Al-Zubayr Rahma
Al-Zubayr Rahma (Geburtsname al-Zubayr Rahma Mansur, Alternativnamen: al-Zobeir Rahma Pasha oder Zobeir Pascha oder Siber-Rachama-Gjimme-Abi), (* 1830) war ein sudanesischer Sklavenhändler und militärischer Führer in Sudan.
Zobeir war ein mächtiger Sklavenhändler im Gebiet Sudans, Tschad und Zentralafrikas. Er verfügte über eine mehrere Tausend Mann starke Armee. 1873 griff er die Fur-Sultane im westlichen Sudan an und eroberte bis 1874 deren Land für die Ägypter. Khedive Ismail Pascha ernannte ihn dafür zum Pascha
Nach der Ernennung Charles George Gordons zum Generalgouverneur Sudans und dessen Kampf gegen den Sklavenhandel kam es zu Differenzen zwischen ihm und der ägyptischen Regierung. Sein Sohn Suleiman kämpfte 1878 gegen Gordon und wurde dabei getötet. Trotzdem planten die ägyptische Regierung und Gordon Zobeir beim Ausbrechen des Mahdi-Aufstandes als Gouverneur Sudans einzusetzen. Am 26. Januar 1884 trafen deshalb Gordon und Zobeir, in Gegenwart von Evelyn Wood, Giegler_Pascha und Evelyn_Baring zusammen. Die Einsetzung Zobeirs wurde aber von der Regierung in London abgelehnt, die keinen ehemaligen Sklavenhändler an der Spitze Sudans sehen wollte. 1885 wurde Zobeir wegen seiner möglichen Unterstützung der Mahdisten in Kairo verhaftet und nach Gibraltar gebracht. 1887 wurde ihm erlaubt nach Kairo zurückzukehren und 1899, nach der Niederschlagung des Mahdi-Aufstandes, kehrte er zurück nach Sudan.
Literatur
* A. Hodges: Kitchener. Vorhut-Verlag, Berlin 1937
* Westphal, Wilfried: Sturm über dem Nil: Der Mahdi-Aufstand, aus den Anfängen des islamischen Fundamentalismus, Sigmaringen 1998, ISBN 3-89340-025-7

