. 1765 heiratete er Marie_Christine, eine Tochter Maria Theresias. Während der Hochzeit wurde schwarz getragen, da kurz zuvor sein Schwiegervater Franz_Stephan_von_Lothringen gestorben war. Die Ehe war eine der wenigen Liebesheiraten unter den Kindern Maria Theresias und auch eine der glücklichsten. Er wurde aus der Erbmasse seines Schwiegervaters mit Gütern um Teschen (Österreichisch Schlesien) ausgestattet und nannte sich fortan Herzog von Teschen.
1765?1780 fungierte er als Statthalter von Ungarn in Pressburg (mit dem Sommersitz in Schloss Halbturn), anschließend als Generalgouverneur der Österreichischen_Niederlande, wo er in Brüssel Schloss Laeken erbauen ließ. Auch dieses Schloss diente schon zur Unterbringung seiner Kunstsammlung. Von den Revolutionskriegen aus Brüssel vertrieben, ließ das Paar sich in Wien nieder, wo das Palais von Emanuel Teles de Silva von Louis Montoyer für ihn umgebaut wurde. In diesem Palais befindet sich noch heute die nach ihm benannte Albertina. Von seiner Kunstsammlung konnte er nur zwei Drittel nach Wien retten, da eines der Transportschiffe unterging.
Nach dem frühen Tod seiner Frau 1798 an einer Magenkrankheit ließ er eine Wasserleitung bauen und lebte nur noch für seine Kunstsammlung, die auf seinen Neffen und Adoptivsohn Erzherzog_Karl überging. In der zum Komplex der Hofburg gehörenden Augustinerkirche ließ er von Antonio Canova ein Grabmal für seine Frau errichten.
Weblinks
• Eintrag in der ADB

