Alban Stolz
Alban Isidor Stolz (3. Februar 1808 in Bühl; ? 16. Oktober 1883 in Freiburg im Breisgau) war ein katholischer Theologieprofessor, Volksschriftsteller und Erziehungswissenschaftler.Leben
Sein Vater war angesehener Apotheker in Bühl, auf Grund der zahlreichen Geschwister war eine Übernahme der Apotheke für Alban Stolz nicht denkbar.
Nach seinem Abitur in Rastatt begann er ein Rechtswissenschaftsstudium in Freiburg, wechselte jedoch nach wenigen Monaten zur katholischen_Theologie, das zu jener Zeit stark vom Rationalismus geprägt war. Unsicher, ob katholische Theologie das richtige für ihn sei wechselte er 1830 an die evangelisch geprägte Universität_Heidelberg und studierte dort Philologie, Pädagogik und Literatur. Eine Predigt zur Weihnachtszeit 1831 stärkte seinen katholischen Glauben wieder, er kehrte nach Freiburg zurück und empfing 1833 die Priesterweihe, nachdem er zuvor im Priesterseminar studierte. In Rotenfels und später Neusatz wurde er Vikar und schließlich 1842/43 Religionslehrer am Gymnasium in Bruchsal, wo er seine ersten schriftstellerischen Werke verfasste. 1842 übernahm er das Amt eines Repetitors am Collegium Theologicum in Freiburg und wurde schließlich 1845 dessen Direktor. Ebenfalls 1845 promovierte er über die katechistische Auslegung des Freiburger Diözesankatechismus.
Zwei Jahre später erhielt er den Lehrstuhl für Pastoraltheologie und Pädagogik an der Universität und wurde 1848 ordentlicher Professor. Von 1859-60 war er Prorektor der Universität und erhielt 1865 die Ehrendoktorwürde der Universität Wien; 1868 schließlich den den Titel geistlicher Rat.
Alban Stolz starb kurz nach seinem 50. Priesterjubiläum an den Folgen einer Lungenentzündung und wurde in Bühl bestattet.
Der Schriftsteller Alban Stolz
Alban Stolz war ein sehr produktiver katholischer Volksschriftsteller. Sein 1843 anonym verfasster Kalender für Zeit und Ewigkeit für das gemeine Volk und nebenher für geistliche und weltliche Herrenleute wurde so kritisch betrachtet, dass dessen Verleger Villinger ihn zurückziehen wollte, jedoch zu einem solchen Erfolg avancierte, dass er in insgesamt über 30 Auflagen erschien und auch in evangelischen Gebieten vertrieben wurde.
Seine Reisen unter anderem nach Spanien, in die Türkei und in das Heilige Land inspirierten ihn zu etlichen Werken, die teilweise auch übersetzt wurden. Ebenfalls erhalten ist sein umfangreicher Briefwechsel und ein Tagebuch. Bereits 1884, ein Jahr nach seinem Tode, erschien eine erste Biografie. Alban Stolz war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein viel gelesener Schriftsteller. Der nach dem Zweiten Weltkrieg aufgekommene Wertewandel führte zu einer Abnahme seiner Publikationen.
Alban Stolz heute
Freiburg
In Freiburg erinnert einiges an Alban Stolz: Vor dem theologischen Konvikt steht eine Bronzebüste; eine Straße, ein [http://www.albanstolzhaus.de katholisches Studentenwohnheim] und eine Kindertagesstätte tragen seinen Namen.
Bühl
Das Grabmal Alban Stolz' ist in der Alban-Stolz-Kapelle in Bühl. Ebenfalls nach ihm benannt sind eine Straße und ein Gemeindehaus.
Weblinks
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• Auszug aus dem Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon mit Bildern der Alban-Stolz-Kapelle in Bühl
• Alban Stolz bei New Advent (englisch)

