Akkretion (Astronomie)
In der Astronomie ist die Akkretion (lat. accretio für "Anwachsen") die Bezeichnung für einen Vorgang, bei dem ein kosmisches Objekt Materie aufgrund seiner Gravitation und aufgrund von Adhäsionskräften aufsammelt.Prozess
Das aufsammelnde Zentralobjekt heißt Akkretor oder gravitierendes Objekt. Das sind entweder gewöhnliche Sterne oder kompakte_Objekte. Dazu zählen die Weißen_Zwerge, Neutronensterne, stellare und supermassereiche Schwarze_Löcher. Den Materiestrom nennt man in der Akkretionsphysik den Akkretionsfluss.
Auswirkungen
Die Teilchen, z. B. Atome in Molekülwolken, Staub in einem Protoplanetensystem oder Gas in einem entwickelten Doppelsternsystem erzeugen Planetesimale, Vorläufer von Planeten.
Bei jungen und alten Sternen (z. B. bei T-Tauri-Sternen oder Röntgendoppelsternen) bilden sich durch den Drehimpuls des Systems oft Akkretionsscheiben aus, welche die beobachtbaren physikalischen Effekte dieser Objekte beeinflussen und z. B. als Erklärung für bipolare_Ströme dienen.
Siehe auch
Koagulation (Astronomie)
Links
[http://www.mpe.mpg.de/~amueller/lexdt_a.html#akk Akkretion]. In: Andreas Müller: Astrophysik - Ausführliche Erläuterung

