Agonist (Pharmakologie)
n von Agonisten, die zu einer vollen (voller Agonist) oder partiellen Aktivierung eines Rezeptors führen (Partialagonist)]]
Der Agonist (griechisch ?????????, agonistís - der Tätige, Handelnde, Führende) ist in der Pharmakologie eine Substanz (Ligand), die einen bestimmten Mediator (z. B. ein Neurotransmitter) in seiner Wirkung imitiert, bzw. ersetzt. Dabei besetzt der Agonist den entsprechenden Rezeptor und aktiviert die Signaltransduktion in der Zelle und führt zu einem detektierbaren Effekt. Anhand des Ausmaßes der Aktivierung kann zwischen einem vollen Agonisten und einem Partialagonisten unterschieden werden. Inverse_Agonisten, die zu einer Inaktivierung eines spontanaktiven Rezeptors führen und somit einen zu vollen und partiellen Agonisten gegensätzlichen Effekt zeigen, werden hingegen nicht den Agonisten zugeordnet.
Das Ausmaß der Aktivierung eines Rezeptors hängt dabei nicht nur von den Eigenschaften des Liganden, sondern ist auch vom Ausmaß der Expression des Rezeptors in den untersuchten Zellen bzw. im untersuchten Gewebe abhängigHoyer D. & Boddeke H.W. (1993). Partial agonists, full agonists, antagonists: dilemmas of definition. Trends Pharmacol. Sci. 14:270-275. PMID 8105597.. Darüber hinaus sind einige Agonisten über denselben Rezeptor in der Lage, verschiedene Signalwege unterschiedlich stark zu aktivieren und somit - je nach untersuchten Signal - unterschiedlich ausgeprägte Effekt zu erzeugen. Sie können also - je nach untersuchten Signal - gleichzeitig volle Agonisten, Partialagonisten, stille Antagonisten oder inverse Agonisten sein. Derartige Agonisten werden auch als "proteusartig" oder "funktionell-selektiv" bezeichnetKenakin T. (2001). Inverse, protean, and ligand-selective agonism: matters of receptor conformation. FASEB J. 15:598-611. PMID 11259378.Urban J.D., Clarke W.P., von Zastrow M., Nichols D.E., Kobilka B., Weinstein H., Javitch J.A., Roth B.L., Christopoulos A., Sexton P.M., Miller K.J., Spedding M. & Mailman R.B. (2007). Functional selectivity and classical concepts of quantitative pharmacology. ''J. Pharmacol. Exp. Ther. 320:1-13. PMID 16803859.
Beispiele für Rezeptoren bzw. Rezeptorsubtypen und ihre Agonisten an der orthosterischen Bindungsstelle sind:

