Odermennige
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Odermennige sind eine aus der Unterfamilie der Rosoideae.
Zu dieser Gattungen zählen etwa 15 Arten, die in den gemäßigten Zonen der nördlichen Hemisphäre ihr natürliches Verbreitungsgebiet haben. Odermennige sind eng verwandt mit dem Fingerkraut (Potentilla). Im Gegensatz zu dieser Gattung haben Odermennige jedoch kleine, gelbe Blüten, die in langen ährenförmigen Trauben wachsen und die sich nacheinander von unten nach oben öffnen. Es handelt sich um einfache Scheibenblumen mit einem großen Angebot an Pollen. Die Blüten werden von Fliegen, Schwebfliegen und Honigbienen bestäubt. Da Staubblätter und Narben gleichzeitig reifen, kommt es außerdem zur Selbstbestäubung.
Aus den bestäubten Blüten entwickeln sich kleine Klettfrüchte. Streift ein Tier vorbei, verhaken sich diese Kletten im Fell und werden von der Pflanze abgelöst und von dem Tier mitgeführt. Zu den Tieren, die typischerweise den Odermennig auf diese Weise verbreitet, gehören, Rinder, Damwild, Schafe sowie Wildschweine. Aufgrund dieses Ausbreitungsmechanismus werden die Früchte über eine sehr weite Region verbreitet. Zu einer Keimung kommt es jedoch erst, wenn die sehr harten Fruchtbecher der Klettfrüchte verrottet sind.
Die Klettfrüchte bleiben häufig über eine sehr lange Zeit an den verrottenden Zweigen der Pflanze haften. Die Pflanze zählt daher zu den sogenannten Winterstehern.
Name
Odermennig ist eine lautliche Entstellung des lateinischen agrimónia (englisch agrimony), welches vom griechischen argemon "weisser Fleck im Auge" stammt. Ursprünglich dachte man, der Odermennig helfe gegen solche Flecken.
Arten (Auswahl)
Gemeiner Odermennig (Agrimonia eupatoria)
Großer Odermennig (Agrimonia procera)
Weblinks
hsb:Kuklikowy ?i?an

