Aktion Saubere Leinwand
Die Aktion saubere Leinwand ? gemeint war damit die Kinoleinwand ? war eine in den 1960er Jahren gestartete Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hatte, die sich nach zaghaftem Beginn immer rascher ausbreitende Sexualisierung der Medien durch Zensur- und Kontrollmaßnahmen, nicht zuletzt aber auch durch eine Änderung des Grundgesetzes zu unterbinden.Maßgeblicher Initiator war der Jurist Adolf Süsterhenn, der sich der ?allgemeinen sittlichen Ordnung? verpflichtet sah und mit seiner Aktion die Jugend vor den Gefahren von ?Schmutz und Schund? schützen und vor allem Unsittliches aus dem Kino verbannen wollte.
Wegen zeitgenössischer Filme wie Die Sünderin, Das Schweigen oder Geschichten hinter Wänden mit einigen - aus heutiger Sicht eher belanglosen, damals jedoch Aufsehen erregenden - freizügigen Szenen sah er die sittliche Ordnung in Gefahr.
Süsterhenn handelte sich mit seinen Bemühungen allerdings hauptsächlich Spott und Kritik von Künstlern und Kulturschaffenden ein, so soll ihn Heinrich Böll als ?Professor Lüsterhahn" tituliert haben.

