Geschichte Albaniens
Vorgeschichte
Erste Spuren von menschlicher Besiedlung auf dem Gebiet des heutigen Staates Albanien stammen aus der Altsteinzeit. Den Funden aus Xara südlich von Saranda und Gajtan bei Shkodra wird ein Alter von bis zu 100.000 Jahren zugeordnet. Für die Periode von etwa 30.000 bis 10.000 vor Christus wurden rund ein Dutzend Siedlungsorte nachgewiesen.
Sehr zahlreich sind die Funde aus der Jungsteinzeit. Die Menschen wurden sesshaft. Im Kreis Korça wurden bei Dunavec und Maliq größere Siedlungen im Stil von Pfahlbauten gefunden. Aus dieser Zeit stammen auch zahlreiche wertvolle Keramiken. Während der Kupfersteinzeit wurde auch in Albanien Kupfererz gewonnen. Während der Bronzezeit entstanden erste Befestigungsanlagen.
Die Eisenzeit ging einher mit großen Umbrüchen, die in Zusammenhang mit den einwandernden Indogermanen zu sehen sind. Vor allem in Nordalbanien wurde Eisenerz abgebaut, was auch den überregionalen Warenaustausch ankurbelte. Es entstanden immer größere Befestigungen sowie ? als neues Bestattungsritual ? zahlreiche Hügelgräber, zu deren bedeutendsten diejenigen von Pazhok (Elbasan), Barça (Korça) und Piskova (Përmet) zählen. Aus der Region des Kleinen_Prespasees stammen die ältesten Höhlenmalereien Albaniens (bei Tren), die ebenfalls in dieser Zeit entstanden.
Antike
In der Antike war der westliche Balkan und damit auch das Territorium des heutigen Albanien von illyrischen_Stämmen besiedelt, auf die die Albaner ihre Abstammung zurückführen. Seit dem 6. Jahrhundert vor Christus entstanden an der albanischen Küste griechische Kolonien. So sind zum Beispiel die Städte Lezha (griech. Lissos), Durrës (griech. zuerst Epidamnos, später Dyrrachion), Apollonia und Butrint (griech. Buthroton) Gründungen griechischer Siedler gewesen. Seit dem 5. Jahrhundert gelang es einigen illyrischen Stammesfürsten, kurzlebige Reiche zu gründen, die nach dem Tod des jeweiligen Potentaten zumeist schnell wieder zerfielen. 250 - 231 v. Chr. herrschte König Agron, unter seiner Herrschaft hatten die Illyrer ihre stärkste Zeit, die Ausdehnung ihres Territorium war damals demenstsprechend am größten. 231 - 229 v. Chr. herrschte Teuta als Königin der Illyrer. Sie stützte sich auf eine eigene Flotte, deren Raubzüge auch den Handel der römischen Republik gefährdeten. Die Römer wollten diese Gefahr ausschalten und begannen deshalb mit der Expansion nach Illyrien. Die Illyrer oder einzelne illyrische Stämme gelten als mögliche Vorfahren der Albaner. Es fehlen aber sowohl der Beweis für den Ursprung der albanischen_Sprache aus dem Illyrischen, wie auch klare Hinweise auf eine andere Abstammung der Albaner, deren Sprache weder slawisch noch romanisch ist.
229 - 228 kam es zum ersten von zwei Römisch-Illyrischen_Kriegen, in dessen Ergebnis die Griechenstädte Apollonia und Dyrrachium in Mittelalbanien römisches Protektorat wurden. Die vollständige Integration Illyriens in das Römische Reich war erst unter Kaiser Augustus abgeschlossen. 27 v. Chr. wird unter Einbeziehung Dalmatiens und Pannoniens die Provinz Illyrien eingerichtet.
Das Christentum hat sich in Albanien früh ausgebreitet. Der Apostel Paulus hat nach eigener Aussage das Evangelium bis nach Illyrien gebracht (Röm 15,19) und Apollos soll nach altkirchlicher Tradition Bischof in Durrës gewesen sein. Christliche Sakralbauten gab es, wie archäologisch nachgewiesen wurde, seit dem 4. Jahrhundert. Als 395 das Römische Reich in eine westliche (lateinische) und eine östliche (griechische) Hälfte geteilt wird, fällt der nördliche Teil Albaniens an das Westreich, der Süden an das Oströmische bzw. Byzantinische Reich. Deshalb ist unter den christlichen Konfessionen bis heute die katholische in Nordalbanien die dominierende, im Süden dagegen gibt es vor allem orthodoxe Christen.
Mittelalter
Zunächst gehörte das Gebiet des heutigen Albaniens zum Völkerwanderung siedelten sich in weiten Teilen Albaniens auch Slawen an. Zahlreiche slawische Ortsnamen erinnern bis heute daran. Mittel- und Südalbanien waren vom Ende des 9. Jahrhunderts an Teil des Bulgarischen Reiches. Von Ohrid aus wurde die bulgarische Kirchenorganisation nach Westen ausgedehnt. So wurde das Bistum Berat als Suffragan von Ohrid im 10. Jahrhundert wiedererrichtet.
Zwischen 980 und 1014 wurden die albanischen Gebiete von den Byzantinern schrittweise zurückerobert. Seit Ende des 11. Jahrhunderts führten mehrere Kriegszüge süditalienischer Normannenheere in Richtung Thessaloniki durch Albanien. Am 18. Oktober 1081 schlägt Robert Guiskard den griechischen Kaiser Alexios Komnenos in einer großen Schlacht bei Durrës. Die Normannen können sich aber nicht auf Dauer an der albanischen Küste behaupten.
Als Folge des 4._Kreuzzugs (1204) brach die byzantinische Herrschaft auch in Albanien zusammen. Die albanischen Gebiete zerfielen in zahlreiche kleine Fürstentümer oder wurden zeitweise von auswärtigen Mächten (Serbien, Königreich Neapel, das griechische Despotat Epiros, Republik Venedig) beherrscht. 1272 gelang es Karl_von_Anjou, König von Neapel, die Küstengebiete von Durrës bis Vlora zu unterwerfen. Er begründete ein kurzlebiges Regnum Albaniae, indem er eine Reihe lokaler Dynasten zwang, seine Oberherrschaft anzuerkennen.
1343-1347 konnte Zar_Stefan_Du?an das Gebiet des heutigen Albanien seinem Reich angliedern, doch schon bei seinem Tod 1355 gewinnen die lokalen Fürsten ihre Unabhängigkeit zurück.
Im 14. Jahrhundert konnte sich der einheimische Fürst Karl Thopia ein größeres Herrschaftsgebiet schaffen. Anfang des 15. Jahrhunderts war die Familie Ballsha (serb. Bal?ici) bedeutend. Während der unübersichtlichen Machtverhältnisse im Hoch- und Spätmittelalter vollzog sich die Ethnogenese des albanischen Volkes. Dieser Vorgang ist wenig erforscht und sein tatsächlicher Verlauf unter den Historikern sehr umstritten. Die albanische Ethnie scheint in den mittel- und nordalbanischen Gebirgslandschaften entstanden zu sein. Es handelte sich um eine Wanderhirtenkultur (im Sommer in den Bergen, im Winter in den Küstenebenen). Diese Mobilität scheint die Ausbreitung der Albaner und ihrer Sprache im Mittelalter sehr begünstigt zu haben. Jedenfalls sind sie bereits im 14. Jahrhundert in größerer Zahl in Thessalien bezeugt. Zur selben Zeit waren sie in weiten Teilen des heutigen Albanien sowie in Teilen von Kosovo und Epiros die größte ethnische Gruppe.
In der Mitte des 15. Jahrhunderts gelingt es dem Fürsten Skanderbeg aus Kruja, die Albaner zum erfolgreichen Abwehrkampf gegen die Osmanen zu einen. Obwohl der Papst ihn deshalb als Athleta Christi bezeichnete, bemühte sich der Fürst von Kruja erfolglos um feste Bündnisse mit den Mächten des Westens und die Albaner blieben im Kampf gegen die Türken weitgehend auf sich selbst gestellt. Noch heute gilt Skanderbeg den Albanern als Nationalheld..
Herrschaft der Osmanen
Erst nach dem Tod Skanderbegs konnten die Türken 1478 Albanien vollständig besetzen. Sie beherrschten das Land mehr als 400 Jahre. Große Teile der Bevölkerung traten teils unter Zwang teils bewogen durch gesellschaftliche und ökonomische Anreize zum Islam über. Spätestens im 17. Jahrhundert waren die Muslime in der Mehrheit. Die Albaner waren das einzige Balkanvolk, das mehrheitlich den Glauben der osmanischen Eroberer angenommen hat. Dies führte dazu, dass nicht wenige Albaner Karriere in der osmanischen Verwaltung und im Heer machten und Stellungen erlangten, die den christlichen Untertanen des Sultans verschlossen blieben.
Albanien war in mehrere Vilayets gegliedert, die alle auch Gebiete außerhalb des heutigen Staatsgebietes umfassten. Das Land gehörte ? wie auch schon zu byzantinischer Zeit ? zu den Randgebieten des Reiches. Nicht zuletzt die Unterbrechung der Handelsbeziehungen nach Italien und dem übrigen Europa schadeten der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung. Während der Süden Anteil an der orientalischen Stadtkultur hatte, verblieben die nördlichen Gebirgsregionen in archaischen Stammestraditionen. Im Norden hatte die türkische Herrschaft nie richtig Fuß gefasst; der Katholizismus blieb hier erhalten. Der kulturelle und wirtschaftliche Verfall des Osmanischen Reiches wirkte sich im 18. Jahrhundert auch stark auf die albanischen Gebiete aus. An der Wende zum 19. Jahrhundert versuchte der albanische Pascha Ali_von_Tepelena eine vom Sultan unabhängige Herrschaft zu begründen. Auch die Familie Bushati schuf sich in der Region um Shkodra Anfang des 19. Jahrhunderts ein halbautonomes Gebiet, das die Hohe Pforte erst im Zuge der Tanzimat-Reformen wieder unter ihre Kontrolle brachte.
1865 teilte die osmanische Regierung das albanische Siedlungsgebiet auf vier Vilayets auf: Shkodra, Kosova, Ioannina und Monastir. Diese administrative Neuordnung verärgerte die nordalbanischen Stämme, die befürchteten, ihre Selbstverwaltung und Steuerfreiheit zu verlieren. Osmanische Truppen konnten zwar lokale Aufstände in den zugänglichen Küstenebenen niederschlagen, sich in den Bergen aber nicht durchsetzen. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen haben die ohnehin schwache Wirtschaft in den albanischen Vilayets schwer getroffen. Die schlechte Wirtschafts- und Sicherheitslage trieb vor allem viele Tosken aus dem Süden Albaniens in die Emigration. Zielländer waren Rumänien, Ägypten, Bulgarien, Italien und später die USA. Auch die osmanische Hauptstadt Istanbul hatte im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts einen verstärkten Zuzug von Albanern zu verzeichnen.
Nationalbewegung
Erst in dieser Zeit entwickelte sich als Reaktion auf die anderen südosteuropäischen Nationalismen langsam ein albanisches Nationalbewusstsein. Die sozialen Voraussetzungen dafür waren denkbar ungünstig, denn es gab praktisch keine albanische Gesellschaft und Öffentlichkeit. Vor allem im Norden spielte sich das soziale Leben ausschließlich innerhalb patriarchalisch strukturierter Familienverbände (alb. fis) und Stämme ab. Mittel- und Südalbanien dagegen wurde von konservativen Großgrundbesitzern beherrscht, die die Masse der Bevölkerung in quasi-feudaler Abhängigkeit hielten und sich selbst zur osmanischen Oberschicht zählten. Zudem waren die Albaner religiös in Sunniten, Bektaschi, Katholiken und Orthodoxe gespalten, so dass anders als etwa bei den Serben und Griechen auch die Religion nicht identitätsstiftend für die albanische Nation sein konnte. Gleichwohl spielten Geistliche der unterschiedlichen Bekenntnisse eine wichtige Rolle bei der albanischen Nationsbildung (alb. Rilindja = Wiedergeburt), denn sie waren fast die einzigen Angehörigen ihres Volkes mit einer höheren Schulbildung. Um 1900 konnten über 90 Prozent der Albaner weder lesen noch schreiben. Nur in den Städten Shkodra, Prizren und Korça gab es eine schmale bürgerliche Schicht - vornehmlich Kaufmannsfamilien, die mit westlicher Bildung in Berührung gekommen waren. Diese kleine Gruppe stellte neben den Geistlichen die meisten Träger der albanischen Nationalbewegung.Die Autonomiebestrebungen der Liga von Prizren
Für weitere Kreise der albanischen Elite wurde die nationale Frage zum ersten Mal im Zusammenhang mit der Russisch-Türkischen_Krieg_1877?1878 und dem Vertrag_von_San_Stefano von 1878 evident. Das russische Friedensdiktat hätte Teile des albanischen Siedlungsgebietes unter die Herrschaft der christlichen Staaten Bulgarien und Montenegro gestellt. Dagegen formierte sich albanischer Widerstand erstmals auf nationaler Basis, denn er wurde nicht nur von den Sunniten und Bektashi, sondern auch von den katholischen Gegen getragen. Im Frühjahr 1878 bildeten einflussreiche Albaner in Konstantinopel ein geheimes Komitee, um den Widerstand ihrer Landsleute zu organisieren. Beteiligt war unter anderem Abdyl Frashëri, die wichtigste Führungspersönlichkeit der frühen albanischen Nationalbewegung. Auf Initiative dieses Komitees kamen am 10. Juni 1878 über 80 Delegierte (zumeist islamische Geistliche, muslimische Großgrundbesitzer und diverse Stammesführer) aus den vier Vilayets mit albanischer Bevölkerung in Prizren zusammen. Sie bildeten als ständige Organisation die von einem Zentralkomitee geleitete Liga von Prizren, deren Ziel es war, Truppenverbände zu bilden, die das albanische Siedlungsgebiet gegen Aufteilung und die Ansprüche fremder Mächte verteidigen sollten. Dafür zog sie auch die Steuererhebung an sich. Des weiteren erstrebte die Liga, die Bildung eines autonomen albanischen Verwaltungsbezirks innerhalb des Osmanischen Reiches.
Nolens volens unterstützte die geschwächte osmanische Regierung zunächst das Wirken der Liga, nur verlangte sie, dass sich die Albaner in erster Linie als Osmanen erklären und als solche im Interesse des Gesamtstaats handeln sollten. Dies war unter den Albanern umstritten. Ein Teil der Delegierten setzte auf die gemeinsame osmanisch-muslimische Identifikation, andere um Abdyl Frashëri stellten das Wirken für die albanischen Interessen in den Mittelpunkt, nicht zuletzt auch, um die christlichen Albaner für das Programm der Liga zu gewinnen.
Im Juli 1878, sandte die Liga ein Memorandum an die Vertreter der Großmächte beim Berliner Kongress. Die Liga forderte darin, dass das gesamte albanische Siedlungsgebiet als autonome Provinz unter türkischer Herrschaft bleiben solle. Der Kongress ignorierte diese Forderung; der Verhandlungsführer in Berlin, Reichskanzler Otto von Bismarck, stellte apodiktisch fest, dass eine albanische Nation gar nicht existiere, weshalb eine derartige Forderung irrelevant sei. Die vom Berliner Kongress vorgeschlagenen Grenzen zu Montenegro und die Angst, dass Epirus an Griechenland fallen könnte, löste blutige Aufstände der Albaner aus, die mehr oder weniger von der Liga gesteuert und von ihren Truppen getragen wurden. Zum Teil wurden die Albaner von der Hohen Pforte mit Waffen ausgerüstet. Zeitweise kontrollierten die Verbände der Liga das umstrittene Gebiet zwischen Ulcinj, Shkodra, Plav und Prizren. Hier und dort wurden die Grenzen denn auch aufgrund des Widerstands zu Gunsten des Osmanischen Reiches und damit der Albaner verändert.
Nachdem die Grenzfrage erst einmal geklärt war, wandte sich die Liga von Prizren verstärkt ihrer innenpolitischen Forderung nach Autonomie zu. Das wieder halbwegs stabilisierte osmanische Regime war aber nicht zu Zugeständnissen bereit. Die Regierung entsandte eine Armee unter dem Kommando von Dervish Turgut Pasha nach Albanien, die im April 1881 Prizren einnahm und die Truppen der Liga zerstreute. Von Bedeutung war dabei, dass viele muslimische Albaner nicht gegen die Soldaten des Sultans kämpfen wollten. Die Führer der Liga wurden verhaftet und deportiert, Abdyl Frashëri sogar zum Tod verurteilt. Er wurde jedoch nur eingekerkert und nach seiner Entlassung 1885 des Landes verwiesen.
Nach der Zerschlagung der Liga von Prizren gab es für zwei Jahrzehnte keine politische Bewegung der Albaner mehr. Die nationalen Aktivisten im Lande selbst, vor allem aber in der Emigration, engagierten sich in der folgenden Zeit vor allem auf kulturellem Gebiet, während die muslimischen Großgrundbesitzer und die islamische Geistlichkeit, soweit sie überhaupt an der albanischen Bewegung der Jahre 1878-1881 beteiligt gewesen waren, sich wieder in die osmanische Gesellschaft integrierten.
Die Schaffung einer nationalen Kultur
thumb|200px|Einrichtung_in_einem_Wohnhaus_begüterter_Albaner_im_19._Jhdt._(Ethnographisches_Museum_Kruja)
Die kulturelle Bewegung der Albaner war Ende des 19. Jahrhunderts auf einige wenige Orte im In- und Ausland konzentriert. Die einzelnen Gruppen nationaler Aktivisten agierten dabei relativ isoliert voneinander, was nicht zuletzt den ungünstigen Verkehrs- und Kommunikationsbedingungen auf dem Balkan geschuldet war. Dies war aber bei weitem nicht das einzige Hemmnis zur Etablierung eines albanischen Kulturlebens. So dominierten in den meisten Zentren der albanisch besiedelten Vilayets bei den städtischen Oberschichten andere Sprachen und Kulturen: in Skopje und Monastir Türkisch und Bulgarisch, in Ioannina Griechisch und Türkisch, in Prizren Türkisch und Serbisch. Nur in Shkodra war Albanisch die wichtigste Sprache des städtischen Bürgertums. In Korça dagegen war das Griechische ebenso stark vertreten wie das Albanische. Die im 20. Jahrhundert bedeutenden Küstenstädte Durrës und Vlora waren Ende des 19. Jahrhunderts keine kulturellen Zentren der Albaner. Ihre Bedeutung lag in der guten Anbindung an das westliche Europa. Hier wie auch in Shkodra war das Italienische wichtige Verkehrs- und Kultursprache.
1880 gab es keine Schule mit albanischer Unterrichtssprache. Der Druck albanischer Bücher war im Osmanischen Reich zeitweise verboten. Eine normierte albanische Schriftsprache existierte noch nicht einmal in Ansätzen. Wenn überhaupt Albanisch geschrieben wurde, dann im gegischen oder toskischen Dialekt. Auch die Arbëresh in Italien hatten ihre eigene Schreibweise. Hinzu kam, dass je nach Konfessionszugehörigkeit entweder das lateinische oder das griechische Alphabet, seltener auch die arabische Schrift verwendet wurde.
Um 1870 setzten die Bemühungen albanischer Intellektueller ein, die Schriftsprache zu vereinheitlichen. In Elbasan schuf man ein eigenes albanisches Alphabet, dass aber nur dort verwendet wurde und sich nicht durchsetzen konnte. Erfolgreicher waren die die Bestrebungen einiger Albaner in Konstantinopel: Eine Gruppe, der unter anderen Pashko Vasa, Hasan Tahsini, Jani Vreto und Sami Frashëri angehörten, gab 1878 eine Schrift mit dem Titel Das lateinische Alphabet angepasst für die Albanische Sprache heraus. Darin wurden wichtige Grundlagen für die albanische Schreibweise festgelegt, die teilweise bis heute gültig sind.
In Konstantinopel wurde 1879 auch die Gesellschaft zum Drucken albanischer Schriften (albanisch: Shoqëri e të shtypuri shkronja shqip) gegründet. Im Umfeld dieses Vereins erschienen seit 1884 die ersten albanischsprachigen Zeitungen. Weitere Druckorte albanischer Bücher waren in jener Zeit Bukarest, wo eine große Emigrantengemeinde existierte, und verschiedene italienische Städte. Naim Frashëri verfasste in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts die ersten albanischsprachigen Schulbücher.
Obwohl die griechisch-orthodoxe Kirche dem Albanischen als Schul-, Verwaltungs- und Kirchensprache ablehnend gegenüber stand, wurde die erste albanischsprachige Schule 1887 in Korça in unmittelbarer Nähe der orthodoxen Kathedrale gegründet. Diese private Schule war auch die erste säkulare Bildungsstätte des Landes, die Schülern aller Konfessionen offenstand. Bis zur Ausrufung der Unabhängigkeit wurden landesweit kaum drei Dutzend derartiger Schulen gegründet. Albanisch wurde aber auch an den katholischen Schulen im Norden und an vielen Tekken der Bektashi unterrichtet. Die Schulen der katholischen Orden leisteten viel für die Weiterentwicklung und Verbreitung der albanischen Sprache. 1902 übernahm der Franziskanerpater und Dichter Gjergj Fishta die Leitung des Gymnasiums seines Ordens in Shkodra. Nebenbei wirkte er als Herausgeber verschiedener Zeitschriften.
Auf dem Weg zum Nationalstaat
thumb|300px|Straßenszene_in_Tirana_um_1900
An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert verschärfte sich die innere Krise des Osmanischen Reichs erneut. In den Balkanprovinzen herrschte praktisch Anarchie. In Albanien, im Kosovo und in Mazedonien operierten Terrorbanden verschiedener Nationalitäten, deren nationale Ziele oft nur als Vorwand für Raub und Mord dienten. Die Regierung versuchte, der Lage Herr zu werden, indem sie gewaltsam gegen die Nationalismen der Balkanvölker vorging. 1897 wurden die Führer der wieder aufgelebten Liga von Prizren (erneut forderte sie eine autonome albanische Provinz) verhaftet. Die Benutzung der albanischen Sprache und die Verbreitung albanischer Bücher wurden verboten. Von größter Bedeutung für die albanische Nationalbewegung war das 1899 anonym in Bukarest erschienenes politisches Manifest Shqipëria ? ç?ka qenë, ç?është e ç?do të bëhet (deutsch: Albanien - was es war, was es ist und was es sein wird) von Sami Frashëri. In dieser vielgelesenen Schrift wurde erstmals die Forderung erhoben, einen albanischen Nationalstaat zu errichten.
Die letzten Jahre der osmanischen Herrschaft über Albanien verliefen im Chaos und waren von Gewaltakten der Regierungstruppen und verschiedener Gruppen von Aufständischen sowie Räuberbanden überschattet. 1906 bildete sich in Monastir ein Geheimes Komitee zur Befreiung Albaniens. Ein Jahr später ermordeten albanische Terroristen den griechischen Bischof von Korça.
In diese Zeit der Wirren fiel auch die jungtürkische_Revolution, die ihr Zentrum in den verbliebenen europäischen Provinzen des Osmanischen Reiches (Albanien, Mazedonien und Thrakien) hatte. Zur reformorientierten politischen Bewegung der Jungtürken gehörte auch eine Reihe Albaner. 1907 trafen sich jungtürkische Parlamentsabgeordnete in Thessaloniki und gründeten ein revolutionäres Komitee. Im Juli 1908 begann unter Führung von Enver Pascha und Talaat Pascha eine erfolgreiche Militärrevolte gegen den absolutistisch regierenden Sultan Abdülhamid II., die die Bewegung an die Regierung brachte. Die Jungtürken versuchten zu Beginn ihrer Herrschaft, eine parlamentarisch-konstitutionelle Regierung im Osmanischen Reich einzurichten, die auch die Mitbestimmungs- oder Autonomiebestrebungen christlicher und nichttürkischer islamischer Minderheiten zu berücksichtigen versuchte. Namentlich mit den organisierten Vertretern der Armenier und der Albaner wollte man kooperieren.
Während der liberalen Anfangsphase des jungtürkischen Regimes trafen sich albanische Intellektuelle aus allen Teilen des Landes im November 1908 zum Kongress von Monastir. Auf dieser Versammlung wurde endgültig beschlossen, dass die albanische Sprache fortan ausschließlich in lateinischer_Schrift geschrieben werden soll. Man einigte sich außerdem auf eine streng phonetische Schreibweise mit nur zwei Sonderzeichen. Diese Regelungen sind bis heute gültig, und der Kongress von Monastir wird daher als Geburtsstunde einer modernen einheitlichen albanischen Orthographie angesehen. (Vgl. dazu Albanische Sprache)
Das konstitutionelle Experiment der Jungtürken scheiterte am Widerstand der alten konservativen Eliten und der allgemeinen Krise des Reichs, die auch die neue Regierung nicht in den Griff bekam. In Albanien und Mazedonien herrschten bürgerkriegsähnliche Zustände. Hier kämpften die Anhänger der jungtürkischen Regierung gegen die alten Eliten und gegen die Anhänger der Nationalbewegungen, die die Unabhängigkeit erreichen wollten, egal ob sich das Reich als reformfähig erweisen sollte oder nicht. Ende 1909 suspendierte die jungtürkische Regierung die Verfassung und das Regime wandelte sich mehr und mehr in eine Militärdiktatur. Diese setzte bald auf einen aggressiven türkischen Nationalismus als ideologische Basis für ihre Herrschaft und erneuerte den Druck auf die ethnischen Minderheiten. Damit war die osmanische Herrschaft bei den Albanern endgültig diskreditiert. Noch vor Ausbruch des Ersten Balkankriegs hatte die Regierung in Istanbul auch unter den muslimischen Albanern kaum noch Anhänger.
1910 brach im Kosovo ein bewaffneter Aufstand gegen die osmanische Herrschaft aus, der sich im Laufe des folgenden Jahres auch nach Nordalbanien ausdehnte. Die Aufständischen wollten nun die staatliche Unabhängigkeit mit Waffengewalt durchsetzen. Bald waren nur noch die größeren Städte unter Kontrolle der osmanischen Truppen. Als im Herbst 1912 der Erste_Balkan-Krieg ausbrach, gerieten die Aufständischen in eine schwierige Lage. Hatten sie zuvor versucht, die türkischen Garnisonen im Land zu schwächen, so war es nun erforderlich wie diese gegen den Einfall der Armeen Montenegros und Serbiens in das albanische Siedlungsgebiet kämpfen, um einen nationalen Einheitsstaat zu erreichen, denn Serben, Montenegriner und Griechen planten, das albanische Siedlungsgebiet auf ihre bereits existierenden Staaten aufzuteilen. Nach kurzer Zeit jedoch hatten die Armeen dieser Staaten die Oberhand gewonnen, während zur gleichen Zeit im Süden griechische Truppen erfolgreich vorrückten. Ende November 1912 waren nur noch Shkodra und Ioannina in türkischer Hand; Kosovo und Teile Nordalbaniens waren serbisch beziehungsweise montenegrinisch besetzt; in Epirus standen die Griechen. In Durrës trafen serbische Verbände am 29. November 1912 ein. Nur ein relativ kleines Gebiet zwischen Elbasan im Norden und Vlora im Süden wurde von lokalen albanische Gruppierungen kontrolliert. (Für Kosovo seit 1912 siehe Geschichte des Kosovo.)
Unabhängigkeit
In dieser Situation entschloss sich die Führung der albanischen Nationalbewegung, die Erklärung der Unabhängigkeit nicht länger hinauszuzögern und am 28. November 1912 rief Ismail Qemali in Vlora die Gründung des albanischen Staates aus. Nachdem das Osmanische Reich auf alle Ansprüche über Albanien verzichtet hatte, wurde der Staat am 30. Mai 1913 auf der Londoner Botschafterkonferenz von den Großmächten anerkannt. Ebendort wurden auch die ungefähren Grenzen des neuen Staates festgelegt. Dabei hatten Russland und Frankreich als Verbündete von Serbien erreichen können, dass ein großer Teil des albanischen Siedlungsgebiets (Kosovo u. der Nordwesten des heutigen Mazedonien) dem serbischen Staat zugesprochen wurde. Diese Entscheidung legte den Keim für den Kosovo-Konflikt am Ende des 20. Jahrhunderts. Teile des Südens des heutigen Albanien waren unterdessen griechisch besetzt. Eine von den Großmächten ausgesandte Mission versuchte vor Ort die Grenzen des neuen Staates festzulegen. Im Dezember 1913 wurden die Grenzen im Protokoll von Florenz festgelegt. Während ein Machtspruch der Großmächte die Montenegriner zum Auszug aus Shkodra bewegte, blieben die griechischen Truppen im Süden des Landes.
Die Botschafterkonferenz hatte auch beschlossen, dass Albanien ein Fürstentum sein sollte. Zum Fürsten wurde der Deutsche Wilhelm_Prinz_zu_Wied erhoben, der dieses Amt 1914 nur für wenige Monate ausübte. Von den Großmächten im Stich gelassen und abgelehnt von vielen albanischen Stammesführern und Beys konnte er seine Herrschaft selbst in der Umgebung der damaligen Hauptstadt Durrës nicht durchsetzen. Die Schaffung staatlicher Institutionen gelang nicht einmal in Ansätzen. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs verließ Wilhelm das Land und kehrte nie zurück.
Erster Weltkrieg
Während des Krieges verschwand Albanien wieder von der politischen Landkarte. Von 1914 bis in den Herbst 1915 herrschten in weiten Teilen des Landes erneut bürgerkriegsähnliche Zustände.
Einen größeren Machtbereich konnte sich Essad Pascha Toptani mit Hilfe einer Privatarmee in Mittelalbanien aufbauen. Er hatte schon gegen Wilhelm von Wied konspiriert, konnte sich aber auch nach dessen Rückzug keine landesweite Anerkennung erwerben. Essad Pascha verbündete sich mit Serbien gegen die Donaumonarchie, was Anfang 1916 zu seiner Vertreibung aus Albanien führte.
Als die Österreicher 1915 Serbien besetzten, flohen die geschlagenen serbischen Truppen durch Albanien nach Griechenland. Der Norden und die Mitte des Landes waren ab 1916 von der österreichisch-ungarischen_Truppen besetzt. Weil Albanien formal keine kriegsführende Macht war, setzten die Österreicher einen zivilen Verwaltungsrat unter Vorsitz des Generalkonsuls August von Kral ein. Im Süden standen italienische Truppen und der Südosten um die Stadt Korça herum war von den Franzosen besetzt. Die Österreicher und Franzosen versuchten in ihren Besatzungsgebieten die albanische Bevölkerung für sich einzunehmen. So gründeten sie einige Schulen und organisierten die Zivilverwaltung. Es wurden auch einige Straßen gebaut, die freilich in erster Linie militärischen Zwecken dienten.
Den Franzosen folgten 1918 in Korça die Griechen als Besatzer, in Shkodra und Umgebung rückten die Serben ein (die Stadt selbst wurde wenig später aber an die Franzosen übergeben), während der übrige Norden und die Mitte des Landes nach Auflösung der Donaumonarchie vorerst sich selbst überlassen blieb. Zu westlichen Staaten unterhielt Albanien kaum Beziehungen. Amerikaner und Briten hatten unter Verwendung von Anhängern des ehemaligen Königs Ahmet Zogu in den Jahren 1947-1951 einige Kommandoaktionen durchgeführt, die einen Aufstand gegen das kommunistische Regime auslösen sollten. Diese Aktionen scheiterten jedes Mal kläglich, weil der bei den Briten arbeitende Doppelagent Kim Philby sie an die Sowjetunion, mit der Albanien seit 1948 verbündet war, verriet. Die an der Küste gelandeten Geheimagenten und Zogisten wurden stets nach kurzer Zeit vom Sigurimi aufgegriffen. Mit Griechenland herrschte bis in die 80er Jahre faktisch noch Kriegszustand. Wegen der Rolle der albanischen Kommunisten im griechischen Bürgerkrieg wollten beide Länder lange Zeit nicht über einen Vertrag über die Beendigung des Zweiten Weltkriegs verhandeln.
Albanien wurde von den anderen kommunistischen Parteien und Regierungen nur mehr als Satellit Jugoslawiens gesehen. Die albanische KP erhielt deshalb im September 1947 keine Einladung zur Gründungsversammlung der Kominform, sondern wurde von Titos Partei vertreten. Milovan ?ilas berichtete, dass die Jugoslawen zu dieser Zeit die Zustimmung Stalins hatten, Albanien zu schlucken.(M. ?ilas: Gespräche mit Stalin, 1962). Der pro-jugoslawische Kurs in der albanischen KP erreichte im Frühjahr 1948 seinen Höhepunkt. Während einer Sitzung des Politbüros im April schlug Koçi Xoxe vor, Belgrad um die Aufnahme Albaniens in die jugoslawische Bundesrepublik zu bitten.
Anlehnung an die Sowjetunion (1948-1968)
Als das Kominform die jugoslawische KP am 28. Juni 1948 wegen ideologischer Differenzen ausschloss, vollzog die albanische Führung eine radikale Änderung ihrer Beziehungen zu Jugoslawien. Tito und seine Genossen galten ab sofort als Feinde Albaniens. Am 1. Juli wurden alle jugoslawischen Berater mit einer Frist von 48 Stunden des Landes verwiesen, alle bilateralen Abkommen mit dem Nachbarland gekündigt und die Grenzen geschlossen.
Die rund 40 Jahre andauernde hermetische Abrieglung riss zahlreiche Familien diesseits und jenseits der Grenzen auseinander. Betroffen waren davon nicht nur die albanischen_Kosovaren und ihre Verwandten in Nordalbanien, auch die Angehörigen der mazedonischen Minderheit in den Regionen Dibra, Golloborda und Prespa waren über Nacht von ihren Angehörigen in Mazedonien abgeschnitten. Anders als an der innerdeutschen Grenze nach 1961 wurden bis 1990 keinerlei Reisegenehmigungen aus familiären Gründen erteilt. Nur in den 70er Jahren gab es einige Kontakte zwischen Wissenschaftlern aus Kosovo und Albanien. Für alle anderen blieb die Grenze geschlossen.
Vom Sommer 1948 an wurden die albanischen Kommunisten Gefolgsleute der stalinistischen Sowjetunion. Enver Hoxha, der den radikalen Bündniswechsel eingeleitet hatte, nutzte die neue Lage, um den Parteiapparat erneut von Machtkonkurrenten und Widersachern zu säubern. Zahlreiche Funktionäre wurden als tatsächliche oder vermeintliche Titoisten angeklagt, verurteilt und ins Gefängnis geworfen oder exekutiert. Neben vielen anderen fielen dem Terror 14 Mitglieder des Zentralkomitees und 32 Parlamentsabgeordnete zum Opfer. Prominentestes Opfer dieser Säuberungswelle war der frühere Innenminister Koçi Xoxe, der nach einem Geheimprozess im Mai 1949 exekutiert wurde. 25 Prozent aller Mitglieder wurden wegen Titoismus aus der Partei ausgeschlossen.
Der auf Jugoslawien ausgerichtete erste Fünfjahresplan wurde suspendiert und durch einen Zweijahresplan ersetzt, der die Umstellung auf den neuen Partner einleitete. An die Stelle der jugoslawischen trat nun die sowjetische Wirtschaftshilfe und russische Berater kamen ins Land. Bald wurden auch die ersten albanischen Studenten in die Sowjetunion geschickt. Im Februar 1949 trat Albanien dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) bei und im Mai 1955 gehörte der Balkanstaat zu den Unterzeichnern des Warschauer Pakts. Trotz der engen Anlehnung an Stalin war das neue Bündnis für die albanische Selbstständigkeit günstiger, denn es gab keine direkten Grenzen zum sowjetischen Machtbereich.
In wirtschaftlicher Hinsicht waren die 50er und 60er Jahre die erfolgreichste Phase des kommunistischen Regimes. Mit sowjetischer Hilfe wurden zahlreiche Industriebetriebe errichtet und Wasserkraftwerke gebaut, die den Strombedarf des Landes deckten, der 1947 begonnene Eisenbahnbau wurde forciert. Im Wesentlichen erfolgten alle bedeutenden Investitionen in die Infrastruktur in dieser Zeit. Die Erträge der Landwirtschaft konnten gesteigert werden. Entscheidend war dabei weniger der Einsatz moderner Agrartechnik, als die Vergrößerung der Anbaufläche durch die Trockenlegung von Sümpfen im Tiefland und den Aufbau von Bewässerungssystemen. Innerhalb kurzer Zeit erfolgte ab 1948 die Kollektivierung der Landwirtschaft. Obwohl die albanische Bevölkerung schnell wuchs, konnten in den 60er und 70er Jahren ausreichend Lebensmittel produziert werden. (Noch 1955 war man auf umfangreiche Getreidelieferungen aus der Sowjetunion angewiesen gewesen.) 1968 wurde die Kollektivierung der Landwirtschaft abgeschlossen. Die traditionellen Großfamilienverbände im Norden, die auch wirtschaftliche Einheiten gebildet hatten, wurden dabei zerschlagen. Kulturell bedeutete die kommunistische Herrschaft einen gewaltigen Modernisierungsschub, der die albanische Gesellschaft nachhaltig veränderte. Den Kommunisten gelang es, ein flächendeckendes Schulsystem einzurichten. Konnten bei Kriegsende noch immer fast 80 Prozent der Albaner nicht lesen und schreiben, so war Analphabetismus in den 80er Jahren ein Phänomen, dass nur noch in der alten Generation zu finden war. 1957 wurde die Universität in Tirana gegründet. Damit gab es erstmals die Möglichkeit, Akademiker im Land selbst auszubilden. Damit einher ging auch die Gründung von wissenschaftlichen Publikationsorganen. Für die Kommunisten war das Bildungswesen natürlich auch das wichtigste Mittel zur ideologischen Indoktrination der Bevölkerung. Deshalb sicherten sie sich frühzeitig das Bildungsmonopol: 1948 wurden die katholischen Schulen geschlossen. Viele ihrer Lehrer verschwanden auf immer in Lagern und Gefängnissen.
An die literarischen Traditionen der Vorkriegszeit wurde nur selektiv angeknüpft. Alle religiösen Schriftsteller waren verboten, von anderen fortschrittlicheren Literaten wurden nur bestimmte missliebige Werke nicht mehr gedruckt oder aufgeführt. Des System der politischen Zensur war insgesamt sehr sprunghaft und kaum zu durchschauen. Was heute noch erlaubt war, konnte morgen schon verboten sein. Diese Ungewissheit und die daraus resultierende Angst der Intellektuellen war ein wichtiges Herrschaftsinstrument der Partei. Insgesamt war die kulturelle Modernisierung Albaniens unter den Kommunisten ein zweischneidiges Schwert. Tatsächlich stieg der Bildungsstand der Albaner, gleichzeitig blieb das Volk wegen der zunehmenden Selbstisolation Albaniens, von den geistigen Entwicklungen im Rest der Welt (auch des sozialistischen Teils) abgeschnitten. Einerseits wurden unter den Kommunisten bedeutende kulturelle Leistungen erbracht (Errichtung von Hochschulen und Theatern), andererseits wurden Zeugnisse älterer Kulturepochen zerstört. Diese betraf insbesondere sakrale Kunst, Kirchen- und Moscheebauten.
Die schon bei Kriegsende begonnene Verfolgung der Religionen erreichte 1967 ihren Höhepunkt: Albanien wurde zum atheistischen Staat erklärt und Muslimen wie Christen jegliche Religionsausübung verboten. Kirchen und Moscheen wurden in Lagerhäuser, Kinos, Sporthallen usw. umgewandelt. Schon vor 1967 waren viele Geistliche exekutiert oder eingesperrt worden; die übrigen wurden spätestens jetzt ins Gefängnis gesteckt. Nur wenige erlebten den Sturz des kommunistischen Regimes 23 Jahre später.
Das kommunistische Regime setzte sich nicht nur verbal für die Gleichberechtigung der Frau ein. Der Anteil von Frauen in Politik und Verwaltung stieg tatsächlich an. Die Frauen erreichten in den 70er Jahren ein ähnlich hohes Bildungsniveau und konnten ihre Berufe in den Grenzen, die die Partei setzte, so frei wählen wie die Männer. Trotzdem blieben in vielen Familien patriarchalische Wertvorstellungen und Verhaltensmuster erhalten, was für die Frauen eine doppelte Belastung bedeutete. Sie mussten ihre Pflichten im Beruf erfüllen und sich zu Hause den Weisungen des Familienoberhaupts fügen. Die führenden Positionen in Partei und Staat blieben in Männerhand. Familiäre Beziehungen hatten auch unter den Kommunisten große Bedeutung: 1962 waren unter den 61 ZK-Mitgliedern 5 Ehepaare und 20 weitere Mitglieder waren miteinander verschwägert.
Während Stalins Nachfolger Nikita Chruschtschow 1956 Reformen in Partei und Staat initiierte, die zu einer Lockerung im kommunistischen Herrschaftssystem der Sowjetunion führten, blieb Enver Hoxha beim alten stalinistischen Kurs. Davon konnte sich Chruschtschow bei seinem Albanienbesuch 1959 selbst überzeugen. Seine Mahnungen, Reformen einzuleiten, verhallten ungehört. Insbesondere verübelte Hoxha dem Russen, dass er versuchte, sich mit Tito auszusöhnen. Ebensowenig wollte Hoxha der Sowjetunion Militärstützpunkte an der Mittelmeerküste überlassen, die Chruschtschow von ihm gefordert hatte und er hielt auch nichts davon, Albanien zu einem Ferienparadies für Werktätige aus dem gesamten RGW zu entwickeln, wie es der sowjetische Führer vorgeschlagen hatte. (Tatsächlich hatten Ende der 50er Jahre unter anderem staatliche Reisebüros der DDR Reisen an die albanische Küste im Angebot.)
1960 kritisierte Hoxha bei einem Besuch in Moskau offen den sowjetischen Kurs. 1961 löste sich das albanisch-sowjetische Bündnis auf und die UdSSR brach die diplomatischen Beziehungen zu Tirana ab. Die Studenten wurden aus der Sowjetunion zurückgerufen und die gemeinsamen Projekte zur Entwicklung der albanischen Industrie wurden abgebrochen. Insofern glich die Situation der von 1948, als man sich von Jugoslawien absetzte. Wiederum mussten sich die Albaner in kurzer Frist ideologisch neu orientieren. Die Sowjetunion galt nun als revisionistisches Regime, dessen Imperialismus ebenso zu verurteilen sei, wie der US-amerikanische.
Anlehnung an China (1968-1978)
1968 erfolgte der endgültige Austritt aus dem RGW und dem Warschauer Pakt. Wie 1948 brach eine Säuberungswelle über die Partei der Arbeit herein, durch die erneut viele Kader ins Gefängnis kamen. In den folgenden Jahren lehnte man sich eng an das maoistische China an. Das Bündnis mit den Chinesen konnte den Ausfall der Wirtschaftshilfe aus den RGW-Ländern aber nicht im entferntesten kompensieren. Aus Mangel an Fachkräften und weil die Ersatzteile für russische Maschinen fehlten, setzte in den 70er Jahren der Verfall der albanischen Industrie ein. Hinzu kam, dass Fehlinvestitionen wie zum Beispiel in das gigantische Stahlwerk von Elbasan den Staatshaushalt stark belasteten. Was den Anteil der Beschäftigten in den verschiedenen Wirtschaftszweigen angeht, blieb Albanien ein Agrarstaat. Auch in den 80er Jahren arbeiteten zwei Drittel der Werktätigen in der Landwirtschaft. Im letzten Jahrzehnt vor der Wende konnte die Nahrungsmittelerzeugung den wachsenden Bedarf nicht mehr decken. Die meisten Grundnahrungsmittel wurden rationiert. Aus ideologischen Gründen waren den Bauern jegliche Privatgeschäfte streng verboten. Selbst Kleinvieh durfte nicht mehr zu Hause gehalten werden.
Als Folge der chinesischen Reformen nach Maos Tod (1976) brach Albanien im Jahr 1978 auch die Beziehungen zu China ab. Die ideologische Ausrichtung der Kommunisten auf Autarkie und den besonderen Weg des albanischen Sozialismus bekam schließlich paranoide Züge, als Hoxha zur Verteidigung Albaniens vor einer Invasion im ganzen Land nach dem Konzept des "Volkskrieges" ca. 600.000 Bunker bauen ließ. Extra dafür wurde die Betonindustrie angekurbelt und teurer Spezialstahl importiert. Im ganzen Land wurden Mini-Einheiten von 5 bis 16 Mann (insgesamt 2.000) verteilt. Albanien war 1975 das einzige europäische Land, das nicht an der KSZE teilnahm und die Schlussakte von Helsinki nicht unterzeichnete.Vielmehr ging der Terror der kommunistischen Diktatur gegen die eigene Bevölkerung mit unverminderter Härte weiter. Eine weit verbreitete Form der Unterdrückung waren die Internierungsdörfer. Diese wurden in abgelegenen und von der Natur wenig begünstigten Gegenden (die Sümpfe der Küstenebene, Hochgebirgstäler) angelegt. In einer Art von Sippenhaft wurden dorthin Familien von Personen deportiert, die sich angeblicher politischer Vergehen schuldig gemacht hatten.
Albanischer Alleingang (1978-1990)
1981 starb der albanische Ministerpräsident Mehmet Shehu unter mysteriösen Umständen. Der Tod des langjährigen politischen Weggefährten Enver Hoxhas wurde offiziell als Selbstmord ausgegeben. Wahrscheinlich wurde Shehu aber im Auftrag Hoxhas beseitigt. Nach seinem Tod wurde Ramiz Alia Ministerpräsident und als Nachfolger des Diktators aufgebaut.
Nachdem Enver Hoxha 1985 gestorben war, setzte Nachfolger Alia die bisherige Politik im Großen und Ganzen fort. Allerdings bemühte sich dieser ? nicht zuletzt wegen der desolaten Wirtschaftslage ? um die Wiederaufnahme oder die Vertiefung diplomatischer Beziehungen zu verschiedenen westlichen und östlichen Staaten. Unter anderem wurde 1987 der Kriegszustand mit Griechenland formal beendet und auch die Bundesrepublik Deutschland richtete in dieser Zeit eine Botschaft in Tirana ein.
Schwieriger Transformationsprozess
Trotz der Abgeschlossenheit des Landes erfuhr auch die albanische Bevölkerung von den revolutionären Veränderungen in den Ländern des Ostblocks. (In den Küstenregionen und in Tirana war italienisches Fernsehen zu empfangen und im Süden konnte man auch griechisches Fernsehen schauen). Der Sieg der Solidarno??-Bewegung in Polen, der Wandel in Ungarn und schließlich der Fall der Mauer ermutigten auch die Albaner, sich gegen die Diktatur aufzulehnen. Im Januar 1990 fanden in Shkodra die ersten Demonstrationen gegen das Regime statt. Im Juli desselben Jahres flohen hunderte Albaner in westliche Botschaften. Die zeitgleich in Tirana stattfindenden Demonstrationen konnten von den Sicherheitskräften noch einmal niedergeknüppelt werden.
Im Herbst 1990 ließ sich die antikommunistische Bewegung, die in Tirana zuerst von den Studenten getragen wurde nicht mehr unterdrücken. Das Regime musste mit den Aufständischen verhandeln. Im November wurde das Religionsverbot aufgehoben und in Shkodra fand der erste öffentliche katholische Gottesdienst seit 1967 statt. Die Muslime und Orthodoxen folgten diesem Beispiel kurze Zeit später. Im Dezember wurde auf dem Campus der Universität Tirana die Demokratische_Partei als erste nichtkommunistische Organisation gegründet.
Trotzdem war zu dieser Zeit nicht absehbar, ob die Regierung nicht doch noch mit Gewalt gegen die Revolution vorgehen würde. Aufgrund der unsicheren politischen Situation und mehr noch wegen der verzweifelten wirtschaftlichen Lage des Landes kaperten tausende Albaner in den Häfen von Durres und Vlora liegende Schiffe und versuchten damit nach Italien zu gelangen. Erst durch diese Flüchtlingskatastrophe wurde die Aufmerksamkeit des Westens für Albanien geweckt; die EU-Staaten und die USA begannen nun, humanitäre Hilfe zu leisten.
Im April 1991 konnten die Kommunisten unter Ramiz Alia bei den ersten pluralistischen Wahlen noch einmal die Mehrheit erringen. Im Wahlkampf hatte keine Chancengleichheit bestanden, denn die alten Machthaber kontrollierten noch immer den gesamten Informationssektor. Es war ihnen daher gelungen, in der Landbevölkerung (70 % in Albanien) Angst gegen die Veränderungen zu schüren. Die neue Regierung begann gleichwohl mit ersten Reformen, die das Ende der kommunistischen Allmacht bedeuteten. Der Partei wurde die Kontrolle über die Streitkräfte entzogen, die nun unter das Kommando der parlamentarischen Regierung gestellt wurden. Im Juni 1991 unterzeichnete man KSZE-Schlussakte und verpflichtete sich damit auf die europäischen Standards hinsichtlich der Menschenrechte.
Im April 1992 übernahmen die Demokraten unter Sali Berisha die Regierung. Am 6. Juni 1992 trat Albanien dem NATO-Kooperationsrat bei und stellte einen Antrag auf NATO-Mitgliedschaft, der jedoch im Dezember 1992 zurückgewiesen wurde. Mit der Türkei, zu der historische und kulturelle Bindungen bestehen, schloss Albanien 1992 einen umfassenden Beistandspakt ab. Im Oktober 1993 folgten derartige Abkommen mit den USA und Großbritannien. Im April 1993 besuchte Papst Johannes Paul II. Shkodra und Tirana. Am 10. Juli 1995 wurde Albanien als 35. Mitglied in den Europarat aufgenommen. Im Sommer 1995 stattete Bundespräsident Roman Herzog Albanien seinen Besuch ab. Fünf Jahre nach der Wende zeichnete sich jedoch ab, dass der Transformationsprozess in vielerlei Hinsicht gescheitert war. Die Umgestaltung der Wirtschaft war nicht vorangekommen. Aufgrund dessen war der Strom der Auswanderung ungebrochen. Auf der legislativen Ebene waren kaum Voraussetzungen für einen Neuanfang geschaffen worden. Es fehlten immer noch moderne Gesetze zum Privateigentum, zur Gründung von Firmen oder zum Zoll. Mit der Neugestaltung der Sozialsysteme (Rente, Gesundheitswesen usw.) war noch nicht einmal begonnen worden. Weil ein Privatisierungsgesetz fehlte, wurden ab 1991 das Land der staatlichen Agrarbetriebe "wild" aufgeteilt, auch Albaner, die vorher nie in der Landwirtschaft tätig gewesen waren, beanspruchten Boden und markierten ihn u.a. mit herausgerissenen Eisenbahnschienen und Telegrafendrähten. Zur selben Zeit brach auch die Industrieproduktion völlig zusammen und die seit Ende der 80er Jahre herrschende Lebensmittelknappheit verschärfte sich. Auch der sich neben den wenigen Staatsbanken entwickelnde Privatbankensektor wurde nicht gesetzlich geregelt.
Die Posten in Regierung und Verwaltung wurden nach der Wende kaum nach Eignung sondern zur Versorgung der eigenen Anhänger und der Mitglieder des eigenen Clans vergeben. Das albanische Nachwendesystem basierte im Wesentlichen auf Korruption und Vetternwirtschaft. Nach einem 1996 veröffentlichten Bericht von Human Rights Watch war besonders die Justiz massiven staatlichen Beeinflussungen ausgesetzt, auch der neue Nachrichtendienst SHIK gewann wieder an Einfluss. Die Gesellschaft war tief gespalten in Anhänger der Demokraten Sali Berishas und in Anhänger der zu Sozialisten mutierten Kommunisten. Die Unzufriedenheit mit der Regierung nahm zu und 1996 konnte Berisha seine Partei nur durch massive Wahlfälschungen an der Macht halten.
Die Regierungen der westlichen Länder haben die gefährlichen Entwicklungen in Albanien Mitte der 90er Jahre weitgehend ignoriert, denn ihre Aufmerksamkeit galt vor allem der Bewältigung der Kriegsfolgen im ehemaligen Jugoslawien. Die wenigen Abgeordneten des Europäischen Parlaments, die sich mit Albanien befassten, hielten sich mit Kritik an Berishas Regierung zurück, galt sie doch als reformorientiert und als einzige politische Alternative standen die Exkommunisten bereit. So wurden von europäischer Seite 1996 auch die Wahlfälschungen kaum kritisiert.
, Präsident 1997-2001]]
Als Anfang 1997 nach Kreditbetrugsfällen landesweit Unruhen ausbrachen, war die albanische Regierung schon bei großen Teilen der Bevölkerung delegitimiert. Die Ursachen für den so genannten Lotterieaufstand waren vielschichtig, letztlich wurde wegen des in allen Teilen gescheiterten Transformationsprozesses rebelliert. Dass dabei Gewalt, Plünderungen und Zerstörungswut ein derart großes Ausmaß erreichten, lässt sich damit erklären, dass die kommunistische Diktatur, in der das Leben des Einzelnen nur wenig Wert gehabt hatte, eine weitgehend zerstörte Gesellschaft hinterlassen hat. Im März 1997 waren die staatlichen Strukturen außerhalb der Hauptstadt völlig zusammengebrochen und es herrschten bürgerkriegsähnliche Zustände, die mehr als 1000 Todesopfer forderten. Deutschland und die USA evakuieren ausländische Staatsbürger.
Eine OSZE-Mission konnte unterstützt von internationalen Friedenstruppen (Griechen, Italiener, Spanier, Franzosen, Türken und Rumänen) den Frieden wiederherstellen. Im Juli 1997 wurden unter OSZE-Aufsicht freie und faire Wahlen abgehalten. Danach normalisierte sich die Lage. Die aus den Kommunisten hervorgegangene Sozialistische Partei übernahm die Macht an der Spitze einer Mitte-Links-Koalition, und Fatos Nano wurde Regierungschef. Seitdem erholte sich die Wirtschaft des Landes, und die Lebensverhältnisse besserten sich, nicht zuletzt auch weil die EU nun umfangreichere und besser organisierte Aufbauhilfe leistete.
es in Albanien stationierte US-amerikanische Kampfhubschrauber (April 1999)]]
1998 wurde per Referendum die neue_Verfassung angenommen. Aber immer noch hat das Land große ökonomische Probleme und eine hohe Arbeitslosigkeit; das politische System ist nach wie vor sehr instabil. Unter diesen Umständen war die Versorgung von 300.000 Flüchtlingen, die im Frühjahr 1999 vom Krieg_im_Kosovo vertrieben wurden, auch mit internationaler Hilfe nur schwer zu meistern. Die durch die Fluchtwelle ausgelöste Krise führte aber auch zu einer bisher ungekannten Solidarisierung in der albanischen Gesellschaft. Angehörige aller politischen Lager kooperierten vorübergehend miteinander. Die verstärkte internationale Präsenz und die im Rahmen des Stabilitätspakts_für_Südosteuropa verstärkte und wirksamere Hilfe leitete eine allmähliche Verbesserung der Wirtschaftslage ein.
Der erneute Machtwechsel nach den Wahlen von 2005 ? jetzt regiert wieder die Demokratische Partei Berishas ? verlief ruhig und geordnet.Siehe auch
Liste der Staatsoberhäupter Albaniens
Literatur
Quellen
*Elsie, Robert (Hrsg.): Early Albania: A reader of historical texts 11th-17th centuries. (= Balkanologische Veröffentlichungen des Osteuropa-Instituts an der Freien Universität Berlin. 39). Wiesbaden 2003 ISBN 3-447-04783-6
*Acta et Diplomata Res Albaniae Mediae Aetatis. Hrsg. von Ludwig Thallóczy, Konstantin Jire?ek und Milan ?ufflay. Bd. 1: Wien 1913; Bd. 2: Wien 1918.
*Evliya Çelebi's Book of Travels. Evliya Çelebi in Albania and Adjacent Regions (Kosovo, Montenegro). The Relevant Sections of the Seyahatname, hrsg. u. übersetzt von: Robert Dankoff. (Kritische Edition in englischer Sprache) Leiden & Boston 2000 ISBN 90-04-11624-9
*Peter Bartl: Quellen und Materialien zur albanischen Geschichte im 17. und 18.Jahrhundert. I: Aus dem Briefwechsel des Erzbischofs Vinzenz Zmajevi?. Wiesbaden 1975.
*Friedrich Wallisch: Der Adler des Skanderbeg. Albanische Briefe aus dem Frühjahr 1914.
*Carnegie Endowment for International Peace: Report of the International Commission to Inquire the Causes and Conduct of the Balkan Wars. Washington 1914 (Neudruck 1993).
Darstellungen
*Bartl, Peter: Albanien. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg 1995. ISBN 3791714511
*Bartl, Peter: Die albanischen Muslime zur Zeit der nationalen Unabhängigkeitsbewegung. (1878-1912) (= Albanische Forschungen. 6). Wiesbaden 1968.
*Biberaj, Elez: Albania in transition. The rocky road to democracy. Boulder (CO) 1998. ISBN 0813335027
*Danylow, Peter: Die außenpolitischen Beziehungen Albaniens zu Jugoslawien und zur UdSSR 1944-1961. München 1982.
*Elsie, Robert: Historical Dictionary of Albania (= European Historical Dictionaries 42). Lanham 2004. ISBN 0810848724
*Faensen, Johannes: Die albanische Nationalbewegung. Wiesbaden 1980.
*Fishta, Iliaz: Agrarproblem und Agrarreform im Albanien der Zwischenkriegszeit. In: Südost-Forschungen 59/60(2000/2001).
*Jordan, Peter (Hrsg): Albanien. Geographie - historische Anthropologie - Geschichte - Kultur - postkommunistische Transformation. (=Österreichische Osthefte. Sonderband 17). Wien, Frankfurt am Main u.a. 2003. ISBN 3-631-39416-0
*Korkuti, Muzafer et al.: Shqipëria Arkeologjikë. Tirana 1971
• Krech]: Der Bürgerkrieg in Albanien. Berlin 1997 ISBN 3-8957-4280-5
*O´Donnell, James: A coming of age: Albania under Enver Hoxha, Boulder 1999.
*Pearson, Owen: Albania in occupation and war. From fascism to communism 1940-1945. o.O. 2005 ISBN 1845111044
*Pepa, Pjetër: Dosja e diktaturës. Tiranë 1995. (Geschichte Albaniens 1941-1990)
*Pernack, Hans-Jochim: Probleme der wirtschaftlichen Entwicklung Albaniens. Untersuchungen des ökonomischen und sozioökonomischen Wandlungsprozesses von 1912/13 bis in die Gegenwart. München 1972.
*Schanderl, Hanns Dieter: Die Albanienpolitik Österreich-Ungarns und Italiens 1877 - 1908 (= Albanische Forschungen. 7). Wiesbaden 1971.
*Schmidt-Neke, Michael: Entstehung und Ausbau der Königsdiktatur in Albanien (1912 - 1939). (= Südosteuropäische Arbeiten. 84) München 1987. ISBN 3486-54321-0
*Stadtmüller, Georg: Forschungen zur albanischen Frühgeschichte (= Albanische Forschungen. 2). Wiesbaden 1966.
*Christoph Stamm: Zur deutschen Besetzung Albaniens 1943-1944 In: Militärgeschichtliche Mitteilungen 30,2(1981). S. 99-120.
*Vickers, Miranda: The Albanians. A modern history. London 1995. ISBN 1850437491
Weblinks
• Wissenschaftliche Auswertung der unter österreichischer Besatzung 1918 durchgeführten Volkszählung (engl.)
• High Albania. Reisebericht aus Albanien 1909 von Edith Durham (engl.)
• Ausführliche Darstellung der albanischen Nationalbewegung 1870-1912 (alb.)
• Chruschtschovs Besuch in Albanien (1959), Filmsequenz
• Harry Hamm: Albania - China's Beachhead in Europe (1962)
• Requiem - për njeriun ?e ri? komunist. Botimi Qendrës Shqiptare të Traumës dhe Torturës (QSHRT) (dt. Requiem für den "neuen Menschen" des Kommunismus. Publikation des albanischen Zentrums für Folteropfer). Heft 6, Tirana 2005. (alb.)

