Alahis
Alahis von Trient war nach dem Tod des Königs Perctarit im Jahre 688 Gegenkönig der Langobarden gegen Cunincpert.Ursprünglich war Alahis Herzog von Trient un Brescia. Als solcher hatte er sich militärische Meriten bei einem Sieg gegen einen bairischen Grafen geholt. Cunincpert soll zu Lebzeiten seines Vaters Perctarit bei diesem darauf gedrängt haben, dass Alahis auch Herzog von Brescia wurde; Perctarit willigte ein, blieb aber Alahis gegenüber skeptisch. Nach Perctarits Tod lehnte sich dann Alahis offen gegen Cunincpert auf und es gelang ihm, Pavia zu besetzen, während Cunincpert sich bis zum Comer See zurückziehen musste. Alahis verlor allerdings schnell an Unterstützung, nicht zuletzt durch seine antikatholische Politik - er war einer der letzten wichtigen Wortführer der Arianer unter den ansonsten schon weitgehend für den Katholizismus gewonnenen Langobarden. Paulus Diaconus berichtet davon, dass zwischen Cunincpert und Alahis ein Zweikampf vereinbart, dann aber wieder abgelehnt worden sei. Stattdessen kam es an der Adda zur entscheidenden Schlacht, in der Alahis fiel.

