Aktivierungsausbreitung
Das Modell von Collins und Loftus zur Aktivierungsausbreitung (Spreading Activation Network) findet in der Sprachpsychologie und beim semantischen_Priming seine Anwendung und dient zur Veranschaulichung der Prozesse, welche bei der Auswahl eines Wortes im Gehirn ablaufen. Dem Modell zugrunde liegt ein Mentales Lexikon, welches als neuronales Netzwerk aufgebaut ist. Demnach breitet sich die Aktivation eines Wortes über die jeweils mitabgespeicherten Zusammenhänge mit anderen Worten aus.Die einzelnen Knoten (Rot, Hitze, Feuer usw.) des Netzwerkes bilden die Konzepte. Die (assoziativen)_Zusammenhänge der einzelnen Konzepte werden durch Kanten (Linien) dargestellt. Nach Aktivation eines Konzeptes breitet sich die Auswahl weiterer Konzepte (Knoten) über die jeweils verfügbaren Assoziationen (Kanten) aus.
Die Ausbreitung erfolgt dabei gleichzeitig in alle verfügbaren Richtungen. Beim semantischen Priming ist zudem zu beobachten, dass bereits aktivierte Konzepte ab dem zweiten Zugriff schneller gefunden werden. Es handelt sich also um eine Art von mentalem Cache.
Literatur
*Collins, A. M., & Loftus, E. F. (1975): A spreading-activation theory of semantic processing. Psychological Review, 82, 407-428

