Aladdin (Film)
Aladdin ist der 31. abendfüllende Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios aus dem Jahr 1992. Er bezieht sich auf die Geschichte Aladdin und die Wunderlampe aus den Märchen_aus_1001_Nacht, wobei viele Elemente der traditionellen Story für den Film geändert wurden. Mit dem Film brach 1992 ein neues Zeichentrickalter an, denn die Möglichkeiten moderner Tricktechnik wurden hier voll ausgereizt.
Als Sprecher wurde unter anderen Robin Williams als Dschinni verpflichtet. Aladdin war der erste animierte Kinofilm, bei dem auf eine namhafte Besetzung der Rollen Wert gelegt wurde. Von da an waren bekannte Namen in den Sprecherrollen sehr begehrt, was zum Beispiel neuere Filme wie Toy Story oder Shrek belegen.
Handlung
Aladdin ist ein Straßendieb, der sich in der großen, geschäftigen Stadt Agrabah mit seinem Affen Abu über die Runden schlägt. Sein Leben ändert sich von dem Moment an, als sich Prinzessin Jasmin verschleiert unter das Volk mischt. Durch Zufall lernt er sie kennen und sie geht ihm nicht mehr aus dem Kopf.
Er versucht sie nun unter allen Umständen wiederzusehen, doch er wird vom bösen Ratgeber des Sultans, Dschafar, in den Kerker geworfen, wo er von Dschafar, verkleidet als ein alter, gebrechlicher Mann, in dessen Pläne involviert wird, das Land mit einer mysteriösen Wunderlampe zu beherrschen. Dschafar bittet Aladdin, die Lampe für ihn zu holen, da nur eine Person, die einen "ungeschliffenen Diamanten" darstellt, die Lampe aus der geheimnisvollen Höhle bergen kann. Doch er darf nichts anderes als die Lampe berühren, sonst fällt die Höhle in sich zusammen.
Als Aladdin die Lampe erreicht hat und nebenbei einen fliegenden Teppich gefunden hat, berührt sein Affe Abu einen der verbotenen Schätze, worauf die Höhle zu zerfallen beginnt. Als er den Ausgang erreicht, wartet "der alte Mann" schon auf ihn, nimmt ihm die Lampe ab und wirft ihn zurück in die Höhle. Als Aladdin die Hoffnung schon aufgeben will, zeigt ihm Abu die Lampe, die er Dschafar, bevor dieser Aladdin hineinwarf, abgenommen hatte. Als Aladdin versucht, die Inschrift auf der Lampe zu lesen und dazu den Schmutz von ihr reibt, erscheint der unglaubliche Geist aus der Lampe: Dschinni! Dieser gibt ihm nun drei Wünsche frei. Aladdin bringt zunächst einmal Dschinni dazu, ihn aus der Höhle herauszubringen, ohne es als seinen ersten Wunsch zu formulieren. Ihm wird klar, dass er mit Dschinni die schöne Jasmin für sich gewinnen kann, die nach dem Gesetz ausschließlich einen Prinzen heiraten darf.
So zieht Aladdin als Prinz Ali in einem pompösen Aufzug in die Stadt ein, doch Jasmin winkt ab, da sie ihn nur für einen weiteren austauschbaren Heiratskanditaten hält. Aladdin gibt aber nicht auf und lädt sie zu einem nächtlichen Spazierflug auf seinem fliegenden_Teppich ein, den er aus der Höhle mitgebracht hat. Jasmin erkennt, dass Aladdin anders als die anderen Prinzen ist und erlaubt ihm, sie wiederzutreffen. Doch den beiden kommt wiederum Dschafar in die Quere, der im Prinzen Ali den Straßendieb Aladdin wiedererkannt hat. Er stiehlt, mit Hilfe seines Papageis Jago, die Wunderlampe und tyrannisiert von da an den Sultan und seine Tochter Jasmin, die er nun versucht für sich zu gewinnen.
Aladdin, Abu und Dschinni können den größenwahnsinnigen Dschafar jedoch mit einem Trick überwältigen. Dschinni erfüllt Dschafars Wunsch, selbst ein Dschinni zu sein, woraufhin Aladdin ihn in der Wunderlampe gefangen nimmt, denn auch zum größten Dschinni aller Zeiten gehört stets eine Lampe, die ihn zum Diener macht. Dschafar kommt nun erst wieder aus der Lampe heraus, wenn jemand jemals daran reiben sollte, und Dschinni verbannt die Lampe mit einem weiten Schnipser für 10.000 Jahre in die Wunderhöhle zurück. Mit seinem letzten Wunsch schenkt Aladin Dschinni schließlich die Freiheit.
Auszeichnungen
*1995 - ASCAP Film and Television Music Award für Alan Menken für den Besten Song*
*1994 - BMI Film Award für Alan Menken für den Besten Song*
*1994 - Grammy für Alan Menken und Tim Rice für den Besten Song*
*1994 - Grammy für Alan Menken für die Beste Filmmusik
*1993 - MTV Movie Award für Robin Williams in der Kategorie Best Comedic Performance
*1993 - Golden Globe für Alan Menken und Robin Williams
*1993 - BMI Film Music Award für Alan Menken
*1993 - Oscar für Alan Menken für die Beste Filmmusik
*1993 - Oscar für Alan Menken und Tim Rice für den Besten Song*
*1992 - Los Angeles Film Critics Association Award in der Kategorie Best Animation
* für "A Whole New World"
Hintergründe
* Bei der Figur des Aladdin orientierten sich die Zeichner bei dem damals jungen Schauspieler Tom Cruise.
* Dschinni war eine der populärsten Figuren des Films und gehört heute genau wie die anderen Figuren zur modernen Popkultur.
* Robin Williams sang alle Lieder mit dem Dschinni selber und schrieb sogar noch einige Zeilen davon eigenhändig.
* Der Film basiert zu großen Teilen auf der indischen, anstatt der arabischen Kultur.
* Dschafar scheint sich in Alchemie auszukennen. In seinem Geheimlabor finden sich zahlreiche Instrumente zur Erforschung der Naturphilosophie.
Fortsetzungen
Das Produktionsteam von Aladdin veröffentlichte noch zwei weitere Filme für den DVD- und Video-Verkauf, sodass man von einer Aladdin-Trilogie sprechen kann. So kam 1994 Dschafars Rückkehr und 1996 Aladdin und der König der Diebe heraus, die beide Aladdins Geschichte weitererzählen.
Zusätzlich entstand ab 1994 eine 86-teilige Fernsehserie, die zeitlich zwischen dem zweiten und dritten Film angelegt ist.
Literatur
Elmar Biebl, Dirk Manthey, Jörg Altendorf et al.: Die Filme von Walt Disney. Die Zauberwelt des Zeichentricks. 2. Auflage, 177 S. Milchstraße, Hamburg 1993, ISBN 3-89324-117-5
Weblinks
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