Akademie Bad Fredeburg
In der Akademie Bad Fredeburg in Schmallenberg in der Ortschaft Bad Fredeburg befindet sich ein Zentrum für Kultur, Bildung und Tourismus. Partner der Akademie sind das Humbold-Institut, die Musikschule Hochsauerlandkreis und die Stadt Schmallenberg. In dem Gebäude sind ferner die Geschäftsstellen des Sauerland-Tourismus e.V. und der Internationale Gesellschaft für Musikpädagogische Fortbildung e.V. (IGMF) untergebracht.Geschichte des Bauwerks
Das Gebäude der Akademie Bad Fredeburg hatte ein bewegte Geschichte. Anfang der 20er-Jahre wurde das Haus geplant, um dort eine Aufbauschule für Mädchen unterzubringen. Die Mädchenaufbauschule mit Internat bezog am 24. September 1928 das Gebäude. Doch bereits 1935 wurde das Bauwerk wegen erheblicher Schulden an die SA vermietet. Die SA erwarb später für den halben Erbauungspreis das Gebäude, um dort eine SA-Führerschule einzurichten. Nachfolgend wurde daraus die einzige SA-Gruppenführerschule in Deutschland. Für die damalige Stadt Fredeburg war die Schule nicht nur finanziell ein Desaster. Eine Zeit lang kam es zwischen der katholischen Landjugend und den SA-Schülern zu erheblichen Streitigkeiten, Schlägereinen und sogar Überfällen. Doch erst 1944 erfolgte die Verlegung der SA-Schule nach Erwitte. Von 1944 bis zum ersten Luftangriff am 4. April 1945 war das Haus ein Lazarett.
Auf Druck der Engländer wurde dann im Oktober 1945 in dem Gebäude eine Polizeischule eröffnet. Nach Intervention der Bevölkerung erfolgte schon 1946 der Umzug der Schule. Hiernach gab es Überlegungen aus dem Haus eine Bildungseinrichtung zu machen. 1947 erhielt das Kultusministerium von Nordrhein-Westfalen von der englischen Verwaltung die Liegenschaft. Ein Jahr später fanden erste Schulungen in der neuen Bildungsstätte des Landes Nordrhein-Westfalen statt. Der deutsche Bauernverband erwarb 1952 das Gebäude, um dort die deutsche Bauernhochschule Fredeburg einzurichten. 1961 erfolgte mit dem Erweitungsbau die Umbenennung. Zunächst in Deutsche Landjugend-Akademie-Fredeburg e.V. (DLA) später in Andreas Hermes-Akademie. Im Jahr 1996 besuchten rund 19.000 Teilnehmer die Einrichtungen der DLA. Seit 2003 ist die neue Akademie Bad Fredeburg wieder im städtischen Besitz.
Literatur
*Ursula Schukraft, Die deutsche Landjugendakademie Fredeburg, Bildungsstätte im Sauerland seit mehr als 65 Jahren, S. 204 ff. Almanach Schmallenberger Sauerland, Westfälisches Schieferbergbaumuseum Schmallenberg, 1996
Weblinks
• Homepage Akademie Bad Fredeburg

