Agatha von Catania
: Martyrium der Hl. Agatha (1755)]]: Hl. Agathe (1630-1633, Detail)]]
Agatha (* um 225 in Catania auf Sizilien; ? um 250 in Catania) starb wahrscheinlich unter Kaiser Decius zwischen 249 und 251 als Märtyrerin. Die Heilige wird im Allgemeinen mit einer Schüssel, auf der ihre Brüste liegen, dargestellt. Abweichend davon gibt es auch Darstellungen mit einem Palmwedel in der Hand.
Leben
Agatha wurde auf Sizilien als Tochter wohlhabender Eltern geboren. Als Christin lehnte sie den Heiratsantrag des heidnischen Statthalters von Sizilien, Quintianus, ab und wurde deshalb von ihm bestraft.
Weil Agatha ihn zurückwies, ließ sie der Statthalter für einen Monat in ein Freudenhaus stecken. Da sie ihn nach dieser Zeit immer noch ablehnte, veranlasste Quintianus ihre Verurteilung und ließ ihr die Brüste abschneiden. Nach dieser Folter soll ihr der Legende nach nachts der heilige Petrus erschienen sein und ihre Wunden gepflegt haben. Als man dies bemerkte, ließ sie der Statthalter auf glühende Kohlen legen, wodurch sie starb.
Etwa ein Jahr nach ihrem Tod brach der Ätna aus, und die Einwohner von Catania zogen mit dem Schleier der Heiligen dem Lavastrom entgegen, der daraufhin zum Stillstand kam.
Agatha liegt im Dom von Catania begraben und ist die Schutzpatronin der Malteser, der Stadt Catania, der Armen und Hirtinnen, der Glockengießer, der Weber sowie der Goldschmiede. Sie gilt als Helferin bei Brusterkrankungen, Viehseuchen, Erdbeben und bei Ausbrüchen des Ätna. In den nördlicheren deutschsprachigen Gebieten ist die Heilige Agatha die Schutzpatronin der Feuerwehren.
Scherzhaft nennt man die Heilige Agathe von Catania auch die Schutzheilige von "Catan", der legendären Insel, um die sich Klaus Teubers populäres Brettspiel "Die Siedler von Catan" dreht. Im 2006 herausgegebenen jüngsten Erweiterungssatz von "Catan - Das Kartenspiel für zwei Spieler" hat Agathe auf einer eigenen Karte daher eine würdige Hommage in Form einer ihr geweihten Kapelle erhalten.
Gedenktag
* Katholisch: 5. Februar (Gebotener Gedenktag im Allgemeinen_Römischen_Kalender)
* Orthodox: 5. Februar
Die Glockengießer feiern am 5. Februar ihr Patronatsfest zu ihren Ehren.
In vielen Gegenden wird am Gedenktag der hl. Agatha Brot gesegnet. Wenn jemand von diesem geweihten Brot isst, sind er und seine Äcker vor Schaden geschützt.
Der Schleier der heiligen Agatha wird, wie einige andere Reliquien, im Dom von Catania aufbewahrt. Die größte Knochenreliquie, ein Stück des Schädelknochens, wird im Kloster Kamp ausgestellt.
Wetterregel: "Sankt Agatha, die Gottesbraut, macht dass Schnee und Eis gern taut."
Siehe auch
Agathazettel
Weblinks
• Artikel im Ökumenischen Heiligenlexikon

