Athos
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| Amtssprache /'>| Russisch, Serbisch, Georgisch, Bulgarisch, Rumänisch.
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| Hauptstadt /'>| Autonome Mönchsrepublik
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| Bartholomäus I. und das Ökumenische_Patriarchat_von_Konstantinopel in religiösen Aspekten
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| Fläche || 350_km²
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| Einwohnerzahl || 1610 Einwohner (Stand 2000)
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| Bevölkerungsdichte || 4,6 Einwohner pro km²
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| Nationalfeiertag
/'> Euro
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| Nationalhymne /'>| Vorwahl || +30
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| Offizielle Webseite || [http://www.athos.gr www.athos.gr]
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Der Heilige Berg Athos (, ; im Griechischen meist , , ?Heiliger Berg?) ist eine orthodoxe Mönchsrepublik mit autonomem Status unter griechischer Souveränität in Griechenland. Er befindet sich auf dem gleichnamigen östlichen Finger der Halbinsel gegründet. Bis zu diesem Zeitpunkt siedelten auf dem Athos bereits Mönche, die sich an den Vorbilder der asketischen Mönche im Alten_Ägypten orientierten. Bald gründeten bulgarische, rumänische, russische, georgische und serbische Mönche weitere Großklöster auf dem Berg Athos. Davon sind heute 17 griechisch, je eines russisch, bulgarisch und serbisch.
Neben den Klöstern gibt es auf dem Athos die Siedlungsform der Skiten (gr. ), die jeweils von ihrem Mutterkloster abhängen, somit keine eigenständigen Rechte in Regierung und Verwaltung der Mönchsrepublik besitzen. Skiten, rund um einen klösterlichen Zentralbau angelegt, der in Gebäuden und Funktionen den größeren Klöstern gleicht, sind dörfliche Siedlungen, deren Bauten in (gr. , ?Hütten?), Wohnbauten für mehrere Mönche, und (gr. , ?Zellen?), Hütten für einen Bewohner, unterschieden werden. Außerdem siedeln an den schwer zugänglichen Hängen des eigentlichen Berges Athos Mönche in Ikonen
Siedlungen, Klöster, Skiten und ihre Bewohner
Die folgende Statistik (Zensus 2001) zeigt, dass nach langem Niedergang in den letzten Jahren wieder verstärkter Zuzug auf den Heiligen Berg festzustellen ist. Darüber hinaus sind Umschichtungen zwischen Klöstern und Skiten erkennbar.
Klöster
Skiten und Siedlungen
Lebensform
Waren die meisten Klöster früher idiorrhythmisch organisiert, sind seit 1980 auch die letzten Klöster wieder zum koinobitischem Lebensstil zurückgekehrt, ebenso wie die klosterähnlichen Skiten (zum Beispiel , u. a.). Demgegenüber leben aber die Mönche in den dorfähnlichen Skiten (zum Beispiel , u. a.) idiorrhythmisch.
Die Klöster folgen weiterhin dem gregorianischen_Kalender mittlerweile um 13 Tage ?hinterher hinkt?. Die Stundeneinteilung orientiert sich ebenfalls am byzantinischen Beispiel: Der Tag beginnt also mit Sonnenuntergang (Null Uhr); allein das Kloster von Iviron zählt die Stunden ab Sonnenaufgang.
Pilgerreisen
Auf dem Berg war die Fortbewegung lange Zeit nur zu Fuß oder per Maultier möglich. Im Jahr 1963 wurde zur 1000-Jahrfeier die erste Schotterstraße zwischen Dafni (Hafen von Athos, den man per Schiffsverbindung von Ouranopolis aus erreicht) und der Hauptstadt Karyes gebaut. Inzwischen sind alle 20 Klöster des Athos an das Straßennetz angeschlossen und werden regelmäßig von Jeeps oder Bussen angefahren. Einige Skiten im gebirgigen Südteil der Halbinsel sind nur über Maultierpfade oder per Schiff erreichbar. Die Halbinsel ist für (männliche) Pilger, jedoch nicht für klassische Touristen zugänglich. Wenn man gewisse Regeln einhält, wird man problemlos als ?Pilger? anerkannt. Über die Homepage des deutschen Konsulats in Thessaloniki ist ein stets aktuelles [http://www.athen.diplo.de/Vertretung/athen/de/02/Gk__Thessaloniki/DownloadDatei__Berg__Athos,property=Daten.pdf Merkblatt] zum Besuch der Mönchsrepublik abrufbar.
Zutrittsverbot für Frauen (?Ávaton?)
*"Aus diesem Paradiese ist das Weib verstoßen, damit der Mann nicht jenes Paradieses verlustig gehe" (Fredrich 1915, S. 10)
*"Die Athoniten verwehren den Frauen den Zutritt zum Heiligen Berg, weil sie die Frauen wahrhaft lieben. Alle Frauen sind auf dem Athos abwesend, und doch wieder, durch die Gottesmutter, Maria, sind alle anwesend." (Pater Mitrophan in: Günther 1996)
Der Athos heißt auch (der Garten der Gottesmutter) und ist im theologischen Sinne einzig und allein der obersten Heiligen der orthodoxen Kirche, Maria, vorbehalten. So ist der Zutritt zum Berg Athos Frauen grundsätzlich untersagt. Ein pragmatischer Grund dafür ist wohl der Wunsch der Mönche, von optischen sexuellen Reizen unbeeinflusst zu leben und sich somit ungestörter der Gottesverehrung widmen zu können. Selbst weibliche Tiere sind von dem Verbot betroffen, allerdings wiegen gewisse praktische Notwendigkeiten schwerer: Mönche, die Ikonen malen, benötigen für ihre Arbeit frischen Eidotter und dürfen daher als einzige Hühner halten. Außerdem sind Katzen erlaubt, um die mönchischen Siedlungen frei von Mäusen, Ratten und Schlangen zu halten.
Die Frau auf dem Berg Athos war im 19. Jahrhundert ein beliebtes literarisches Motiv, so in der Oper Der heilige Berg (1914) des norwegischen Komponisten Christian Sinding. In jüngster Zeit hat das wiederholt zu Kontroversen mit der Suzerän der Mönchsrepublik), durch den autonomen Status obliegen einige innenpolitische Entscheidungen und die Verwaltung des Berges aber den Mönchen, ebenso gehört der Berg Athos nicht zum steuerlichen Gemeinschaftsgebiet der EU. Jedes Kloster ist innerhalb der Mönchsrepublik autonom und wird von einem auf Lebenszeit gewählten Abt geleitet. Die Macht liegt bei den 20 Großklöstern, von denen Kleinklöster (), Mönchsdörfer (Skiten) und Einsiedeleien () abhängen.
In dem kleinen Hauptort Karyes befindet sich die legislative und judikative Funktionen wahrnimmt. In Karyes gibt es 19 Kellia (?Zellen?), in denen die Äbte untergebracht sind. Eine Ausnahme hierzu bildet das Kloster Koutloumousiou, da es in der Nähe von Karyes angesiedelt ist und demzufolge eine eigene Zelle nicht benötigt. Karyes ist der Sitz der (?Heilige Zusammenkunft?), also des ?Parlaments?, in das jedes Großkloster einen Vertreter (, Nominativ) entsendet. Der (?der Erste?), der jährlich neugewählte Vorsitzende der Hilandar) wurden wertvolle Wandmalereien aus dem 12. und 13. Jahrhundert ein Raub der Flammen.
Ein Großteil des riesigen ausgedehnten, aus mehreren Gebäuden bestehenden Komplexes wurde durch einen Brand, welcher angeblich durch einen defekten Heizlüfter verursacht wurde, stark zerstört. Für wahrscheinlicher halten die Experten nach einem neuartigen Laserscan des gesamten Komplexes einen Fall von Brandstiftung. Viele wertvolle Ikonen, Handschriften und auch Fresken konnten zwar gerettet werden, doch allein der materielle Schaden wird auf bis über 20 Millionen Euro geschätzt. Die Mönche mussten die zur Hälfte zerstörte Klosteranlage verlassen. Serbiens Ministerpräsident Vojislav Ko?tunica hat in seinem Land einen Spenden
Der Berg Athos im alpinistischen Sinne
Die höchste Erhebung der Athos-Halbinsel, wie auch der gesamten Ägäis, ist der Berg Athos im engeren Sinne, ein kegelförmiges und auf allen Seiten steiles Bergmassiv mit nur einem einzigen deutlich ausgeprägten Gipfel (2.033 m). Es ragt am südöstlichen Ende der Athos-Halbinsel direkt aus dem Meer auf und erreicht somit einen für nichtvulkanische Gebirgsmassive bemerkenswerten Höhenunterschied von über 2000 Metern auf kürzester horizontaler Distanz.
Während der Berg Athos nach Norden hin mit schroffen Wänden abbricht, bietet die Südflanke eine gute Aufstiegsmöglichkeit. Von einer der Skiten im südlichen Teil der Halbinsel oder vom Kloster Megistis Lavras her kommend, führt ein durchgehend gut erkennbarer Pfad von der Wegkreuzung über die bunkerartige Kapelle (1.500 m) zum Gipfel hinauf. Er bietet keine technischen Schwierigkeiten und ist aufgrund der unterschiedlichen Vegetationszonen und der weiten Ausblicke aufs Meer hinaus abwechslungsreich und landschaftlich sehr reizvoll.
Auf dem Gipfel befindet sich eine kleine Kapelle, (?Verklärung des Herrn?), in der einmal im Jahr, am Festtag der Berliner Vertrag 1878 (Art. 62)
Literatur
* Balafas, Costas: . Agion Oros u. a. 2006
* Bamm, Peter: Frühe Stätten der Christenheit. München 1955
* Beta, Katarina; Antonov, Semen I.: Eine Flamme erfüllte sein Herz. Das Leben des Starez Siluan auf dem Athos. Wien u.a. 1987
* Byron, Robert:
* Capuani, Massimo; Paparozzi, Maurizio: Athos. Die Klostergründungen; ein Jahrtausend Spiritualität und orthodoxe Kunst. München 1999
* Conomos, Dimitri E.: . Oxford u. a. 2005
* Derwahl, Freddy; Kaufmann, Hans-Günther: Athos. Das Heilige berühren. Augsburg 1997
* Dölger, Franz: Mönchsland Athos. München 1943
* Dühmig, Karl: Der Berg Athos. München 1892
* Engel, Hartmut; Engel, Ulrike: Chalkidiki mit Insel Thasos. 40 ausgewählte Wanderungen und Sonderteil zum Berg Athos. Ottobrunn 2000
* Fredrich, Carl: Vor den Dardanellen, auf altgriechischen Inseln und auf dem Athos. Berlin 1915
* Golitzin, Alexander:
* Günther, Johann et al.: Athos-Impressionen. Unterweitersdorf 1996
* Hastaba, Elen et al.: Der heilige Berg Athos. Bozen 2002
* Huber, Paul: Athos. Wundertätige Ikonen. Stuttgart ca. 1979
* Iordanoglou, Antonis:
* Kadas, Sotiris: . Thessaloniki 2003
* Kästner, Erhart: Die Stundentrommel von heiligen Berg Athos. Frankfurt 14. Auflage 2004
* Kuhlmann, Rolf: Der Athos. Auf den Spuren einer Faszination. Frankfurt am Main 1998
* Müller, Andreas A.: Berg Athos. Geschichte einer Mönchsrepublik. München 2005
* Nußbaumer, Heinz: Der Mönch in mir. Erfahrungen eines Athos-Pilgers für unser Leben. Graz 2006
* Pabel, Reinhold: Athos der heilige Berg. Begegnung mit dem christlichen Osten. Münster (Westfalen) 1940
* Panteleimon (Mönch): Briefe vom Heiligen Berg Athos. 1989-1999. Hauzenberg 2000
* Reichert, Volker: Athos. Reisen zum Heiligen Berg 1347-1841. Stuttgart 2001
* Rose, Hans-Dieter; Rose, Martin: Die Welt ist 13 Tage weit. Erlebnisse, Beobachtungen und Gedanken rund um den Berg Athos. Frankfurt am Main 1994
* Sacharov Sofronij: Starez Siluan, Mönch vom Heiligen Berg Athos. Leben - Lehre - Schriften. Düsseldorf 1959
* Schildberger, Rainer: Wo der Himmel redet. An Europas heiligen Orten. Ein Pilgerbuch. Freiburg u. a. 2004
* Schneider, Claudia: Starez Siluan (1866 - 1938). Mönch vom Berg Athos. Wien 2000
* Sherrard, Philip: Athos. Der Berg des Schweigens. Lausanne/Freiburg 1959
* Spitzing, Günter: Athos. Der Heilige Berg des östlichen Christentums. Köln 1990
* Staretz Siluan: Mönch vom Berg Athos. Sein Leben und seine Lehre. Mystische Schriften. 1999
* Starrach, Helmut: Der Ruf des Athos. Erfahrungen und Begegnungen auf dem Heiligen Berg. Freiburg 2002
* Thomas, Walter Babington:
* Vorbach, Hans: Begegnung mit Ikonen vom Heiligen Berg Athos. Salzburg (?) 1999
* Wunderle, Georg: Aus der heiligen Welt des Athos. Studien und Erinnerungen. Würzburg 1937
* Zografakis, Georgios: Athos. Athen ca. 1960
* (ohne Autorenangabe): Ritualbuch des Heiligen Berges. Athos-Typikon''. Evangelische Verlagsanstalt Leipzig 2005
* zwei kleine französische Athos-Bibliographien:
:*http://www.skiouros.net/voyages/2002/athos/_biblio.html
:*http://www.bibliomonde.com/pages/fiche-livre.php3?id_ouvrage=2248&texte_aff=infocomp
Weblinks
*
• Open Directory Project: Mönchsrepublik
• Enzyklopädie des Europäischen Ostens/Universität Klagenfurt
• Der Heilige Berg Athos
• Athos ? Mount Athos - agion oros
• Athos ? the Holy Mount (griechisch)
• Der Berg Athos ? Geschichte und Mythologie
• Athos ? the Holy Mount

