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Da das Hauptaugenmerk in diesem Fall auf der belgischen Nationalität lag, anstatt auf den stilistischen Gemeinsamkeiten der jeweiligen Künstler, und demzufolge ein Spektrum an verschiedenen Genres wie New Beat oder Synth Pop abgedeckt wurde, können diese Veröffentlichungen nur zum Teil als repräsentativ für EBM gelten.Lizenzbestimmungen Der Text/Artikel/Inhalt auf dieser Seite innerhalb der Rubrik "Online Lexikon" basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Aggrepo aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Inhalte stehen unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar. Ab dem Ende der 1980er Jahre etablierte sich für Electronic Body Music allmählich das Akronym, der von Andreas Tomalla (Talla 2XLC) kreierte Zweitbegriff Aggrepo konnte sich langfristig nicht durchsetzen. Daneben wird häufig von der Bezeichnung Old School EBM Gebrauch gemacht, um von den stilistischen Ausprägungen der 1990er Jahre unterscheiden zu können, die sich zwar auf der Basis der EBM entwickelten, klanglich und produktionstechnisch jedoch in eine gänzlich andere Richtung steuerten (siehe hierzu Elektro). Erstmals 1997 für die Musik von Ionic Vision verwendet, taucht die Bezeichnung Old School EBM einige Jahre später regelmäßig in Zeitschriften wie Zillo oder Sonic Seducer auf. Europäische KulturDie frühe SzeneZwei Faktoren waren in den 1980er Jahren unmittelbar mit der Entstehung der EBM verbunden: der Kalte_Krieg, die wachsende Arbeitslosigkeit durch technischen Fortschritt und die fortdauernde Gefahr eines atomaren Krieges auf der einen Seite, die musikalische Aufbruchstimmung der vom Punk, Industrial und der Neuen_Deutschen_Welle her bekannten Do-It-Yourself-Generation auf der anderen. Dies spiegelt sich auch im Outfit der EBM-Kultur wider, die sich primär am Kleidungsstil ihrer Idole orientierte. Eine ausgeprägte Szene existierte anfangs jedoch nicht, in Belgien und Holland galten hauptsächlich kleinere Clubs, in denen EBM gespielt wurde, als Anlaufpunkt der ansässigen Skins und Hooligans. Insbesondere in Großstädten wie Lüttich, Brüssel, Gent, Amsterdam oder Rotterdam fand der Stil schnell Anklang. Auch die spätere Hörerschaft konnte durch ihr martialisches Erscheinungsbild ausgemacht werden, was häufig zu Verwechslungen mit Vertretern aus der Punk-Kultur oder der Neonazi-Szene führte. Viele, vor allem ostdeutsche Zuläufer, fanden den Einstieg über das Synth-Pop-Quartett Depeche Mode, obgleich dieses Projekt an der Entstehung der Electronic Body Music nicht maßgeblich beteiligt war. Haupttreffpunkte in Deutschland waren Frankfurt am Main (Dorian Gray, Music Hall) und nachfolgend auch Berlin (Maxim, Linientreu, Cisch Club, Kulturbrauerei). Beide Städte wiederum entwickelten sich in den 1990ern zum Mekka der Techno-House-Szene. Neben Talla 2XLC, Michael Münzing und DJ Dag, zählte Sven Väth zu den bekanntesten DJ's dieser Zeit. Er legte EBM ab etwa 1987 im Frankfurter Nachtclub Dorian_Gray auf und konnte sich vor allem in den 1990er Jahren weltweit einen Namen machen. 1994 galt die EBM-Kultur erstmalig als erloschen. Nach dem schnellen Niedergang der Musik ging ein Großteil der Hörerschaft nahtlos in die des Techno über. Aus weiteren Teilen entwickelte sich die Elektro-Szene, die heute vermehrt im Rahmen der Schwarzen_Szene existiert, während sich ein geringer Rest anderen Bereichen wie Crossover, Grunge, Hardcore oder Industrial Metal zuwandte. Das RevivalSeit dem Jahr 2000 hat das Interesse an EBM stark zugenommen. Als Initiatoren des Aufschwungs gelten die Künstler der dritten Generation, wie Ionic Vision, Dupont oder Spetsnaz. Schon bald formierte sich eine Zahl weiterer Künstler direkt aus der heranwachsenden Szene heraus. Gerade der Osten Deutschlands mit seinen sozialen Missständen bildete dabei den Nährboden für einen erneuten Auftrieb. Häufig sieht man in dieser Entwicklung auch einen Widerstreit gegen vorherrschende, technoid geprägte Stile wie Aggrotech oder Future Pop. Bedeutende Zentren sind u. a. Berlin (BodyBeats) und Dessau (Electric Tremor), aber auch Städte wie Oberhausen (Dimanche Noir), Aachen (EBM Back To NEP), Frankfurt/Main (Return To The Classixx) oder Wiesbaden (Reanimation Club) erfreuen sich seit geraumer Zeit EBM-spezifischer Events. im April 2004.]] Erkennungsmerkmale:? Crew-Cut oder Flat (Brikett-Haarschnitt) :? Muskel- und Tarn-Shirts :? Shirt-Motive mit Frakturschriften, Maschinenrädern und Vorschlaghämmern :? Leder- und Bomberjacken :? Harringtonjacken (G9 Blouson) und Polohemden (Einfluss der Skinhead-Kultur) :? Tarn- und Lederhosen :? Ledergürtel und Feldkoppeln :? seltener auch Hosenträger in Verbindung mit freiem Oberkörper :? Schnürstiefel bzw. Doc-Martens-, Underground- oder Getta-Grip-Halbschuhe (3-Loch) TanzstileÄhnlich wie in der Punk- und Psychobilly-Kultur war in den 1980er Jahren der Pogo als Tanzstil weit verbreitet. Dieser Stil, häufig als ?Fighting? bezeichnet, wurde allerdings bald aus zahlreichen Clubs verbannt und musste einem ?gepflegten? 2-Schritte-Tanz weichen. Aufgrund des kulturellen Aufschwungs feierte der Pogo jedoch unmittelbar nach der Jahrtausendwende seine Rückkehr in die Tanzlokale. DrogenDer Konsum illegaler Drogen wurde strikt abgelehnt und mehrfach kritisiert. Dieser Fakt unterschied die europäische Kultur von der nordamerikanischen Post-Industrial-Szene (Skinny Puppy, Front Line Assembly, Ministry) und der späteren Techno-Bewegung ? beides Kulturen, bei denen Rauschmittel eine nicht unwesentliche Rolle spielten. MusikzeitschriftenBedeutende Zeitschriften, die innerhalb der EBM-Szene präferiert wurden, waren New Life, Frontpage und Vertigo, obwohl sich keine von ihnen ausschließlich der EBM widmete, sondern auch verwandte Stilrichtungen berücksichtigte.Besonders begehrt war das New Life Soundmagazine, das seit 1983 in der Schweiz herausgebracht wurde und anschließend seinen Standort in Hessen bezog. Ursprünglich als Depeche-Mode-Fanzine ins Leben gerufen, berichtete es später über elektronische Musik im Allgemeinen und widmete sich in den 1990er Jahren auch Stilen wie IDM, Ambient oder Drum ?n? Bass. Die Frankfurter Technoclub-Zeitschrift Frontpage hingegen, die im Mai 1989 das Licht der Welt erblickte, passte sich dem jeweiligen Trend an und entwickelte sich zwei Jahre später zu einem reinen Techno-House-Magazin. Im Dezember 1991 erschien in Bremen erstmalig das Vertigo Music Magazine, das zwar unter dem Etikett ?Electro-Avantgarde? gehandelt wurde, sich allerdings vorrangig auf Industrial, Dark Electro und vereinzelt auf EBM spezialisierte. Es existierte bis 1997. Weitere Magazine in englischer Sprache waren Sideline aus Belgien oder Crewzine aus der Slowakei. PolitikPolitik spielte eine eher nebensächliche Rolle, viele Szenemitglieder zeigten sich unpolitisch. Das zumeist einheitliche martialische Auftreten der Anhängerschaft wurde jedoch oftmals als Demonstration eines menschlichen Idealbilds verstanden. Verwendete Symbole wie Hammer, Maschinenrad oder Ährenkranz erinnerten zum Teil an Kennzeichen verschiedener Arbeiter-Organisationen aus der Zeit des Dritten_Reiches. Musik und Kultur kamen dadurch schnell in den Verruf, faschistisch zu sein. Diese Annahme wurde zusätzlich bestärkt, da führende Künstler wie Front 242 oder Nitzer Ebb von ihrem politischen Standpunkt aus keine klaren Statements abgaben. Ein ähnliches Problem existierte jedoch schon zu Zeiten der Neuen_Deutschen_Welle. Die Deutsch-Amerikanische Freundschaft nämlich rückte man einst in den frühen 1980er Jahren ins falsche Licht, ohne deren Beweggründe zu hinterfragen: Jürgen Engler (Die Krupps) zeigte sich indessen verantwortungsbewusst: ?Wir haben uns immer ganz bewusst gegen Rechts gestellt, weil der EBM-Generation dieser faschistoide Touch anhaftete und die tonangebenden Bands sich nie klar abgrenzten, sondern unbekümmert mit solcher Symbolik kokettierten, künstlerisch frei auslegbar bleiben wollten. Dabei musst du deinen Standpunkt klarmachen, denn die wenigsten verstehen doch die künstlerische Aussage oder Provokation...? Zillo Musik-Magazin · Heft-Nr. 10/94 · Interview mit Jürgen Engler · Die Krupps · Seite 12 · Oktober 1994 Bis heute existieren keine Anzeichen dafür, dass die EBM-Kultur einer rechtsextremen Ideologie folgt. Vielmehr bedient sie sich bereits vertrauter Jargon entwickelt, der sich vornehmlich auf den musik- und szenekulturellen Kontext beschränkt. Einige Beispiele hierfür sind: Manche dieser Wörter, wie crowd, werden auch von den Musikern selbst verwendet, so unter anderem von Douglas McCarthy (Armageddon Dildos - That's Armageddon (1991) * Paranoid - Strain (1991) * Orange Sector - Faith (1992) * Oomph! - Oomph! (1992) * Electro Assassin - Jamming the Voice of the Universe (1992) /'> valign="top" width="50%"| * The Normal - Warm Leatherette (1978) * Liaisons Dangereuses - Liaisons Dangereuses (1981) * Die Krupps - Volle Kraft voraus! (1982) * Cabaret Voltaire - Conform to Deform 1982-1990 (2002) * Portion Control - I Staggered Mentally (1982) * Portion Control - Hit the Pulse (1983) * Tommi Stumpff - Contergan Punk (1983) * Tommi Stumpff - Ultra (1989) * Click Click - I Rage I Melt (1987) * Batz Without Flesh - Batz Without Flesh (1987) * Batz Without Flesh - A Million Bricks (1989) * Front Line Assembly - Convergence (1988) * Front Line Assembly - Total Terror Part II (1993) * Clock DVA - Buried Dreams (1990) * Attrition - A Tricky Business (1991) * Pankow - Wodka, Erdbeeren und weitere Katastrophen (1997) /'>} Club-Hits* für eine ausführliche Liste siehe ARP_2600 || Halb-modularer Synthesizer |align="center"| 1970 || ARP_Instruments_Inc. |- | ARP Odyssey || Analogsynthesizer |align="center"| 1972 || ARP Instruments Inc. |- | Akai S-900 || Sampler |align="center"| 1986 || Akai Electric Company Ltd. |- | Drumulator || Digitaler Drumcomputer |align="center"| 1982 || E-mu_Systems_Inc. |- | Emulator II /'>| Digitales Sampling Keyboard |align="center"| 1984 || E-mu Systems Inc. |- | Korg DS-8 || Digitalsynthesizer |align="center"| 1987 || Korg MS-20 /'>| Monophonsynthesizer |align="center"| 1978 || Korg Incorporated Ltd. |- | Moog Source || Monophonsynthesizer |align="center"| 1981 || Oberheim_Electronics_Inc. |- | Oberheim Matrix 12 || Analogsynthesizer |align="center"| 1985 || Oberheim Electronics Inc. |- | Pearl Syncussion SC-2 || Analoger Zweikanal-Drumsynthesizer |align="center"| 1980 || Pearl Musical Instruments Company Ltd. |- | PPG Wave 2 || Wavetable Synthesizer |align="center"| 1982 || Palm Products Germany |- | Roland Jupiter 8 || Polyphoner Analogsynthesizer |align="center"| 1981 || Roland_Corporation |- | Roland MC-4 || Digitaler CV / Gate Sequenzer |align="center"| 1982 || Roland Corporation |- | Roland Octapad 8 || Multi-Trigger Drumpad |align="center"| 1985 || Roland Corporation |- | Roland SH-101 || Monophoner Analogsynthesizer |align="center"| 1982 || Roland Corporation |- | Roland System 100 || Halb-modulares Synthesizer System |align="center"| 1976 || Roland Corporation |- | Roland System 100 M || Modulares Synthesizer System |align="center"| 1978 || Roland Corporation |- | Roland TR-707 || Digitaler Drumcomputer |align="center"| 1984 || Roland Corporation |- | Roland_TR-808 || Analoger Drumcomputer |align="center"| 1981 || Roland Corporation |- | Sequential Circuits Pro 1 || Monophonsynthesizer |align="center"| 1981 || Sequential Circuits Inc. |- | Yamaha CS-40 M || Monophonsynthesizer |align="center"| 1980 || Yamaha Corporation /'>- | ~dimanche noir~ ? Veranstaltungsreihe in Oberhausen • EBM Back To NEP ? Veranstaltungsreihe in Aachen • Electric Tremor ? Veranstaltungsreihe in Mitteldeutschland • Electrofixx ? Veranstaltungsreihe in Münster • Reanimation Club ? Veranstaltungsreihe im Rhein-Main-Gebiet • Return To The Classixx ? Veranstaltungsreihe im Raum Frankfurt VIDEO-NEWS UND ANGEBOTE |
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