Akkommodation (Erkenntnistheorie)
Die Akkommodation ist neben der Assimilation eine kognitive Struktur des Menschen (i. d. R. verwendet man diese Begrifflichkeiten für den kognitiven Erklärungsansatz, der auf Jean Piaget zurückgeht), die ihn dazu befähigt, einen neuen Sachverhalt mit seinen vorhandenen Erkenntnissen in Einklang zu bringen, weshalb auch häufig von dem Streben nach Gleichgewicht die Rede ist.Im Gegensatz zu der Assimilation, bei der das Kind einen neuen Sachverhalt an ein vorhandenes Schema anpasst, dient die Akkommodation als Möglichkeit für das Kind eine neue Erkenntnis zu verarbeiten (mit sich selbst in Einklang zu bringen), indem es das bis dahin befestigte Schema erweitert.
Beispiel:
Ein Kind macht die Begegnung mit einer Geige, woraufhin die Mutter dem Kind den Begriff "Geige" erklärt. Kurze Zeit darauf sieht das Kind eine Gitarre, diese kann das Kind aufgrund der optischen Ähnlichkeit noch in das Schema "Geige" einordnen. Wird das Kind jedoch demnächst auf die Musikinstrumente Flöte, Trommel und Klavier stoßen, so kann das Schema "Geige" nicht länger beständig bleiben, weshalb das Kind nun weitere detaillierte Schemata anlegt, so befindet sich das Kind erneut in einem Äquilibrium (Gleichgewicht mit der Umwelt).

