Akimi Yoshida
Akimi Yoshida (jap. ???? Yoshida Akimi; 12. August 1956 in Tokio, Japan) ist eine japanische Manga-Zeichnerin. Ihre Werke, die in Japan fast alle beim Sh?gakukan-Verlag erscheinen, richten sich vorwiegend an ein weibliches Publikum.Biografie
Während ihres Studiums an der Musashino-Kunst-Universität nahm sie an einem Wettbewerb des beim Sh?gakukan-Verlag erschienenen Manga-Magazins Sh?jo Comic teil und wurde für ihren kurzen Manga ausgezeichnet. Mit der Kurzgeschichte Chotto Fushigi na Geshukunin veröffentlichte sie im März 1977 im Bessatsu Sh?jo Comic, einem Schwestermagazin des Sh?jo Comic mit einer Auflage von ungefähr 80.000[http://www2.plala.or.jp/eiko/review/r03_graph.html Auflagen von Sh?jo-Manga-Magazinen von 1979 bis 2000] zu dieser Zeit, ihr erstes Werk als professionelle Zeichnerin. Es folgten einige weitere kurze Comics für Bessatsu Sh?jo Comic, bis sie im Februar 1978 ihren ersten längeren Manga begann. California Monogatari, so der Titel der in New_York spielenden Manga-Serie, endete im Dezember 1981 nach über 1.300 Seiten.
Für zwei ihrer nach der Beendigung von California Monogatari entstandenen Werke, Kawa yori mo nagaku yuruyaka ni und Kissh? Tennyo, gewann Yoshida 1984 den 29. Shogakukan-Manga-Preis in der Kategorie Sh?jo. Zwischen Mai 1985 und Juli 1986 veröffentlichte die Zeichnerin Sakura no Sono im LaLa-Magazin. In dem Manga, der 1990 als Realfilm umgesetzt wurde, erzählt sie von einer Gruppe von Schülerinnen, die sich nichts aus Geschlechterrollen machen und zu Frauen werden.
Im Mai 1985 erschien das erste Kapitel von Banana Fish im Bessatsu Sh?jo Comic, dem erfolgreichsten und mit einem Umfang von 3.400 Seiten in neunzehn Sammelbänden längsten Werk der Autorin. Der Manga sicherte sich schon kurz nach seinem Erscheinen eine große Fangemeinde. Banana Fish beginnt damit, dass ein junger US-Amerikaner in Vietnam wild um sich schießt und daraufhin ?Banana Fish? murmelt. Die eigentliche Geschichte dreht sich um Ash Lynx, einen jungen, homosexuellen Mann in New York, Anführer einer Straßengang, der auf die Spuren der ?Banana Fish?-Droge kommt und es unter anderem mit der Mafia aufnehmen muss. Der actionbetonte Mystery-ThrillerFrederick L. Schodt: Dreamland Japan, S. 204 wurde ins Koreanische, Chinesische, Englische, Italienische, Französische und teilweise auch ins Deutsche übersetzt.
Nach der Beendigung Banana Fishs im September 1994, die sogar in großen Zeitungen erwähnt wurde, zeichnete Yoshida Lovers' Kiss und ab Juli 1996 Yasha. Letzterer Manga, den sie im August 2002 nach ungefähr 2.100 Seiten abschloss, handelt von geklonten Zwillingsbrüdern. Yasha brachte Yoshida 2003 eine Nominierung für den Seiun-Preis und 2002 erneut den Shogakukan-Manga-Preis ein. Mit Eve no Nemuri fand der Manga von August 2003 bis 2005 im Flowers-Magazin, das sich an eine etwas ältere Zielgruppe als Bessatsu Sh?jo Comic richtet, eine Art Fortsetzung, da der Protagonist darin der Sohn von einer der Hauptfiguren in Yasha ist. Eve no Nemuri war 2006 für den Osamu-Tezuka-Kulturpreis nominiert.
Yoshida gestaltete das Character-Design des 1985 veröffentlichten, 44-minütigen Zeichentrickfilms Bobby ni Kubittake (????????), und publizierte mehrere Artbooks (beispielsweise California Tuning zu California Monogatari und Angel Eyes zu Banana Fish).
Stil
Akimi Yoshida zeichnet Comics für Mädchen und junge Frauen (sh?jo manga). Vor allem Banana Fish fand jedoch auch bei jungen Männern großen AnklangJacqueline Berndt: Phänomen Manga, S. 124, was sich wohl auf ihren für eine Mädchenmanga-Zeichnerin untypischen, vor allem von Katsuhiro Otomo beeinflussten Zeichenstil zurückführen lässt. In Banana Fish verwendete Yoshida einen klareren Stil als bei beispielsweise Yasha, wo sie sich mit einer zarteren Linienführung dem vorherrschenden Stil der Mädchenmangas angepasst hat.Sakura Ilgert: Das Stigma des Dämons. In: AnimaniA. 06/2004, S. 48
Zwar knüpfte Yoshida mit der Homosexualität des Protagonisten in Banana Fish an klassische, weibliche Zeichnerinnen wie Moto Hagio an, verzichtete allerdings auf große Augen und Blumen zur Zierde, wie es in Mädchenmanga üblich war, und konzentrierte sich stattdessen auf Actionszenen und speed lines, die hauptsächlich in Sh?nen- und Seinen-Manga zur Verwendung kamen.Schodt, S. 206 Damit hatte sie durchaus Erfolg. Viele ihrer Werke wurden zu BestsellernMasanao Amano: Manga Design, S. 565 und wurden später neu aufgelegt.
Ihre Werke unterscheiden sich von der Handlung her teilweise stark voneinander. Während Banana Fish eine actionreiche Kriminalgeschichte ist, sind Yasha und Eve no Nemuri im Science-Fiction-Bereich anzusiedeln. Auf eine lyrische Art und Weise anders sind Werke wie Kissh? Tennyo und Sakura no Kono, die sich Themen wie dem Erwachsenwerden von Mädchen und der Objektifizierung der Frau widmen.Masanao Amano: Manga Design, S. 565 ?[...] wenn man nach einem verbindenden Thema [in Yoshidas Werken] sucht,? so Masanao Amano in Manga Design, ?liegt es wohl in Menschen, die, unterdrückt von physischen oder politischen Mächten beziehungsweise gefangen in ihrem sozialen Umfeld, auf der Suche nach Freiheit sind.?Masanao Amano: Manga Design, S. 565
Beeinflusst haben sie neben Otomo auch die Manga-Zeichner Seiichi Hayashi, der vor allem durch seine Arbeiten für das Avantgarde-Magazin Garo bekannt geworden ist, und Ry?ko Yamagishi sowie US-amerikanische Filme wie Easy Rider und Asphalt-Cowboy.[http://www.ne.jp/asahi/okumura/callenreese/yoshida/eyoshidaakimiindex.html Yoshida Akimi fan site]
Werke (Auswahl)
* Chotto Fushigi na Geshukunin (???????????), 1977
* California Monogatari (?????????), 1978?1981
* Kawa yori mo nagaku yuruyaka ni (???????????), 1983
* Kissh? Tennyo (????), 1983?1984
* Sakura no Sono (???), 1985?1986
* Banana Fish, 1985?1994
* Lovers' Kiss (????????), 1995?1996
* Yasha (YASHA-??-), 1996?2002
* Eve no Nemuri (?????), 2003?2005
Weblinks
• Biografie und Werkliste (englisch)
• Daten zu einigen ihrer Buchveröffentlichungen (japanisch)

