Aillon-le-Vieux
Aillon-le-Vieux ist eine Gemeinde im Département Savoie in der Region Rhône-Alpes.
Geographie
Aillon-le-Vieux liegt auf 920 m ü. M., etwa 17 km nordöstlich der Stadt Chambéry (Luftlinie). Das Bergdorf erstreckt sich im Nordwesten des Département Savoie, im Massiv_der_Bauges, am östlichen Talhang des Ruisseau d'Aillon, am Fuß des Grand_Colombier.
Die Fläche des 21.63 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen stark reliefierten Abschnitt des Massivs der Bauges. Der zentrale Teil wird von einer Talsenke eingenommen, die durch den Ruisseau d'Aillon nach Norden zum Chéran entwässert wird. In geologischer Hinsicht bildet das Tal von Aillon eine Synklinale. Im Westen wird das Tal vom dicht bewaldeten Hang des Mont Margériaz (bis 1845 m ü. M.) flankiert. Die Grenze verläuft auf dem schmalen Berggrat, der vom Gipfel nach Nordosten ausläuft. Östlich des Tals erhebt sich der Grand Colombier, auf dem mit 2043 m ü. M. der höchste Punkt von Aillon erreicht wird, mit seinen Seitenbergen Dent de Rossanaz (1891 m ü. M.) und Rochers de la Bade (1843 m ü. M.). Untergliedert wird der von Felsbändern durchzogene Berghang durch zwei Erosionsrinnen und die Mulde Combe du Cheval.
Zu Aillon-le-Vieux gehören neben dem eigentlichen Ortskern auch verschiedene Weilersiedlungen und Gehöfte, darunter:
*Le Cimeteret (760 m ü. M.) westlich des Ruisseau d'Aillon
*Ballaz (780 m ü. M.) westlich des Ruisseau d'Aillon
*La Bottière (920 m ü. M.) östlich des Ruisseau d'Aillon am Fuß des Grand Colombier
*La Crochère (920 m ü. M.) östlich des Ruisseau d'Aillon am Fuß des Grand Colombier
*La Combe (930 m ü. M.) östlich des Ruisseau d'Aillon am Fuß des Grand Colombier
Nachbargemeinden von Aillon-le-Vieux sind Le_Châtelard im Norden, La Compôte und École im Osten, Aillon-le-Jeune im Süden sowie Le_Noyer im Westen.
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wird Aillon im Jahr 1158 unter der Bezeichnung de Allione. Später erschienen die Schreibweisen Domus de Allionis (1178), Allonis (1223) und Prioratus de Ayllone (im 14. Jahrhundert). Der Ortsname geht auf den Personennamen Allio oder Allionis zurück. In der abgelegenen Talsenke östlich von Aillon-le-Jeune wurde 1184 auf Veranlassung von Humbert_III. von Savoyen das Kartäuserkloster Aillon gegründet. Die Mönche machten die Talschaft urbar, worauf sich hier Siedler aus den umliegenden Gebieten niederließen. Erst 1803 wurde die Talschaft in zwei Pfarreien aufgeteilt. Daraus resultierte schließlich auch im Jahr 1863 die Aufspaltung der Gemeinde Aillon in die selbständigen Gemeinden Aillon-le-Vieux und Aillon-le-Jeune.
Sehenswürdigkeiten
Die Pfarrkirche Saint-Donat wurde im 19. Jahrhundert im Stil der Neugotik an der Stelle eines Vorgängerbaus errichtet. Einzig der Turm von der alten Kirche ist erhalten geblieben. Eine Kapelle befindet sich im Weiler Le Cimeteret.
Bevölkerung
Mit 173 Einwohnern (2006) gehört Aillon-le-Vieux zu den kleinsten Gemeinden des Département Savoie. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark rückläufig war, blieb sie in den letzten Jahrzehnten ziemlich konstant.
Wirtschaft und Infrastruktur
Aillon-le-Vieux war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Website der Tourismusregion Les Aillons-Margériaz

