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Lizenzbestimmungen Der Text / Artikel / Inhalt auf dieser Seite innerhalb der Rubrik "Online Lexikon" basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Alanya aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Inhalte stehen unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar.
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Alanya


Alanya ist einer der beliebtesten Badeorte der türkischen_Riviera und liegt 135 km östlich von Antalya.

Namensherkunft


Der Name der Stadt stammt aus dem 13. Jahrhundert, von Ala-iye, Stadt des Ala. Da die Stadt im 13. Jahrhundert als Winterresidenz des seldschukischen Sultan Alaeddin Keykubad benutzt wurde, hieß die Stadt ab dann nach dem Namen des Sultans, ?Alaiye?. In lateinischen Quellen heißt die Stadt meist Alaya.
Den heutigen Namen ?Alanya? erhielt die Stadt 1933 von Kemal_Atatürk. Diese Namensänderung basiert auf einem Übermittlungsfehler des Stadtnamens, so die offizielle Version.

Geschichte


Der antike Name Alanyas ist Korakesion (= Rabenhorst). Die antike Stadt zählt zum Gebiet von Pamphylien. Im zweiten Jahrhundert war es eine Basis kilikischer Piraten. Der Piratenhäuptling Diototus Tryphon erbaute eine Festung. Die Piraten wurden schließlich 67 v. Chr. durch Pompeius besiegt. In byzantinischer Zeit hieß der Ort Kalon oros, schöner Berg. 1221 nahm Alaeddin Keykubad I die Stadt ein und nannte sie Alaiye. Der Herrscher Kyr Vart wurde nach Konya-Aksehir deportiert. Hiernach heirate Kyr Varts Tochter den Sultan und wurde in Kayseri im Huand Hatun-Haus (1237) begraben.

Nach dem Niedergang des seldschukischen Reiches wurde die Gegend 1471 dem Osmanischen Reich angegliedert. Auch die Janitscharen-Regimenter, die Sultan Murat I. unter christlichen Knaben zwangsrekrutierte, spielten eine Rolle in Alaiye. Mit Tarsus zusammen gehörte sie 1571 zu Zypern, 1864 wieder zu Konya und seit 1868 zu Antalya bzw. zu dieser Provinz.

Der moderne Tourismus wurde durch eine Zufallsentdeckung und den Weitblick eines Mannes begründet: 1948 wurde bei Hafenarbeiten die Damlata?-Höhle entdeckt.
Die ersten Untersuchungen leitete ein Bürger Alanyas, Galip Dere. Dieser hatte aus Deutschland von der heilenden Wirkung der Höhlenluft gehört und ließ entsprechende Untersuchungen durchführen, die die heilende Wirkung auf das Atmungssystem betätigten.
Er erhielt die Erlaubnis, den Eingangsbereich zu vergrößern und anzulegen und sandte anschließend Fotos an Zeitungen in der ganzen Türkei. Damit ist Galip Dere der eigentliche Begründer der touristischen Tradition in Alanya, der längsten an der türkischen Mittelmeerküste.

Sehenswürdigkeiten



von Alanya
Im 2. Jahrhundert v. Chr. wurde diese weiter befestigt und ausgebaut. Diese Bauten bestimmen noch heute das Gesicht der Altstadt.
*Roter Turm in Backsteinbauweise am Hafen, 33 m hoch; der Turm wird als ethnographisches Museum genutzt.
*
Seldschukische]_Schiffswerft
*Burgberg_von_Alanya_mit_altem_Stadtzentrum,_Moschee_und_[[Karawanserei] Schiffswerft
*Burgberg von Alanya mit altem Stadtzentrum, Moschee und [[Karawanserei
* Stadtteil "Tophane" zwischen Burgmauer und Rotem Turm
*Am Fuße des Burgberges befindet sich die Damlata?höhle (Tropfsteinhöhle) mit einer gleichmäßigen Temperatur von 22 °C und 96 % Luftfeuchte
* Archäologisches Museum
* die seit 1998 offiziell zugängliche "Dimhöhle" etwa 15 km vom Zentrum entfernt
* der Dimcay-Fluss mit vielen "Picknickrestaurants"
* weiter östlich die Stadt Anamur mit der sehenswerten Burg und der historischen Stadt Anemurion

Städtepartnerschaften


Alanya ist mit folgenden Städten verschwistert:
Nea Ionia, Griechenland
Gladbeck, Deutschland
Wodzis?aw ?l?ski, Polen
Schwechat, Österreich

Ausländer in Alanya



Alanya ist bei Deutschen sehr beliebt. Im Stadtgebiet findet man fast überall deutsche Beschilderungen und deutsch sprechende Türken. In Alanya lebt die größte Anzahl deutscher Aussiedler (10.000 im Jahre 2006) in der Türkei, welche hauptsächlich aus Pensionären besteht, die ihre Pensionszeit lieber im warmen Süden als in der deutlich kühleren Heimat verbringen wollen. Ein nicht unwichtiger Teil der ausländischen Einwohner besteht ferner aus europäischen Frauen, die einen Türken geheiratet haben. In der Regel fallen diese aber im Stadtbild weitaus weniger auf, da sie meist gut integriert sind und die Landessprache sprechen.

Als einzige Stadt der Türkei verfügt Alanya über einen Ausländerbeirat, der sich aus freiwilligen Mitgliedern verschiedener Nationen zusammensetzt. Dieser hat bei relevanten Themen die Möglichkeit zur beratenden Teilnahme an Stadtratssitzungen. Ausländer mit Beratungsbedarf können sich zu täglichen Sprechzeiten an den Beirat wenden, der das Büro ehrenamtlich besetzt.

Die Ausländerpolizei in der Nähe des Busbahnhofes ("Otogar"), bei der Aufenthaltserlaubnisse beantragt werden, wenn der Aufenthalt länger als 90 Tage am Stück beträgt, hat eigens einen deutsch- und englisch sprechenden Beamten abgeordnet. Die "Verlängerung" des 90-tägigen Aufenthaltes durch Ein-und Ausreise (Zum Beispiel nach Nordzypern), ist zwar nicht legal, wird aber stillschweigend von den Behörden toleriert, solange die betreffende Person nicht anderweitig auffällt.

Neben aus Deutschland importierten Zeitungen und einer in Antalya gedruckten Ausgabe der BILD-Zeitung (aber ohne spezielle türkische Inhalte) gibt es weitere in der Türkei herausgegebene deutschsprachige Zeitungen, darunter die die Wochenzeitung "Aktuelle Türkei Rundschau-Prima Leben", den ?Alanya-Boten? (vierzehntägig, deutsche und türkische Beiträge), die ?Deutsche Türkei Zeitung - Prima Türkei? (vierzehntägig) sowie "Orange" (wöchentliche Beilage zu einer türkischen Tageszeitung, deutsche und englische Beiträge).

Neben den Deutschen gibt es auch eine Gruppe russischer Emigranten, die im Gegensatz zu den Deutschen eine eigene Schule besitzen. Außerdem gibt es viele Skandinavier, vor allem Dänen, und auch Niederländer in Alanya, diese konzentrieren sich auf den östlichen Stadtteil Mahmutlar.

In Alanya gibt es derzeit einen evangelischen Pastor, der zweimal im Monat einen Gottesdienst abhält. Alanya gilt offiziell als Außenstelle des in Antalya registrierten katholischen St.-Nikolaus-Vereins.
Am 25. Februar 2006 wurde eine protestantische Kirche in Alanya eröffnet, der höchste örtliche Würdenträger der islamischen Religionsgemeinschaft nahm als Ehrengast teil an der Eröffnung.

Literatur


* Scott Redford: Landscape and the state in medieval Anatolia. Seljuk gardens and pavilions of Alanya, Turkey. Oxford 2000 (BAR international series 893). ISBN 1-8417-1095-4
* Hansgerd Hellenkemper, Friedrich Hild: Lykien und Pamphylien, Tabula Imperii Byzantini 8. Wien 2004. ISBN 3-7001-3280-8, S. 587-594 (mit Quellen und reicher Literatur zu Geschichte und Denkmälern)
* Ha?im Yetkin: Von der Vergangenheit bis zur Neuzeit - Alanya. Alanya.

Weblinks



Alanya Guide
Website der Stadt Alanya (türkisch)
Offizielle Website der Tourismusabteilung der Stadt
Bilderseite von Side







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