Albanische Sprache
]|wie Z in dt. Zar
|cigare (Zigarette)
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|align="center" |ç
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|wie Tsch in dt. Tscheche
|çast (moment)
|-----
|align="center" |dh
|align="center" |[]
|wie th in engl. this
|dhomë (Zimmer)
|-----
|align="center" |ë
|align="center" |[]/[]
|betont: wie ö in dt. möchte; unbetont: e wie in dt. Matte (Schwa),
am Wortende oft kaum hörbar.
/'>hënë (Mond)
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|align="center" |gj
|align="center" |[]
|ähnlich wie dj in dt. Nadja
|gjithë (alles)
|-----
|align="center" |ll
|align="center" |[]
|wie ? in Kölschen und Niederländischen
|fillim (Anfang)
|-----
|align="center" |nj
|align="center" |[]
|wie gn in ital. lasagne
|njoh (kennen)
|-----
|align="center" |q
|align="center" |[]
|ähnlich wie tj in dt. Matjes
|qen (Hund)
|-----
|align="center" |r
|align="center" |[]
|einschlägiges Zungenspitzen-r
|tre (drei)
|-----
|align="center" |rr
|align="center" |[]
|gerolltes Zungenspitzen-r wie im Bairischen
|rrugë (Straße)
|-----
|align="center" |sh
|align="center" |[]
|wie Sch in dt. Schule
|shkollë (Schule)
|-----
|align="center" |th
|align="center" |[]
|wie th in engl. think
|thikë (Messer)
|-----
|align="center" |x
|align="center" |[]
|stimmhaftes c, ähnlich wie ds in engl. brands
|lexoj (lesen)
|-----
|align="center" |xh
|align="center" |[]
|wie Dsch in dt. Dschungel
|xhaxhai (Onkel)
|-----
|align="center" |y
|align="center" |[]
|wie ü wie in dt. grün
|pyll (Wald)
|-----
|align="center" |zh
|align="center" |[]
| stimmhaftes sch, wie j wie in frz. journal
| zhurmë (Lärm)
|}
Phonologie
Das Toskisch-Albanische (Süd-Albanien, Arvanitika (Griechenland), Arbëresh (Italien, Kroatien), Süd-Mazedonien) hat 29 Konsonanten und 7 Vokalphoneme. Die Betonung liegt meist auf der vorletzten Silbe. Das Gegisch-Albanische (Nord-Albanien, Kosovo, Nord-Mazedonien, Montenegro) besitzt darüber hinaus noch diese Konsonanten, Vokalphoneme und Nasalvokalen, die im Toskischen fehlen : , , , , , , , , ,
Grammatik
Die Grammatik des Albanischen weist in der Struktur Ähnlichkeiten vor allem mit dem Französischen (v.a. die Subjonctifform "que je...que tu..." Albanisch:"që të..."), Rumänischen, Bulgarischen, Mazedonischen, aber auch mit der serbischen Form des Neu-?tokavischen (siehe auch Balkansprachen, Sprachbund-Theorie).
1. Nomina: Die albanische Sprache kennt zwei Geschlechter: Maskulinum und Femininum. Neutra finden sich nur noch als Relikte in der heutigen Sprache.
Albanische Substantive haben immer zwei Grundformen: bestimmt und unbestimmt. Dies entspricht ungefähr den deutschen Substantiven, die einen bestimmten oder unbestimmten Artikel bei sich führen. Die syntaktischen Funktionen sind aber nicht ganz deckungsgleich. Das bestimmte albanische Nomen hat eine Artikelendung.
Beispiel: (një) dollap = (ein) Schrank; dollapi = der Schrank.
Im Gegensatz zum Deutschen gilt dies auch für (Eigen-)Namen: Bedeutung hat die Unterscheidung von bestimmter und unbestimmter Form somit für die Richtigkeit von Lexikoneinträgen albanischer Orte und Personen in Fremdsprachen. Bei Städten, die bestimmt auf -a enden (z.B. "Tirana"), wird im Deutschen in Anlehnung an die italienische Praxis diese Form verwendet. Endet ein Name bestimmt auf -i (z.B. "Durrësi") wird die unbestimmte endungslose Form (in diesem Fall "Durrës") bevorzugt. Siehe dazu auch Liste der Städte in Albanien. Auf albanischen Landkarten wird dagegen normalerweise durchgehend die unbestimmte Form verwendet.
Sehr formenreich und unregelmäßig ist die Pluralbildung der albanischen Substantive. Insgesamt existieren etwa 100 Klassen, nach denen die Mehrzahl gebildet wird. Einige umfassen nur sehr wenige Wörter, andere sind häufig vertreten.
Die Deklination umfasst wie im Lateinischen fünf Fälle. Der 6. Fall Vokativ wird nur in der Anrede gebraucht und ist dort optional. Die Deklination hängt ab vom Genus des Wortes, seiner Bestimmtheit und ob es in der Einzahl oder Mehrzahl steht. Die Flexion erfolgt sowohl über Wortendungen als auch mit Hilfe vorangestellter Artikel. Im Vergleich zur Pluralbildung sind die Deklinationen einfach und regelmäßig.
2. Pronomina: Die persönlichen Fürwörter im Albanischen lauten:
* 1. Person Einzahl: unë = ich
* 2. Person Einzahl: ti = du
* 3. Person Einzahl: ai, ajo = er, sie
* 1. Person Mehrzahl: ne = wir
* 2. Person Mehrzahl: ju = ihr sowie Anredeform (deutsch: "Sie")
* 3. Person Mehrzahl: ata, ato = sie (männlich), sie (weiblich)
Als Höflichkeitsform wird im Albanischen die 2. Person Mehrzahl verwendet.
3. Adjektive: Die Adjektive stehen normalerweise hinter dem Substantiv, das sie näher beschreiben. Ein Großteil von ihnen hat einen vorangestellten Artikel i (männlich) oder e (weiblich). Beispiel: qyteti i madh = die große Stadt; motra e madhe = die große Schwester. Ein anderer Teil der Adjektive hat keinen Artikel. Beispiel: qyteti plak = die alte Stadt (da "plak" mehr menschliches Alter bestimmen soll, wird im alltäglichen Sprachgebrauch in diesem Fall "qyteti i vjetër" benutzt, wobei "vjetër" meist nichtmenschliches wiedergibt).
4. Präpositionen, Adverb und Partikel: Präpositionen verlangen im Albanischen entweder den Dativ oder den Akkusativ.
5. Satzbau: Eine Besonderheit, die das Albanische mit anderen Sprachen teilt, ist die so genannte Objekt-Verdopplung.
Sprachbeispiel
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 1:
:Të gjithë njerëzit lindin të lirë dhe të barabartë në dinjitet dhe në të drejta. Ata kanë arsye dhe ndërgjegje dhe duhet të sillen ndaj njëri tjetrit me frymë vëllazërimi.
: Deutsch: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.
Literatur
Sprachdenkmäler:
* Eqrem Çabej (Hrsg.): Meshari des Eintrag zur albanischen Sprache in der Enzyklopädie des Europäischen Ostens
• Fjalor.de Online-Wörterbuch Albanisch-Deutsch
• Englisch-Albanisches Online-Wörterbuch
• Eine der wenigen Schulen mit Albanisch im Angebot
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hsb:Alban??ina

