Aga Mohammed Khan
Aga Mohammed Khan (persisch [], auch Aga Mohammed Schah []; • ? 17. Juni] [[1797) war ein persischer Schah. Er begründete die Kadscharen-Dynastie, galt als energisch und klug, zugleich aber auch sehr grausam.
Leben
Er entstammte einem turkmenischen Stamm aus dem Nordiran, der früher in Aserbaidschan lebte. Im Alter von fünf Jahren wurde er von Feinden seiner Familie kastriert. 1758 wurde er Stammeschef. 1762 wurde er von einem konkurrierenden Stamm gefangengenommen und nach Schiraz gebracht. Dort lebte er 16 Jahre als Geisel, konnte 1779 entkommen.
Im Bürgerkrieg um die Nachfolge von Schah Karim Khan startete er eine Rebellion, errang schließlich den Sieg über seine Konkurrenten. 1788 eroberte er Schiraz nach dem Verrat des dortigen Statthalters. In der sechs Monate belagerten Stadt Kerman richtete er 1794 nach der Einnahme ein Massaker unter der Zivilbevölkerung an: 7.000 männlichen Einwohnern wurden die Augen herausgerissen, 900 Männer enthauptet. 20.000 weibliche Einwohner und Kinder wurden in die Sklaverei verkauft.
Im gleichen Jahr nahm er den letzten Regenten der Zand-Dynastie, Lutf Ali Khan, gefangen und tötete ihn. Im Frühjahr 1796 krönte er sich zum Schah (persisch Sch?hansch?h), machte Teheran zur persischen Hauptstadt.
1795 besetzte er Georgien. Nach der Schlacht von Krtsanisi zerstörte die Hauptstadt Tiflis und verschleppte 22.000 Georgier als Sklaven. Er eroberte die zentralasiatische Region Chorasan, folterte ihren Herrscher, Schah Ruch, zu Tode, um seinen Kronschatz zu erpressen. Eine von Katharina_der_Großen veranlasste russische Invasion mit 40.000 Infanteristen, 22.000 Reitern und 100 Kanonen wehrte er 1796 ab, nicht zuletzt, weil diese durch Katharinas Tod abgebrochen wurde.
Seine Untertanen hassten ihn. Am 17. Juni 1797 fiel er einem Mordanschlag zweier zum Tode verurteilter Diener zum Opfer. Sein Nachfolger wurde sein Neffe Baba Khan, der sich von da an Fath_Ali_Schah nannte.
Literatur
*G.R.G. Hambly: Aqa Mohammad Khan and the establishment of the Qajar Dynasty. In: JRAS, Bd. L., Januar 1963
Weblinks
• Bild Aga Mohammed Schahs

