Agnita
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! Wappen
! Karte
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! colspan="2" | Basisdaten
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| Staat: || Rumänien
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| Siebenbürgen
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| Sibiu (SB)
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| Fläche: /'>| 96,2 Einwohner: /'>| 12.119 (2004)
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| Vorwahl: || (+40)-(0)269
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| Geografische Lage: /'>| 45_58_25_N_24_37_37_E_type:city(12119)_region:RO|45° 58' 25" N, 24° 37' 37" O
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| Katastralgemeinden: /'>| Käbesch (Vizebürgermeister: /'>| Ioan Dragoman (PSD)
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| Mandate im Lokalrat
(Wahlen 2004): || PD (3),
DFDR (2) , PNL (2), PRM (1)
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Agnita (ung.: Szentágota, veraltet: Ágotafalva) ist eine Stadt im Bezirk Sibiu in Siebenbürgen/Rumänien.
Lage
Agnetheln liegt am Harbach (Hartibaciu), einem Nebenfluss des Zibin (Cibin), an der direkten Verbindungsstraße von Hermannstadt (Sibiu) nach Schäßburg (Sighi?oara), im Nordosten des Kreises.
Stadtgliederung
Zur Stadt Agnita gehören neben dem Hauptort Agnetheln noch die Dörfer Cove? (dt. Käbesch, ung. Ágotakövesd) und Ruja (dt. Roseln, ung. Rúzsa). Die Einwohnerzahl der Stadtgemeinde Agnita betrug im Sommer 2004 12.119 Personen, davon entfielen je ca. 500 auf die beiden Katastralgemeinden.
Geschichte
Gründung
Agnita wurde um 1180 von deutschen Einwanderern, die vom ungarischen König ins Land gerufen wurden, gegründet. Der Name Agnetheln geht auf die legendäre Gründerin des Städtchens, Sancta Agnetha zurück. Diese war die eine von drei Töchtern eines Grafen, der seine Burg auf einem Berg in Richtung Schönberg (Dealu Frumos) errichtet hatte. Diese sollen auch die Ortschaften Schönberg und Mergeln (Merghindeal) gegründet haben.
Sakrale Gebäude
Im Mittelalter wurde die evangelische Kirchenburg von den sächsischen Siedlern gebaut, um den wiederholten Überfällen durch osmanische, tatarische oder mongolische Heere trotzen zu können. Die heutige Form des wichtigsten erhaltenen Baudenkmals, welches sich im Zentrum des Ortes befindet, datiert von ca. 1560. Allerdings wurden die Ringmauern im 19. Jahrhundert abgerissen, im 20. Jahrhundert wurde unter kommunistischer Herrschaft die alte Fahrbrücke abgerissen und durch eine schmale Fußgängerbrücke ersetzt. 1780 wurde die erste rumänisch-orthodoxe Kirche auf einem Berg am Rande der Stadt errichtet. Die große rumänische Kathedrale neben dem Harbach wurde 1947 fertiggestellt.Neuzeit
Nach dem Anschluss an Rumänien verloren die deutschstämigen Einwohner ihre Vorreiterrolle: Viele Ämter wurden durch rumänische Personen zwangsersetzt, die Gemeinde verlor die Weiden und Grundstücke sowie Wälder, welche vorher allen Bewohnern des Städchens, unabhängig von deren Nationalität, zur Verfügung gestanden hatten.
Seit dem Zweiten Weltkrieg
Im Jänner 1945 wurden die ?arbeitsfähige? deutsche Bevölkerung ? wie auch in anderen von deutschsprachigen Menschen besiedelten Regionen Rumäniens - in die Sowjetunion zur Zwangsarbeit deportiert. Nach der kommunistischen Machtübernahme 1948 wurden die deutschstämmigen Bewohner diskriminiert, zum Teil enteignet und aus ihren Häusern vertrieben. Nach 1990 wanderte ein Großteil der Siebenbürger Sachsen nach Deutschland aus. Trotz der Periode der Benachteiligung - unmittelbar nach dem Zweiten_Weltkrieg - und der Auswanderungswelle nach 1989 gibt es bis heute muttersprachlich deutschen Unterricht an Agnethelns Schulen. Das "Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien" (DFDR) ist mit zwei Mandataren im Lokalrat vertreten.
Kommunalpolitik
Bürgermeister ist FI Radu Curcean, der bei den Kommunalwahlen 2004 für die christdemokratische "Ac?iunea Popular?" (PAP) antrat. Mittlerweile gehört er der Demokratischen Partei (Partidul Democrat) an.
Sehenswürdigkeiten
* Areal Steinburg oberhalb der Stadt* Evangelische Kirche mit Kirchenburg im Stadtzentrum, erbaut ab dem 15. Jahrhundert
* Harbachtalmuseum: Es bewahrt unter anderem ein Gesamtwerk von Erasmus von Rotterdam auf. Es liegt in der Mitte der Stadt, auf der linken Seite (von Sibiu kommend). - Täglich geöffnet von 9:00 bis 16:00 Uhr
* Sankt-Nikolaus-Kirche (Biserica ?Sfântul Nicolae?), rum.-orthodox, errichtet 1795?1797
Verkehr
1898 bekam der Ort einen Bahnanschluss aus Richtung Schäßburg. 1910 wurde die von der deutschen Bevölkerung "Wusch" genannte Schmalspurbahn bis nach Hermannstadt verlängert. Im Jahr 2001 wurde die Strecke in die Kreishauptstadt von der Rumänischen Staatsbahn (CFR) de facto stillgelegt.
Wirtschaft und Soziales
Agnetheln ist das Zentrum der historischen Region Harbachtal und ein alter Standort der Textilproduktion. Die Stadt entwickelte sich als vom Schusterhandwerk bzw. Kleinhandwerk sowie von Kleinbauern geprägtes sächsisches Städtchen zu einer reichen Kleinstadt. Im Mittelalter waren die Zünfte die Organisationen, welche die Handwerker und ihre Aktivitäten koordinierten. Ende des 19. Jahrhunderts gründete die deutsche Bevölkerung erste Industrieunternehmen in der Stadt: Spiritusfabrik, Leder- und Schuhfabrik, sowie eine Genossenschaftsbank nach dem deutschen Raiffeisenprinzip, welche Gründungen sowie Kleinunternehmen unterstützte.
Ein hoher Anteil der Bevölkerung ist heute in Industriebetrieben beschäftigt. Darüber hinaus spielt die Landwirtschaft bis heute eine zentrale Rolle im Berufsleben der Einwohner von Agnetheln. Die Zahl der in der Privatwirtschaft beschäftigten Personen stieg von 2.500 im Jahr 2004 auf 3.546 im Jahr 2006. Die Arbeitslosenrate lag 2004 bei 6,1 %.
Persönlichkeiten
* Erhardt Andree (• ? 1972]), Historiker, gründete [[1952 das Harbachtalmuseum
* Ioan Gyuri Pascu (1961), Komödiant, Komponist, Sänger und Schauspieler, geboren in Agnetheln
* Trude Schullerus (1889, ? 1981), Malerin, geboren in Agnetheln
* Georg Daniel Teutsch (1817, ? 1893), Bischof der evangelischen Kirche, war Mitte des 19. Jahrhunderts Pfarrer in Agnetheln
Weblinks und Quellen
• Website des Agnethler Rathauses mit demographischen Details
• Informationen über Lage, Geschichte und Luftaufnahme
• Rundblick in Agnetheln
• Bild der Kirchenburg
• Rumänische Seite über Agnetheln
• Website des Kreisrates Sibiu

