AIM-7 Sparrow
Die AIM-7 Sparrow ist eine überschallschnelle, radargesteuerte Luft-Luft-Rakete mittlerer Reichweite. Sie wurde in den 1950er Jahren von den US-Firmen Hughes und General Dynamics (heute Raytheon) zur Abwehr von tieffliegenden Luftzielen im Nahbereich entwickelt. Von Schiffen wird die RIM-7 Sea Sparrow eingesetzt
AIM-7 Sparrow
Eines der ersten standardmäßig mit der AIM-7 Sparrow ausgerüsteten Kampfflugzeuge war die McDonnell Douglas F-4 Phantom II, die in ihren ersten Varianten nur mit jeweils 4 AIM-7 (halbversenkt im Unterrumpf) und AIM-9 (an Pylonen) bewaffnet gewesen ist. Während des frühen Vietnam-Kriegs wurde allerdings offenbar, wie ineffizient sowohl die Leistung der Rakete als auch die Ausbildung der Piloten im Abschuss waren. Darauf erfolgte die Einführung des Top-Gun-Programms der US-Marine.
1976 erfolgte die Einführung als Standardwaffe für das Kampfflugzeug McDonnell Douglas F-15 Eagle der US-Luftwaffe.
RIM-7 Sea Sparrow
thumb|Start_einer_RIM-7_Sea_Sparrow
Technik
Später wurde die Sparrow auch modifiziert und als seegestützte Boden-Luft-Rakete bei den Marinen der USA und der NATO-Partner unter der Bezeichnung Sea Sparrow (RIM-7F/M) eingeführt. Die aktuelle Version ist die RIM-7P, die gegenüber den Vorgängerversionen eine verbesserte Bordenergieversorgung und eine leicht gesteigerte Reichweite hat.
Gesteuert wird die Sea Sparrow durch halbaktive Radarlenkung: Das Ziel wird mit einem engen CW (Dauerstrich-) Feuerleitradar des Schiffes "beleuchtet" (pencil_beam), der passive Suchkopf des Flugkörpers richtet sich auf die reflektierte Energie aus und lenkt den Flugkörper in Proportionalsteuerung mit Vorhaltbildung ins Ziel.
Eine zweite Radarkeule mit breiterem Öffnungswinkel (rear reference) dient zur Kompensation von Dopplereffekten der reflektierten Radarenergie aufgrund der hohen Ziel- und Eigengeschwindigkeit.
Dem Vorteil dieser relativ genauen Lenkungsmethode steht allerdings der Nachteil gegenüber, dass das zu bekämpfende Ziel während der gesamten Flugzeit des Flugkörpers vom Radar verfolgt werden muss und daher die Anzahl der bekämpfbaren Ziele von der Anzahl der verfügbaren Feuerleitradars abhängig ist. Außerdem verrät die 'lang' andauernde Zielverfolgung die eigene Position, besonders dem angegriffenen Objekt.
Einsatz bei der deutschen_Marine_
1982 wurde das Flugkörper-Waffensystem Sea Sparrow (RIM-7) auf den Fregatten der Bremen-Klasse F122 eingeführt. Auch auf den vier deutschen Fregatten der Brandenburg-Klasse F123 sind sie im Einsatz. Die drei deutschen Fregatten der Sachsen-Klasse F124 hingegen nutzen die weiterentwickelte ESSM (Evolved Sea Sparrow Missile), die unter anderem eine größere Reichweite hat. Der Abschuss auf den Fregatten erfolgt aus einem schwenkbaren 8-Zellen-Startgerät Mk.29 oder aus einer Unterdeck-Siloanlage VLS (Vertical Launching System) Mk.41.
Als Feuerleitgeräte dienen die Kombinierte Feuerleit- und Radaranlage WM25/STIR (F122) bzw. 2 STIR Radaranlagen mit dem Multipurpose Weapon Control System (MWCS) (F123)
Technische Daten
der US-Luftwaffe feuert eine Sparrow ab.]]

