Albe
right|230px|thumb|Albe_eines_DiakonsDie Albe (von lateinisch alba: die weiße) ist ein aus der antiken Tunika hervorgegangenes, knöchellanges Gewand aus weißem oder heute auch naturfarbenen Leinen. Traditionell von katholischen Priestern als liturgisches_Untergewand über der Soutane, aber unter dem Messgewand getragen, wird die Albe heute als Grundgewand all derer angesehen, die im Gottesdienst eine Aufgabe übernehmen oder einen Dienst versehen, z. B. Ministranten, Lektoren, Kommunionhelfer.
Die Albe wird traditionell mit einem Zingulum geschürzt und zusammengehalten.
Heute werden zunehmend auch Alben verwendet, die als Mantelalbe geschnitten sind.
In der evangelischen Kirche wurde historisch das Chorhemd, das bis ins 20. Jahrhundert in einigen Gegenden (z. B. in Sachsen) bei Abendmahlsgottesdiensten über dem Talar getragen wurde, als Albe bezeichnet. Die Albe in ihrer modernen Form (häufig auch falsch als "weißer Talar" bezeichnet) hat an Akzeptanz gewonnen, insbesondere auch durch ökumenischen Austausch. Auch wird sie hier und da zu besonderen liturgischen Anlässen von Pastoren, in einigen Gemeinden als Amtstracht von Lektoren und Prädikanten, getragen.
In der Selbständigen_Evangelisch-Lutherischen_Kirche wird die Albe sowohl zu Predigt- als auch zu Abendmahlsgottesdienstes vom Pfarrer mit Stola entsprechend des Kirchenjahres getragen.

