Al-Askari-Schrein
thumb|Irakische_Truppen_bereiten_sich_auf_die_Stürmung_des_von_Aufständischen_besetzten_al-Askari-Schreins_im_Oktober_2004_vor
Der al-Askari-Schrein ( Marqad al-im?main ?Al? al-H?d? wa al-Hasan al-?Askar?) ist die Bezeichnung für einen Schrein und die ihn bergende Moschee in der Stadt Samarra, die 125 Kilometer nördlich von Bagdad entfernt im Irak liegt. Er ist auch als ?Grab der zwei Imame? oder ?Goldene Moschee? bekannt und gilt als eines der wichtigsten Heiligtümer der schiitischen Muslime.
Im Schrein liegen der Imam Ali al-Hadi und sein Sohn Imam al-Hasan al-Askari ? der 10. und 11. Imam der Zwölfer-Schiiten/Imamiten ? sowie zwei weibliche Angehörige der Familie des Propheten Mohammed begraben, nämlich Hakima Chatun, die Schwester von Imam Ali an-Naqi, welche ausführlich über die Umstände der Geburt von Imam al-Mahdi berichtet hat, und Nargis Chatun, die Mutter von Imam al-Mahdi. Über dem eigentlichen Schrein erhebt sich der rund 68 m hohe Hauptturm mit einem Durchmesser von etwa 20 m, dessen goldene Kuppel von N?ser ad-D?n Schah gestiftet und unter Muzaffar_ad-D?n_Schah im Jahre 1905 fertiggestellt wurde.
Der Schrein wird jedes Jahr von Tausenden schiitischer Pilger aus aller Welt besucht. Im Oktober 2004 wurde das Gebäude von Aufständischen besetzt. Am 22. Februar 2006 wurde der Schrein von Extremisten durch einen Sprengstoffanschlag schwer beschädigt, wobei die Kuppel zerstört wurde. Der irakische Ministerpräsident Ibrahim al-Dschafari ordnete daraufhin eine dreitägige Staatstrauer an. Die Operation Swarmer wurde aufgrund dieses Anschlags und der anhaltenden Gewalt in der Region durchgeführt.
Im Anschluss kam es im ganzen Land zu Ausschreitungen zwischen Schiiten und Sunniten. Am 22. Februar wurden mindestens 33 sunnitische Moscheen im Irak angegriffen.Tagesschau: [http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5260962_NAV_REF1,00.html Irak: Ausgangssperre verlängert.] 24. Februar 2006 [7. März 2006] Die Sunniten boykottieren daraufhin zeitweise die Gespräche über eine Regierungsbildung im Irak. Sie warfen der Regierung vor, diese kümmere sich nicht um die Sicherheit ihrer Volksgruppe. Der Präsident des Iraks, Dschalal Talabani, warnte Sunniten und Schiiten vor einem Bürgerkrieg zwischen beiden Bevölkerungsgruppen.
Quellen
Weblinks
• Nachrichtenartikel auf n-tv.de
• Artikel auf Spiegel.de mit Video

