Airbus A380
Der Airbus A380 ist das größte in Serienfertigung produzierte Passagierflugzeug der Welt und das erste Großraumflugzeug mit zwei durchgängigen Passagierdecks.]]
Das neue Flaggschiff des Airbus-Konzerns ist der Einstieg in eine neue Klasse von Großraumflugzeugen. Es hat eine maximale zugelassene Sitzplatzkapazität von 853 Passagieren. Während der Konzeptionsphase wurde das Projekt als Airbus A3XX bezeichnet.
Geschichte
Entwicklungsziele
Für die Entwicklung des Flugzeuges war nicht nur die Erhöhung der möglichen Passagierzahl gefordert, sondern auch die Senkung der spezifischen Betriebskosten des Flugzeuges pro Person und Kilometer. Die A380 soll im Vergleich zu anderen modernen Passagierflugzeugen mit um 15 Prozent geringeren Kosten betrieben werden können. Die Entwicklungsziele konnten nur durch einen großen Einsatz von fortschrittlichen Werkstoffen, wie beispielsweise faserverstärktem_Kunststoff und neuartigen Bauweisen, wie etwa Sandwichkonstruktionen, zur Gewichtseinsparung erreicht werden. Die Rumpfaußenhaut besteht zum Beispiel nur noch an der Unterseite aus Aluminium. Die oberen zwei Drittel sind aus einer Aluminium-Glasfaser-Kunststoff-Laminatverbindung ?GLARE? gefertigt.
-Triebwerk]]Das Flugzeug soll, hauptsächlich durch neu entwickelte Triebwerke, im Vergleich zu anderen Großraumflugzeugen erheblich leiser sein. Die verbauten Triebwerke vom Typ Trent_900 von Rolls-Royce sind die größten und leistungsfähigsten Triebwerke, die je für ein vierstrahliges Passagierflugzeug entwickelt wurden. Sie haben einen Gebläsedurchmesser von 2,95 Metern und saugen 1,5 Tonnen Luft pro Sekunde an. Es wird statt der Rolls-Royce-Triebwerke auch das GP7200 der Engine Alliance (eine Gemeinschaftsentwicklung von Pratt & Whitney und General Electric) angeboten. Die deutsche Triebwerksfirma MTU Aero Engines aus München ist an der Herstellung des Triebwerks mit 22,5 % beteiligt und steuert die Hochdruckturbine, das Zwischengehäuse und die Niederdruckturbine bei.
Anders als bei vierstrahligen Flugzeugen sonst üblich, hat sich Airbus bei der A380 dazu entschieden, nur die inneren Triebwerke mit Schubumkehr auszustatten. Damit soll Gewicht gespart werden, außerdem wird es dadurch nicht nötig, die befestigten Grasflächen (?Schultern?) vorhandener Landebahnen zu verbreitern. Über diesen befinden sich die äußeren Triebwerke, die im Falle einer aktiven Schubumkehr Dreck aufwirbeln würden. Dieser könnte im schlimmsten Fall ins Triebwerk geraten und es beschädigen. Die Kompatibilität des Flugzeugs mit Flughäfen, die die Boeing 747, das bisher größte Verkehrsflugzeug, abfertigen, war ein weiteres wichtiges Entwicklungsziel.
Nach Unternehmensangaben betrugen die Entwicklungskosten in den letzten acht Jahren insgesamt zwölf Milliarden Euro.
Die herausstechende Besonderheit dieses Flugzeugs sind die zwei sich über die gesamte Kabinenlänge erstreckenden Passagierdecks. Bei der Boeing 747 erstreckt sich das obere Passagierdeck lediglich über das vordere Drittel (Erste Klasse). Die Außenmaße des Flugzeugs sollten dabei eine sogenannte 80x80-Meter-Box nicht übertreffen, damit es auf bestehenden Landebahnen und Rollwegen von Großflughäfen bewegt werden und auch die Abfertigungsinfrastruktur der Terminals nutzen kann. Zur optimierten Passagierabfertigung sind allerdings die bestehenden Einrichtungen derart zu erweitern, dass der Ein- und Ausstieg parallel über beide Decks erfolgen kann. Ziel ist das Erreichen vergleichbarer Turn-around-Zeiten wie bei einstöckigen Großraumflugzeugen mit zwei Gängen (Dual-aisle-Konfiguration). In Deutschland werden auf absehbare Zeit nur die Großflughäfen Frankfurt und München, bei Bedarf auch Berlin, derart erweitert werden.
Zeitplan
Die Entwicklung des Flugzeugs geht auf die 1980er Jahre zurück, in denen erste Machbarkeitsstudien bezüglich eines Großflugzeuges durchgeführt wurden. Erst in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre aber ergab sich eine Marktsituation, die eine Entwicklung gestattete. Diese Situation beruhte einerseits in der wachsenden Nachfrage nach Großraumflugzeugen, und andererseits auf einer anderen Markteinschätzung des Airbus-Konkurrenten Boeing, der keine Mittel für die Überarbeitung seiner Großraumflotte der Klasse 747 bereitgestellt hatte.Nachdem im Jahre 2000 die ersten 50 Bestellungen (Letters_of_intent) vorlagen, begann Airbus mit der Konstruktion. Der erste für die Flugerprobung gebaute Prototyp stand von Oktober 2004 bis Januar 2005 in der Endfertigung. Der Rollout, also die feierliche Zeremonie, bei der die A380 erstmals öffentlich die Werkshallen verließ und der Presse vorgestellt wurde, fand am 18. Januar 2005 statt. Die Staats- und Regierungschefs der Airbus-Hauptkooperationsländer, Jacques Chirac, Gerhard Schröder, Tony Blair und José Luis Zapatero waren bei der Feier anwesend, die auch live im Fernsehen übertragen wurde.Ein speziell für Strukturbelastungstests gebautes Exemplar (MSN 5001), welches nie fliegen wird, wird seit September 2005 bis voraussichtlich 2008 in der Flugzeugwerft Dresden in einer eigens dafür erbauten IABG-Testhalle einem Ermüdungsversuch unterzogen. Dabei werden 47.500 Flugzyklen simuliert, was etwa einem 25-jährigen Flugzeugleben entspricht. Nach erfolgreich bestandenen 5.000 Zyklen darf das erste Flugzeug an Kunden ausgeliefert werden.
Die erste Auslieferung der Passagierversion war für Juni 2006 an Singapore Airlines geplant. Die Auslieferungen an die Fluggesellschaften verzögerten sich allerdings mehrere Male, so dass mit der ersten Auslieferung erst zum Ende August 2007 an Singapore Airlines und im Jahr 2008 an Qantas gerechnet werden kann. Bei einer Verzögerung der Auslieferung haben die Fluggesellschaften vertraglich die Möglichkeit, Konventionalstrafen gegenüber Airbus einzufordern. Hierüber ist bisher Stillschweigen gewahrt worden (Stand Mai 2007).Die Frachtversion A380F sollte Anfang 2009 folgen und damit nur ein halbes Jahr vor dem projektierten Start der 747-8F. Die Verzögerungen führten zu einer Stornierung des Kunden FedEx und einer Umwandlung der Emirates-Bestellung in Passagiermaschinen. Damit blieben lediglich 10 A380-800F-Bestellungen des US-Frachtunternehmens UPS in den Auftragsbüchern. Mit diesem Kunden einigte man sich im Februar 2007 zunächst, dass Airbus wie auch UPS bis etwa Ende März 2007 Gelegenheit erhalten, die Bestellung zu überprüfen. Eine Stornierung durch eine der Vertragsparteien in diesem Zeitraum wäre für beide Parteien ohne Strafzahlungen möglich gewesen. Am 1. März 2007 gab Airbus bekannt, dass man die Entwicklung und Produktion der A380-800F bis auf weiteres wegen eines Mangels an ?kurzfristigen Perspektiven? aussetzen werde. Ziel sei es, sich zunächst auf die Passagier-Variante zu konzentrieren, auch wenn man langfristig von einer Wiederaufnahme des Frachterprogramms ausgehe. Ein Airbus-Sprecher betonte, dass man den UPS-Auftrag damit nicht storniert habe, sondern das Projekt lediglich ?einen neuen Zeitplan bekommen? habe. Auch bleibe die Frachtversion ein aktiver Bestandteil der A380-Familie, für den auch weiterhin Werbung bei Kunden betrieben werde.Tagesschau.de: [http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6469824_NAV_REF1,00.html Airbus stoppt vorerst Bau des A380-Frachtflugzeugs]
des A380 auf der ILA Berlin 2006]]
Am 29. Oktober 2005 wurde der internationale Flughafen Frankfurt als erster Flughafen außerhalb von Toulouse zur Durchführung von Abfertigungstests angeflogen.
Am 8. November 2005 wurde zum ersten Mal das Airbus_Werk_Hamburg_Finkenwerder von der zweiten Versuchsmaschine MSN 2 angeflogen.
Airbus gab am 13. Juni 2006 bekannt, dass die A380-Auslieferungen wegen Problemen mit der Kabinenelektronik, ausgenommen der ersten Auslieferung, um 6 bis 8 Monate verschoben werden müssten. Airbus hat das Problem durch zusätzliche Leisten an den Längsspanten gelöst, die lediglich ein Zusatzgewicht von 30 kg bedeuten.
* Eine ungenannte Privatperson aus dem zu reduzierten Preisen kauften. Thai Airways erhielt z. B. nach eigenen Angaben einen Rabatt von je zehn Millionen US-Dollar beim Kauf von acht Langstreckenflugzeugen des Typs A330-300. Dieser Rabatt gelte auch für vier Optionskäufe[http://foerderland.de/626+M546dd81b18f.0.html Rabatt für A330 als Schadensersatz].
Technische Daten
Einzelnachweise
Siehe auch
Die A380 auf der Airbus-Website
• Video des Starts ([http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html GFDL]-[http://creativecommons.org/licenses/by-sa/1.0/ CC-BY-SA]-lizenziert)
• Airbus A380-Produktionsliste
• Lufthansa A380 Portal
• ZDF Abenteuer Wissen
• Video des Evakuierungstests (2 min., ca. 10 MB)
be-x-old:??????? A380hy:Airbus A380

