Aglauros (Tochter des Kekrops)
Aglauros (auch Agraulos), die Tochter des Königs Kekrops I. von Athen, hatte zwei Schwestern, Herse und Pandrosos und einen Bruder Erysichthon. Die drei Schwestern werden nach ihr auch als Aglauriden bezeichnet.Sie weihte sich zur Errettung des Vaterlands aus langwieriger Kriegsnot freiwillig dem Tod und erhielt dafür auf der Akropolis zu Athen ein Heiligtum (Agraulion)Herodot, Historien, 8, 53., in welchem fortan die jungen Männer bei ihrer Mündigkeitserklärung und Wehrhaftmachung den Fahneneid leisten mussten.
Nach anderer Sage erhielten die drei Schwestern Aglauros, Herse und Pandrosos von der Göttin Athene ein Kästchen zur Verwahrung. Trotz eines Verbotes in das Kästchen hineinzuschauen öffneten Aglauros und Herse das Kästchen, worin der junge Erichthonios lag. Daraufhin wurden die beiden von Wahnsinn geschlagen und stürzten sich ins Meer. Ovid endlich lässt sie durch Hermes (Mythologie) in einen Stein mit häßlichen Flecken verwandelnOvid, Metamorphosen, II, 708-832..
Mit Ares zusammen hatte sie die Tochter AlkippeApollodor, Bibliotheke, 3, 180.. Mit Hermes soll sie einen Sohn Keryx gehabt haben.Pausanias, Reisen in Griechenland, 1, 38, 3.
Quellen
Literatur
*Apollodor, Die Griechische Sagenwelt, Apollodors Mythologische Bibliothek, Parkland Verlag, Köln, 1997, ISBN 3-88059-932-7
*Fink, Gerhard, Who´s who in der antiken Mythologie, Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 1993, ISBN 3-423-30362-X
*Herodot, Historien, Kröner Verlag, Stuttgart, 1971, ISBN 3-520-22404-6
*Pausanias, Reisen in Griechenland, Artemis Verlag, Zürich und München, 1987, ISBN 3-7608-3678-X.

