Albert Ilg
Albert Ilg (11. Oktober 1847 in Laimgrube, heute zu Wien gehörend; ? 28. November 1896 Wien) war ein österreichischer Kunsthistoriker.Der Mitarbeiter Rudolf Eitelbergers gab in dessen Nachfolge die "Quellenschriften zur Kunstgeschichte" heraus. Er war Kustos des Kunsthistorischen_Museums Wien.
Sein Hauptwerk ist die erste Monographie zu Johann Bernhard Fischer von Erlach. Mit diesem Werk ergriff er eine Initiative zur kunsthistorischen Neubewertung des Barock. Zugleich war er Promotor des Neubarock als österreichischer "Nationalstil". Dazu veröffentlichte er das Pamphlet "Die Zukunft des Barockstils. Eine Kunstepistel" unter dem Pseudonym Bernini der Jüngere.
Nach seinen Vorgaben wurde die Innenausstattung des Kunsthistorischen Museums Wien sowie der Skulpturenschmuck der Hofburg (Neue Burg) in Wien gestaltet.
Literatur
Albert Ilg und die ?Erfindung? des Barocks als österreichischer ?Nationalstil?, Aufsatz von Peter Stachel im Sammelband: Moritz Csáky, Federico Celestini, Ulrich Tragatschnig (Hg.), Barock ? ein Ort des Gedächtnisses. Interpretament der Moderne/Postmoderne, Wien-Köln-Weimar 2007, S. 101?152. ISBN 978-3-205-77468-6.

