Aidonia
In Aidonia () in der griechischen Landschaft Argolis in der Peloponnes (Griechenland) wurde ein umfangreiches Gräberfeld aus mykenischer Zeit gefunden.Der Ort in der Nähe von Petri (etwa 17 km norwestlich von Nemea) wird mit dem homerischen Araithyrea () identifiziert. Ein dort gefundenes Gräberfeld aus dem 15.-13. Jahrhundert v.Chr. umfasst 17 Kammergräber, die meisten mit monumentalem Eingang (Dromos). Ein Grab, in dem das Skelett eines Pferdes ohne Kopf gefunden wurde, erinnert an Bestattungsgebräuche im minoischen_Kreta. Die Funde zeigen, dass die hier Bestatteten von hohem sozialem Rang waren und enge Beziehungen mit Mykene und der übrigen Argolis hatten. Zahlreiche Keramikfunde (270 Gefässe, Scherben und Figuren) geben wertvolle Hinweise zur Datierung.
1978 haben die Behörden entdeckt, dass Grabräuber das Feld geplündert hatten. 1993 bot der amerikanische Galerist Michael Ward aus Manhattan einen Schatz für 1.5 Mio $ zum Verkauf an. Griechische Archäologen konnten darauf beweisen, dass dieser Schatz aus Aidonia stammte und forderten seine Rückgabe. In einer aussergerichtlichen Einigung mit dem griechischen Staat erklärte sich Ward damit einverstanden, den Schatz der Society for the Preservation of the Greek Heritage zu übergeben, welche ihn ihrerseits 1996 Griechenland zurückgab. Heute befinden sich alle Funde aus Aidonia im Museum von Nemea.
Literatur
* Kate Demakopoulpou: The Aidonia Treasure. Seals and Jewellery of the Aegean Late Bronze Age. 2. Edition, Archaeological Receipts Fund, Athens 2006, ISBN 960-214-917-5.
Weblink
• Besprechung einer Kurzfassung des Buches von Demakopoulou
• Bericht der Los Angeles Times über den Fall Ward (mit anti-griechischer Tendenz)
• Darstellung des Falles aus griechischer Sicht

