Akram al-Haurani
Akram al-Haurani, auch Hourani, (1915 in Hama; ? 24. Februar 1996) war ein syrischer Politiker und Mitbegründer der Arabischen Sozialistischen Baath-Partei (ASBP).Leben
Nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Beirut und Damaskus ergriff Akram al-Haurani 1939 den Beruf eines Rechtsanwalts. Bereits vier Jahre später wurde er 1943 Deputierter im syrischen Parlament. Von 1948-49 war der 33-jährige dann Freiwilliger im Palästina-Krieg.
Nach der syrischen Niederlage 1949 fungierte Akram al-Haurani als einer der Drahtzieher des Putsches von Husni az-Zaims und war unter diesem bis 1950 Landwirtschafts-, Verteidigungs- und Informationsminister. 1950 erfolgte von seiner Seite die Gründung der Arabischen Sozialistischen Partei, die sich
1953 mit der 1946 gegründeten Baath-Partei Aflaqs und Bitars vereinigte. Vorsitzender der neuen ASBP wurde Haurani, der Baath-Mitbegründer Arsouzi trat aus Protest aus.
Von 1954-1957 war Akram al-Haurani dann Vizepräsident des syrischen Parlaments, aufgrund seiner persönlichen Freundschaft zu Präsident Shishakli. Ein Jahr später 1958 avancierte er zum Vizepräsident der Union Ägyptens mit Syrien. Allerdings war er ein Gegner Gamal Abdel Nassers und daher auch 1961 an der Abspaltung Syriens mitbeteiligt. 1962 erfolgte allerdings seine Absetzung und der Ausschluss aus der Baath-Partei, doch trotz der Machtergreifung der Baath-Partei 1963 und des von Haurani geförderten linken Parteiflügels 1966 stand Akram al-Haurani in Opposition zu Premier Zayyen und General Hafiz al-Assad. Deswegen wurde er 1966 verhaftet und es folgte seine Abschiebung nach Zypern, später nach Paris.
1980 wies Akram al-Haurani dem Assad-Regime wegen der Ermordung Bitars in Paris die Hauptschuld zu. Er starb am 24. Februar 1996.

