Ahlbeck (Landkreis Uecker-Randow)
Ahlbeck ist eine Gemeinde im Landkreis Uecker-Randow in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland) und wird vom Amt Am Stettiner Haff mit Sitz in Eggesin verwaltet.
Geografie
Die Gemeinde liegt im östlichen Teil der Ueckermünder Heide, einem ausgedehnten Waldgebiet in der Nähe der polnischen Grenze. Mit den Ortsteilen Gegensee und Ludwigshof umschließt Ahlbeck den nordwestlichen Teil eines ehemaligen, von Kolonisten abgelassenen Sees (Ahlbecker See). Dieses Feuchtgebiet, Seegrund genannt, ist ein ca. 6 km langes und ca. 2 km breites Naturschutzgebiet. Der Neuwarper See (polnisch: Jezioro Nowowarpie?skie) ist etwa 5 km von Ahlbeck entfernt (Gemeinde Luckow, Ortsteil Rieth). Der Neuwarper See ist eine Bucht des Oderhaffs oder Stettiner Haffs (polnisch Zalew Szczeci?ski). Südwestlich von Ahlbeck liegt ein Truppenübungsplatz (Karpin - Spechtberg - Drögeheide). Die nächstgelegene Stadt ist Eggesin, 8 km entfernt.
Ortsteile
* Gegensee - mit einigen reetgedeckten Fachwerkhäusern aus der Gründerzeit und einer Feriensiedlung (Bungalows und Finnhütten)
* Ludwigshof (Ortsteil seit 1912) - unter anderem mit einem Reiterhof
Geschichte
1491 taucht Ahlbeck erstmals in einer Urkunde auf - die Existenz einer Kirche ist für die Mitte des 15. Jahrhunderts belegt.
Im Gebiet um Ahlbeck lebten Bauern, Fischer und Holzfäller, Köhler und Teerschweler. Das Dorf gehörte von 1493 bis 1648 zum Herzogtum_Pommern und kam danach in schwedischen Besitz. Im Dreißigjährigen_Krieg wurden mehrere Hofstellen ind die Kirche zerstört. Die Zeit der Kolonisierung der damals weitgehend menschenleeren Ueckermünder Heide - im Gebiet um Ahlbeck erlegte man noch bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts Wölfe - begann 1740 nach der Übernahme des Gebietes durch Preußen (ab 1719). In der Hoffnung, fruchtbare Wiesen zu schaffen, wurde der Ahlbecker See durch das Ziehen von Abflussgräben in Richtung Westen (zur Randow), später in Richtung Norden (zum Neuwarper See) abgesenkt und schließlich ganz abgelassen.
Die 1865 in Ahlbeck lebenden 614 Einwohner waren Bauern, Büdner und Fischer, Waldarbeiter, Händler und Leineweber. Um 1900 wurde nahe dem Ortsteil Ludwigshof Seeschlick des ehemaligen Ahlbecker Sees ausgebaggert (das Baggerloch ist der heutige Ludwigshofer See), um aus dem Faulschlamm Ammoniak herzustellen, was sich allerdings nicht rentierte.
Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten konnte am 29. April 2001 die Ahlbecker Fachwerkkirche feierlich wiedereingeweiht werden, nachdem sie seit 1995 wegen Statikproblemen gesperrt gewesen war.
Verkehrsanbindung
Von der Bundesstraße 109 erreicht man Ahlbeck über Torgelow und Eggesin. Weitere Landstraßen führen von Ahlbeck nach Vogelsang-Warsin am Stettiner Haff sowie nach Süden in die ca. 30 km entfernte Gemeinde Löcknitz an der B_104. Im acht km entfernten Eggesin besteht Bahnanschluss.
Weblinks
• Ahlbeck im Amt Am Stettiner Haff
• Dorfkirche

